(Durch Drücken auf die Kontrolltaste und drehen am Mausrad kann die Schrift vergrössert werden.)
Als
seinerzeit die Sklaverei abgeschafft wurde, drohten vielen Fabrikanten,
Plantagenbesitzern etc. das aus. Aber es gab eine Lösung, die mit Hilfe
eines Fernsehsenders in die Wege geleitet wurde. Die Sklaven wurden zum
Konsumenten umgekrempelt. Wie ist das amerikanische Fernsehen
entstanden? Dieser „Sklavensender“ hat sich schier bis zum heutigen Tag
bewährt. Doch jetzt machen sich wieder weltweit schwere
Wirtschaftskrisen bemerkbar. Wer ist schuld daran? Was hat das Internet
damit zu tun?
Es ist schon eine sehr sehr lange Zeit
verstrichen, da fuhren ein paar skrupellose, böse, herzlose, jüdische
Amerikaner nach Afrika. Sie nahmen auf den Schiffen eine Ladung Rum mit
und machten damit die Eingeborenen betrunken. Dann entführten sie diese
Menschen und verfrachteten sie nach Amerika und verkauften diese später
in der ganzen Welt. In den Schiffen wurden sie so zusammengepfercht,
zehnmal schlimmer als ein Schweinetransport. Später tauschten
afrikanische Sklavenhändler Kriegsgefangene gegen Rum aus. Es waren X-
Millionen, ein paar Millionen verendeten schon auf den Schiffen und
wurden den Haien gefüttert.
Lange Zeit schien das zu
funktionieren, die Fabrikanten (Sklavenhalter) konnten ihre Produkte zu
einem sehr günstigen Preis liefern, die Sklaven selbst wurden nicht
gefragt. Doch da kam es langsam zu einer Wende, es wurde ein Gesetz
vorbereitet, das die Sklavenhaltung verbietet. Die Fabrikanten hatten
aber auch noch andere Probleme. Sie hatten zu viel Ware produziert und
blieben auf diesen sitzen, die Lager waren voll. Es waren viel zu wenig
Konsumenten da. Zwei Brüder namens Rotschilth hatten vom Sklavenhandel
so viel Geld zusammengescheffelt, dass sie nicht mehr wussten, was sie
mit dem vielen ungerechten Mamon anfangen sollten, dann gründeten sie
eine Bank. Auch sie hatten ihre Sorgen, sie hatten viel zu wenig
Kunden, die bei Ihnen Kredite aufnahmen.
Deshalb schlossen sich
weltweit alle Unternehmer und Sklavenhalter zusammen und veranstalteten
eine Konferenz, denn sie mussten eine Lösung zu finden, um aus dieser
Krise wieder herauszukommen. Alles, was Rang und Namen hatte, wurde
eingeladen, Politiker, Juristen, Professoren, hochrangige Brüder aus
den Grossen Logen, Bank- und Cocain-cola-Direktoren kamen aus allen
Herren Länder. Auch der Papst entsandte eine Delegation vom Bischőffen,
ebenso war McDonald, die UBS und einer vom
Schweizer-Emmentalerkäse-Verband anwesend.
Zuerst ergriff ein
gewisser Kleiderfabrikant Josuah Lewy das Wort und sagte, er hätte eine
Lösung, wie man mehr Ware verkaufen könne. „Wir brauchen mehr
Konsumenten, aber woher nehmen und nicht stehlen? Wir machen aus
unseren Sklaven Konsumenten, aber wir müssen ihnen Lohn geben“ Es
herrschte ein Gelächter im Saal. Rückmeldung: „Lohn geben für die
Sklaven, das hat uns noch gerade gefehlt, wir haben doch im Moment kein
Geld flüssig“ Lewy fuhr fort “Das ist kein Problem, wir Unternehmer
werden Kredite aufnehmen. “Wieder herrschte Gelächter und einige
forderten ihn auf, das Rednerpult zu verlassen. Doch der Bankier Simon
Bernstein, der Vorsitzende, der schon in der Schule immer zu vorderst
saß, schalte sich ein: „Lassen Sie Bruder Lewy ausreden“ Lewy: „Zuvor
gesagt, alles was wir investieren, das wird um ein vielfaches wieder zu
uns zurückfließen“ „Fahren Sie fort Lewy“ “Zunächst redet man jetzt
nicht mehr von Sklaven, sondern von Arbeitern, Arbeitnehmern, man sagt
auch nicht mehr Sklavenhalter, sondern Arbeitgeber, und unsere
Sklaventreiber sind jetzt die Vorgesetzten.
„Also, der
Arbeitgeber bezahlt den Arbeitnehmer Lohn. Er nimmt dafür bei der Bank
Kredit auf. Doch die Sklaven brauchen dann zum Wohnen Möbel,
Kühlschränke, Kochherde Staubsauger, Radios, Kleider und vieles mehr.
Wir werden diese dazu animieren, dass sie vom Arbeitgeber einen Kredit
aufnehmen, mit einem großen Zinsfuß, und sie werden dann angehalten,
auf großem Fuß zu leben. Der Zins, der die Arbeitgeber gegenüber der
Bank zu entrichten hat, wird also theoretisch wieder auf die Sklaven
abgewälzt. Damit verschulden sie sich und sind für eine lange Zeit
wieder an den Arbeitgeber gebunden, sie werden weiter für uns schuften
müssen, wir werden sie nach wie vor in der Hand haben. Sollten sie
ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, so werden wir ein
Gesetz einführen, das solche mit Fronarbeit bestraft“ „Da ist etwas
dran, was Levy sagt, wir machen jetzt eine Pause"
Danach
meldete sich der Immobilienmakler Ephrain Seidenberg zum Wort: “Das
klingt ja alles theoretisch gut und schön und einleuchtend, aber die
wissen doch nicht, wie man eine Wohnung einrichtet, welche Kleider sie
kaufen müssen, die können doch auch nicht kochen, die sollen sich ja
fürderhin nicht mehr mit Schweinetränke verpflegen, aber wer sollte
denn so viel Zeit opfern und ungebildeten Sklaven das alles
beibringen?“ “Auch das wäre schon vorgesehen, wir gründen das
Sklaven-TV, einen Fernsehsender für die Sklaven, wir geben jeden
Sklaven einen Fernseher auf Kredit, das dafür entwickelte Programm
informiert über alles, beispielsweise wie und was man kocht. Weiter
wird gezeigt, dass sie mindestens drei Anzüge kaufen müssen, einer für
den Arbeitsweg, ein Arbeitskleid und einer um in die Kirche zu gehen,
wir müssen ihnen am Sonntag morgen dann auch frei geben. Die Bischöfe
müssen dann darauf achten, dass jeder eine Bibel, ein Gesang- und
Gebetsbuch kauft, das Druckergewerbe ist auch in der Krise“
Rückmeldung: “Sklaven können doch nicht lesen“ “Es ist für einen
Sklaven eine besondere Ehre, eine Bibel zu besitzen, dass er nicht
lesen kann, spielt absolut keine Rolle, wenn er dann mir der Bibel in
die Kirche geht, so glauben dann die anderen, dass er lesen könne“
„Wir bauen ihnen Wohnblöcke, da fließt der Zins auch wiederum zu uns
zurück. Der Sender zeigt dann nebenbei auch kurze Krimis, damit sie
auch sehen wie einer den anderen niederschießt, wir brauchen dann
später für Vaterland und Vietnam wieder tapfere Kämpfer“ “Die Sache
scheint mir langsam zu gefallen, fahren Sie fort Lewy“ sagte Bernstein,
“Wir lassen sie heiraten und Kinder machen, für jedes Kind wird ein
Kopfgeld ausbezahlt. Die Kirche wird dafür sorgen, dass die Pille, Sex
und Kuscheln vor der Ehe streng verboten wird, die Priester sollen
ihnen diesbezüglich die Hölle heiß machen. Homosexuelle und Lesben
sollen bestraft werden, diese sind nicht zu gebrauchen für die
Weiterzucht. Mit jedem Kind, das geboren wird, wird ein Konsument, ein
Steuerzahler, ein Kirchgänger, ein Arbeiter und ein Kämpfer fürs
Vaterland geboren.“ Rückmeldung: “Was ist, wenn der eine oder der
andere mit Trinken anfangen sollte und alkoholkrank würde?“ “Nun, die
Bierbrauer werden nichts dagegen haben und die Ärzte wollen auch leben,
die Trinkerheilanstalten sind auch halbleer. Finanziert wird das ganze
mit einer Kasse (Krankenkasse) die wiederum von den Sklarbeitern
bezahlt werden. Mit diesem Vorgehen werden wir zwei Fliegen auf einmal
schlagen, wir werden dem Sklavenverbotsgesetz volle Genüge leisten,
dann werden wir erst noch gute Geschäfte machen, unsere Westen bleiben
blütenweiß. Das Fernsehen wird zum Opium für jung und alt, nicht nur
für die Sklaven.“ Die Konferenz zog sich dann bis spät in die Nacht
hinein, es wurde lange debattiert. Schlussendlich wurde das
Lewy-TV-Projekt einstimmig angenommen. Präsident Simon Bernstein
schloss die Konferenz folgendermaßen: “Es gibt viel zu tun, packen wir
es an“
Sogleich wurde damit begonnen, das Projekt in die Tat
umzusetzen. Der Sklavensender wurde genau so gestaltet, wie Lewy es
vorschlug. Nach einer gewissen Anlaufsphase schien die Sache mit Erfolg zu laufen. Nach
und nach wurden die Sklarbeiter in die Gesellschaft einverleibt und
auch in die Schule geschickt. Das Lewy-TV-Projekt wurde dann mit der
Zeit auch von den herkömmlichen Bürgern übernommen. Es entstanden dann
mehrere Fernsehanstalten. Das Programm wurde dann auch immer wieder
etwas modernisiert und die Werbung dann auch auf weitere Luxusgüter wie
Autos, Motorbote, Luxushäuser, Schokolade, Kaviar, Pelzmäntel,
Lippenstift, Elfenbein, goldenes Geschmeide, elektrische Zahnbürsten,
Tabernakel, und auch auf teure Särge für die Feuerbestattung, die nach
drei Tagen wieder verbrannt wurden, etc. erweitert.
Was wäre in
der heutigen Zeit ein Leben ohne Fernsehen, ein Schiff ohne Steuermann.
In der Schule müssen die Kinder mühsam lernen, wo Napoleon ein Rad
verloren hat und auf welcher Reise die Jünger Jesu einen Stab
mitnahmen. Doch jetzt können sie solche Sachen auch direkt am
Bildschirm verfolgen. Da wird auch gezeigt, wo sich Angela Merkel
gerade aufhält, was für Strümpfe sie anhat, und wie sie mit dem Bush
über Klimaerwärmung und Alkoholprobleme diskutiert. Man kann sehen, wie
es dem Papst auf Reisen sein Käppi wegluftet, man kann auch an seinem
Kleid die glänzenden Perlmutterknöpfe zählen. Man sieht auch, dass ihn
die Zöllner auf seinen Reisen nie kontrollieren, ob er unter seinem
Kleid etwa Papstbier, Cardinalbier oder Shecksbier geschmuggelt hätte.
Du möchtest deinen Keller in ein Wohnstudios verwandeln, der TV-Onkel
und Obirama zeigen es dir, oder sei es, dass du dir von der Asche eines
Verstorbenen einen Fingerring herstellen lassen möchtest, TV-Tante sagt
dir wie und wo. Soll man zu Weihnachten dem Briefträger, dem Milchmann,
dem Stromableser, den Müllmännern, dem Gerichtsvollzieher und der
Mutter vom Freudenhaus auch ein Trinkgeld geben? Zu welchem Anlass muss
ich welches Kleid kaufen? Welche Ausrüstung brauche ich für die
Elefanten-, Schmetterlings- und Schnitzeljagd, für Pilze, Kirschen und
Marken zu sammeln, für Pingpong, Golf und Dame zu spielen? Welche
Handtasche passt zu welchem Kleid? Was tun, wenn mein Kind immer in der
Nase grüblet? Welche Feuchtigkeitscreme brauche ich am Tag, für die
Nacht, für Mitternacht? Wo bekommt man Knickerbocker? Mit was wasche
ich meinen Pullover? Wo und wann hatte Prinz Charles seinen ersten
Seitensprung? Drücke zur richtigen Zeit auf den richtigen Knopf, dann
erfährst du alles. Welches Menu soll man zubereiten, wenn „Bello“
Geburtstag hat? TV-Masterkoch Johann Lafer und Lanz wissen Rat.
Sozusagen
bis auf den heutigen Tag hat sich dieses „Lewy-TV-Projekt“ bewährt und
denen da oben Milliarden-Gewinne eingebracht. Doch in den sechziger
Jahren, mit dem aufkommen des Internets ist es dann passiert. Land auf,
Land ab gab es einige Intellektuelle, die neben lesen und schreiben
auch noch denken konnten. Diese haben dann dieses Spiel durchschaut.
Sie haben bemerkt, dass sie eigentlich so zu sagen nur noch für die
großen Bosse, für die Konsumgesellschaft und für die Steuervögte
arbeiten. Diese führten ein Leben in Saus und Braus. Politiker,
Bankmanager, Juristen, Journalisten, Fernsehdirektoren, Theologen und
andere, die auch logen, ebenfalls. Im Internet wurden dann Forums
gegründet, da konnten sich nun auch Arbeiter zum Wort melden, ohne dass
sie zensuriert wurden, dadurch erkannten sie auch die täglichen
Manipulationen in den Medien. Sie beschlossen, aus diesem Teufelskreis
auszusteigen. „Wir leben, um arbeiten zu können, wir arbeiten, damit
die da oben in Luxus leben können“ Mit solchen Argumenten fanden sie im
Internet immer neue Anhänger.
Sie wollten frei sein wie die
Väter waren. Sie lebten ungebunden wie die Vögel unter dem Himmel, die
der himmlische Vater trotzdem ernährt. Sie beschäftigten sich mal da,
mal dort ein bisschen mit Gitarrenspielen in der Bahnhofunterführung,
mit Scherenschleifen, Schirmflicken, Maroniverkaufen etc, sie holten
sich auch Möbel von der Müllabfuhr und verkauften diese wieder in einem
Brockenstübli. Einige kauften sich auch verlassene Bauernhöfe, um
sich selbst mit Brot, Gemüse, Früchten, Pommes-Frittes und Popcorn zu
versogen. Einige Sektierer glaubten, dass man bald mit Geld kein Essen
mehr bekomme, so wie das im 13. Kapitel im 18. Vers der Offenbarung
voraus gesagt wird, dass man nichts mehr kaufen oder verkaufen könne,
ohne das Zeichen eines unheimlichen Tieres (Bestie, La Bete, The Beast
666) auf der Hand oder auf der Stirne anzunehmen. Sie waren überzeugt,
dass das Zeichen der elektronische Chips war, der schon den Hunden und
den Sträflingen unter die Haut gespritzt wird, der die
Identifizierungskarte, die Bankkarte etc, ersetzt. Einer von denen
behauptete auch, dass Bush der Kopf dieser gefürchteten geheimen
Weltregierung 666 sei, das auch die Autonummer von Bush sei, und dass
nach Bush ein Schwarzer ins weiße Haus einziehen würde, dessen
Vorfahren aus der Schweiz, aus dem Schwarzenburgerland gekommen seien.
Da hat der Prophet etwas daneben gegriffen. Tatsache ist aber, dass der
Ex-Präsident Ronald Reagan damals eine Villa mit der Nummer 666
bewohnte, und dass seine Frau von einer Behörde zur anderen rannte, um
eine andere Hausnummer zu bekommen. Doch in Deutschland steht das Tier
mit Hörnern schon auf dem Personalausweis. Andere sagen nun, dieses
Tier sei der chinesische Drachen. Wenn er auch in euer Land zu einen
Staatsbesuch kommen sollte, so passt gut auf eure Hunde auf, denn er
bringt immer seinen Koch mit.
Die Aussteiger missachteten das
vom Papst erlassene Verhütungsmittelverbot und wollten keine Kinder
mehr machen, und sie verzichteten auf den heiligen Ehestand.
Kinderwagenhersteller mussten Stellen abbauen. Manche Regierungen
versuchten dann noch das Kopfgeld für Kinder zu erhöhen, aber es
fruchtete nicht, es fehlten die Söhne fürs Vaterland und Prämienzahler
für die Sozialversicherungen. Sie verweigerten den Wehrdienst, sie
gingen auch nicht mehr in die Kirche. Sie kauften keine Autos mehr, sie
trampten per Autostop in die Ferien. Den Opel-Werken und anderen
Autoherstellern drohte fast das Ende. Die Swissair musste versteigert
werden, die Deutsche Bahn konnte die Lohnforderungen nicht mehr
erfüllen, Streik war angesagt. Sie liefen sonntags und werktags in den
gleichen ausgefransten, verwaschenen Jeans herum, und gingen nackig
baden und spazieren. Kleiderfabrikanten hatten das nachsehen. (Jeans
wurden damals für Sträflinge hergestellt, das will aber nicht heißen,
dass jeder, der Jeans trägt, ein entflohener Sträfling ist, wenn die
Polizei jedoch zusammen mit der Sendung „XX-ungelöst“ auf
Verbrecherjagd ist, so erleichtert das der Polizei die Suche.) Statt
Heizöl zu kaufen, gingen sie in den Wald, um Holz zu sammeln, die
Ölpreise kletterten in die Höhe. Sie trugen nur noch billige Sandalen
von Birkenstock und Sebastian Kneipp, mit Sonnenenergie kochten sie die
Eier weich. Sie aßen kein Fleisch, kein Kaviar, und sie boykottierten
das Impfobligatorium und McHuhnalt. Die Fleischlieferanten blieben auf
ihrer Ware sitzen und verkauften Gammelfleisch. Auch wollten sie am
Karsamstag den „Tag der sexuell missbrauchten Kinder von katholischen
Priestern“ einführen. Sie behaupteten ferner, dass Neil Armstrong nie
auf dem Mond gewesen sei.
Immer mehr Muslime kamen nach
Deutschland, und bauten sich dort Moscheen. Das hätte eigentlich zum
Aufschwung beitragen sollen. Wenn es Kirchen gewesen wären, so hätten
diese vor Ort auch Stühle anfertigen lassen. Doch Muslime kaufen keine
Stühle, die sitzen nicht, die stehen und knien, dabei gäbe es so viele
arbeitslose Schreiner in der BRD. Es bestand zudem auch noch die
Gefahr, dass sich oben in den kirchturmähnlichen raketenförmigen
Mineretten Terroristen verstecken könnten. Politiker liefen Sturm gegen
diese Mineretten und wollten diese verbieten.
Diese Aussteiger
waren mittlerweile auch als Staatsschädlinge gebrandmarkt. Sie
demonstrierten gegen die Regierung, gegen die Armee, gegen den Krieg,
gegen die Polizei, gegen den Kapitalismus, gegen die Multis, gegen
Steuervögte, gegen Atomkraftwerke, gegen das Fernsehen. In ihren Stuben
hatten sie nicht etwa einen ausgestopften Fuchs, sondern sie ließen
ihren Fernseher ausstopfen. Ferner protestierten sie gegen Bush, gegen
Schlachthöfe und Tiertransporte, gegen Kirchtürme, gegen das
Autofahren, gegen portable Telefons, gegen Pelzmantelfrauen, gegen
McHuhnalt, gegen unbiologische Kühe, gegen weiße Mäuse, gegen die
Chapeauterie (Füdlebürgertum), gegen das Papamobil und gegen höhere
Gewalten: Hurrikan und Vatikan. Jugendliche Aussteiger liefen in
indische Meditationszentren und meditierten tagelang. Verzweifelte
Eltern suchten bei den Pastoren Rat und wollten wissen, was den
Meditieren überhaupt sei. Die Geistlichen gaben ihnen dann folgende
Empfehlungen, sie sollen sie beim Meditieren nicht stören, es sei immer
noch besser, wenn sie Meditieren, als wenn sie überhaupt nichts mehr
machen würden.
Die Fernsehanstalten wollte wissen, warum sie so
viele Abonnementen verloren hatten. Sie führten eine Meinungsumfrage
durch und ließen die Leute befragen, was man im Programm ändern sollte. Eine
Frau sagte, die Sendung mit der Maus sei zu kurz, eine andere
beanstandete folgendes, sie hätte im Schwarzwald neben Professor
Brinkmann gewohnt, aber der hätte ihr nie einen Termin für eine
Untersuchung im der Schwarzwaldklinik gegeben, andere sagten, im
Fernsehprogramm sollten auch die Werbung angekündigt werden. Ein
Rentner beklagte sch, dass er manche Politiker und Professoren einfach
nicht mehr verstehe, wenn sie am Fernsehen sprechen. Er hatte ein Video
aufgenommen mit folgendem Beispiel von Professor Hirtenmann: „Also
aufpassen! Selenologisch otologiert, ist der Narrativik keine
Konsumtion zu akkoladieren. Divergente Redundanzen sind ein
Divertimento ad latus sine Venia verbo! Enteroskopische Ichthyosen
negierend, enthüllt man sapienti sat sub specie aeternitatis ein
Martigal der orthogenetischen Sloops! Sodalithe, Skordaturen sui
generis dihybrid transfigurierend, sollten niemals als tertium
comparationis quadriviert werden. etc“ Eine Frau aus München
erzählte, dass sie in Rosenheim eine Ferienwohnung hätte, aber jetzt
getraue sie sich kaum mehr auf die Strasse, denn dort gäbe es jede
Woche eine Leiche, und der Kommissar Hofer schnüffle da immer mit der
„Rosenheimcorps“ im Dorf herum. Ein Muslim beschwerte sich, wegen
den Sexfilmen, Allah werde solche Frauen bestrafen, statt dessen sollte
man Lesungen vom Koran ausstrahlen.
Auch die Schweizerregierung
bekam diese Krise zu spüren. Zu nächst hofften sie, dass die erste Frau
im Bundesrat Abhilfe schaffen würde: Elisabeth Kopp. Doch sie hatte
selber auch Probleme mit der Waschmaschine. Sie rief immer wieder ihren
Mann zu Hause an, und sagte ihm, er solle kein Geld in der
Waschmaschine waschen, dann wurde sie wieder entlassen. Aber dann kam
eine anderer, der das Heil bringen sollte: *die Schweizer haben
sein geharrt, bis dass die Zeit erfüllet ward, das sandte Gott von
seinem Thron, in’s Bundeshaus ein Pfarrers Sohn.* Christoph Blocher,
das war der richtige, unermüdliche Kämpfer und Führer für die frommen
Eidgenossen, er war das seinem Volk und seinem Vaterland schuldig.
Manchmal wurde er sogar mit einem gewissen Schinkelgruber verwechselt.
Doch dann passierte das mit den ausländischen Putzfrauen im Bundeshaus.
Denen sagte man, sie sollen den Blocher in den Schrank stellen. Das
Parlament deutete das auch falsch, und war der Meinung, der Blocher
werde nicht mehr gebraucht. Also hieß es dann für Blocher: “Run,
abtreten“.
Mit der Wirtschaft ging es langsam den Berg hinunter,
zeitweise waren in der BRD 5 Millionen Leute ohne Arbeit. Eine
Bankkrise nach der anderen. In der Schweiz musste die Regierung den
Banken mit X.Milliarden Franken unter die Arme greifen. In anderen
Ländern war es nicht viel anders. Doch umgekehrt gibt dann die Bank der
Regierung wieder riesige Darlehen, dass diese pro Tag x tausend Franken
an Zinsen zu zahlen hat. Gutes Geschäft. Was für ein dubioses
„Jahrmarktgauklerhütchenspiel“ wird da gespielt? Otto Normalbürger
sieht da nicht mehr durch, aber er darf sich wenigstens fragen, wer
diese Zeche zu bezahlen hat, doch da braucht er nur in den Spiegel zu
schauen. In der Stadt, wie auf den Land erhielten dann Ausländer und
ältere Arbeitnehmer massenhaft den Mohrenbrief: „der Moor hat seine
Pflicht getan, der Mohr kann geh’n“
Die Mächtigen dieser Welt
und das Fernsehen haben also die Bürger gewissermaßen zu ihren Gunsten
zu Sklaven der Arbeit und der Konsumgesellschaft versklavt. Nun könnten
doch die Betroffenen eines tages dafür Schadenersatz fordern. Doch
doch, das gibt es. Die Juden sollen schon damals vor 5758 Jahren beim
Auszug den Ägyptern angeblich 320 Tonnen Gold gestohlen, oder sich den
Lohn für die Sklaverei eingesteckt haben. Und jetzt haben sie doch
tatsächlich eine Klage am Hals.
Wir schreiben mittlerweilen das Jahr 2009. Wie wird es nun weitergehen? Da
muss man wohl oder übel wieder den Fernseher einschalten, mag nicht
mehr weiter schreiben. Der Weltuntergang ist nach Michael Drosnin und
Nibiru für Dezember 2012 angesagt. Aber Vorsicht, Uve Topper und hat
dargelegt, dass wir mit unserer Zeitrechnung etwa 3 Jahre hinterher
hinken. Also schon im Dezember 2009 folgendes beachten: „Sparen Sie
sich die Weihnachtgeschenke, und passen Sie gut auf sich auf “
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