Anzeige

Die Vereinsgeschichte

Die Gründung des FSV Hirzenhain

 

Am 13. Juli 1972 wurde in dem Turmstübchen des Gashauses „Augustiner-Kloster“ in Hirzenhain der Angelsportverein Hirzenhain gegründet.

Am 25. April 1973 erfolgte die Eintragung des Vereines in dem Vereinsregister auf dem Amtsgericht in Büdingen. Der Angelsportverein Hirzenhain erhielt die Vereinsregisternummer 115.

Mit Datum vom 20. Februar 1974 sprach man dem Angelsportverein Hirzenhain die Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt in Gießen aus, welche der Verein bis zum heutigen Tage besitzt.

Bei den beiden letztgenannten Eintragungen wurde aus dem Angelsportverein Hirzenhain aus nicht bekannten Gründen der Fischerei-Sport-Verein Hirzenhain. Diesen Namen behielt man bis zum heutigen Tage.

Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

 

1.Vorsitzender: Ottokar Hausenblas

2.Vorsitzender: Siegmund Zeigl        

Rechner: Otto Görn      

Schriftführer: Manfred Ruth      

Unter der Führung der Crew um den Vorsitzenden Ottokar Hausenblas entwickelte sich der Fischerei-Sport-Verein Hirzenhain in den jungen Jahren prächtig.

Am 1. April 1973 betrug die Mitgliederzahl bereits 16 Mitglieder, worunter sich mit Andreas Tichai, Dieter Hausenblas und Rolf Jäger drei Jungangler befanden.

Da zur Ausübung der Fischerei ein Gewässer natürlich Voraussetzung war, konnte nach langen Verhandlungen mit der OVAG sowie mit der Gemeinde Hirzenhain in den Pachtvertrag für den Nidderstausee in Hirzenhain eingestiegen werden. Somit wurde dieses Gewässer zunächst als Unterpächter der Gemeinde Hirzenhain befischt. Der Unterpachtvertrag war auf zehn Jahre, vom 01.01.1974 bis zum 31.12.1983 abgeschlossen.

 

Somit waren die Grundvoraussetzungen für den Bestand des noch jungen Vereines geschaffen.

  

Die frühen Jahre des FSV Hirzenhain

 

Nachdem mit dem Pachtvertrag mit der Gemeinde für den Nidderstausee in Hirzenhain ein schönes Gewässer für den FSV Hirzenhain gefunden war, machte man sich schnell daran, seine Mitglieder fachgerecht ausbilden zu lassen.

1974 wurde im Gasthof „Stolberger Hof“ bereits die erste Sportfischerprüfung abgehalten. Ausbildungsleiter war zur damaligen Zeit der Vater des heutigen Schatzmeisters des Verbandes Hessischer Sportfischer, Herr Poscher.

Der FSV Hirzenhain war zum damaligen Zeitpunkt einer der wenigen Vereine in der näheren Umgebung, welcher Lehrgänge zu Erwerb der Sportfischerprüfung durchführte. Dies hatte zur Folge, dass immer mehr Petrijünger Kontakt zu dem FSV Hirzenhain hatten und sich so mancher entschloss, Mitglied bei den Hirzenhainer Anglern zu werden.

Im Laufe des Jahres 1974 konnte gemeinsam mit der Gemeinde Hirzenhain ein Gelände für den Verein gefunden werden. Die Hammerwiese unterhalb des Sportplatzes in Hirzenhain stand zum Verkauf. Das sumpfige Waldgebiet wurde von der OVAG für 13.983,12 DM angekauft.

Man begann in Vorstandkreisen schnell, sich Gedanken um die Nutzung des neu erworbenen Geländes zu machen. Da mit dem Nidderstausee ein schönes, großes Gewässer vorhanden war, wurde beschlossen, drei kleinere Weiher zu errichten, um den erforderlichen Nachwuchs für den Stausee selbst aufzuziehen und somit die hohen Besatzkosen zu senken.

Im Jahr 1975 hatte man sich auf die noch heute bestehende Form der Teichanlage an den Hammerteichen geeinigt. Man reichte die Pläne auf dem Bauamt in Büdingen zur Genehmigung ein.

Gleichzeitig wurde dem Verein durch die Gemeinde die Nutzung des überlaufenden Quellwassers, welches zur Schwimmbadspeisung genutzt wurde, zugestanden.

Um nach Erhalt der Baugenehmigung schnell mit den Schiebearbeiten beginnen zu können, begann man 1975 schon damit, das Gelände zu roden.

Durch diese vorab geleistete Arbeit war es möglich, unmittelbar nach der Genehmigung der Teichanlage im Frühjahr 1976 mit dem Ausschieben der Weiher zu beginnen.

Diese Arbeiten waren bis zum Spätsommer des Jahres 1976 beendet. Im Herbst 1976 war es dann endlich soweit. Die neuen Weiher konnten zu ersten Mal geflutet werden. Voller Stolz standen die Mitglieder des Vereines schon nach wenigen Tagen vor ihren neuen, nun mit Wasser gefüllten Weihern. Die Hammerteiche waren entstanden.

Parallel zu dem Weiherbau wurde in Bindsachsen ein ehemaliges Behelfsheim angekauft, welches als Vereinsheim dienen sollte. In Handarbeit wurde dieses in Bindsachsen demontiert und in Hirzenhain an den Hammerteichen neu aufgebaut.

Somit hatte der FSV Hirzenhain auch ein eigenes Heim, welches bis zu Jahre 1989 mit der einen oder anderen Verbesserung die Heimat des FSV Hirzenhain darstellte.

Bei dem Genehmigungsverfahren der Weiher wurde das Vereinsheim mit zur Genehmigung eingereicht. Als man jedoch die Baugenehmigung für die Anlage an den Hammerteichen erhielt, war das Vereinsheim nicht mit genehmigt worden. Dies bemerkte man jedoch erst viel später, was zur Folge hatte, dass der Holzbau zunächst geduldet wurde.

Mit den Feierlichkeiten um das 5jährige Bestehen des Vereines 1977 wurde die neue Teichanlage offiziell eingeweiht.

 

 

Die Angler wollen Feste feiern!

 

Um auch der Bevölkerung rund um Hirzenhain ein wenig von der Geselligkeit der Hirzenhainer Angler sowie dem hervorragenden Geschmack der frisch zubereiteten Forellen näher zu bringen, wurde das Lampionfest ins Leben gerufen.

Neben der Staumauer des Nidderstausee richtete man das erste Lampionfest aus. Bis zum heutigen Tag feiert der FSV Hirzenhain jährlich sein Lampionfest, welches im kulturellen Leben der Gemeinde Hirzenhain mittlerweile seinen festen Platz gefunden hat.

Zwar feiert man heute nicht mehr auf der grünen Wiese am Stausee, doch ist die neue Anlage an den Hammerteichen ein nicht minder beliebter Ort, wenn es heißt, bei den Hirzenhainer Anglern kräftig zu feiern.

Das Angebot vom Grillgut über gebratene und geräucherte Forellen bis hin zum frisch gezapften Bier wird von der Bevölkerung bis zum heutigen Tage gerne angenommen.

 

 

Wer rastet, der rostet …..

 

…. war im nachhinein gesehen offensichtlich immer der Leitspruch des FSV Hirzenhain.

War doch gerade erst nach zwei Jahren harter Arbeit die neue Teichanlage eingeweiht worden, begann man schon 1978 neue Pläne zu schmieden.

Man hatte sich diesmal zum Ziel gesetzt, für die Anlage an den Hammerteichen eine Strom- und Trinkwasserversorgung zu errichten. Bereits 1979 konnte der erste Schluck aus der neu installierten Trinkwasserleitung genommen werden. Hierdurch wurden viele Lasten von den Mitgliedern genommen; schließlich musste zuvor jeder einzelne Tropfen Trinkwasser in Kanistern herangeschafft werden.

Die Stromversorgung gestaltete sich ein wenig schwieriger, doch auch hier konnte man im Jahr 1981 die Fertigstellung der Stromversorgung vermelden.

Erneut ein wichtiger Schritt in der Geschichte des FSV Hirzenhain, welcher nun an seinem Vereinsheim über eine komplette Strom- und Trinkwasserversorgung verfügte 

In der zeit zwischen der Herstellung der Trinkwasser- und der Stromversorgung war man jedoch nicht untätig. In diesem Zeitraum plante man die Erweiterung der Teichanlage. Vom Margaretental angefangen bis hin zum heutigen Vereinsheim sollte entlang der Bahntrasse ein neuer, großer Weiher entstehen.

Geplant mit Flachwasser-, Laich- und Vogelschutz- sowie einer Amphibienschutzzone wurde am 1. Juni 1980 eine Bauvoranfrage an das Bauamt gerichtet.

Nach langem Hin und Her wurde letztendlich der Weiher, welcher über mehr als 10.000 qm Wasserfläche verfügen sollte, zwar genehmigt;  da jedoch ein Damm zum Nidderlauf hin nach Auffassung des Amtes für Landentwicklung das Landschaftsbild verunstaltet hätte, sollte die ausgeschobene Erde komplett abgefahren werden.

Diese nicht nachvollziehbare Auflage stoppte aufgrund der dadurch entstehenden Kosten die geplante Erweiterung der Teichanlage und das Projekt musste zu den Akten gelegt werden. 

Ein großer Traum des FSV Hirzenhain war somit zunichte gemacht.

 

 

Die 80er Jahre

Erst ruhig, dann schwarz!

 

Mit dem Aus für den geplanten Weiherbau entlang der Bahntrasse beruhigte sich das Vereinsleben ein wenig. Es wurde zunächst keine weiteren Planungen über Neubauten oder ähnlichem geschmiedet. Man beschränkte sich darauf, das Vorhandene zu hegen und zu pflegen.

Vorzeitig wurde im Jahr 1981 eigenständig mit der OVAG ein Pachtvertrag für den Nidderstausee abgeschlossen. Somit wurde aus dem Unterpachtverhältnis mit der Gemeinde ein selbständiger Pachtvertrag mit der OVAG. Auch dieser Vertrag war über 10 Jahre bestimmt.

1982 feierte, man mit dem 10jährigen Bestehen des FSV Hirzenhain ein sehr gelungenes Jubiläum, was vielen der Mitglieder des Vereines noch heute in sehr schöner Erinnerung ist.

Mitte der 80er unternahm man einen erneuten Anlauf zur Genehmigung des immer noch lediglich geduldeten Vereinsheimes. Nach zähen Verhandlungen traf 1988 die Genehmigung ein, unter der Auflage, neue Sanitäreinrichtungen zur errichten.

Im Juli 1989 begann man mit den Erdarbeiten für die neuen Toiletten. Zu diesem Zeitpunkt wusste niemand, dass dieser Anbau niemals fertig gestellt werden sollte….

 

 

25. August 1989: Die schwärzeste Nacht des FSV Hirzenhain

 

Als am 25. August 1989 in den frühen Morgenstunden die Telefone bei den Mitgliedern des Vorstandes des FSV Hirzenhain läuteten, dachte noch keiner daran, was kurze Zeit später traurige Wahrheit sein sollte.

Mit dem Vereinsheim an den Hammerteichen brannte das Zuhause des FSV Hirzenhain lichterloh.

Der Holzbau war Opfer eines feigen Brandstifters geworden, welcher schon zuvor sein Unwesen in Hirzenhain trieb.

Der Feuerwehr blieb trotz sehr schnellem Eintreffen keinerlei Möglichkeit der Rettung des Vereinsheimes. Lediglich das Eingangsschild konnte von der Feuerwehr vor den Flammen gerettet werden und erinnert heute noch an das alte Zuhause des FSV Hirzenhain.

Der Verein hatte all seine materiellen als auch seine gesamten ideellen Werte verloren.

Die gesamte Tradition des Vereines, alle Erinnerungen lagen in Schutt und Asche.

 

 

Eine neue Zeit bricht an

 

Bereits am Abend des 25. August 1989 trafen sich die Mitglieder des FSV Hirzenhain. Eine bereits für diesen Termin geladene Mitgliederversammlung wurde in die Gaststätte „Stolberger Hof“ verlegt. Die Tagesordnung war zwangsläufig über den Haufen geworfen. Einziges Thema des Abends: Der Brand und seine Folgen.

Hochgekochte Emotionen und traurige Gefühle trafen unaufhaltsam aufeinander. Der Schrei nach Gerechtigkeit sowie die Hoffnung auf schnelle Ermittlung des unbekannten Brandstifters wurden laut.

Urplötzlich kam die Frag auf, was mit dem FSV Hirzenhain geschehen solle. Ist ein Fortbestehen in dieser schweren Zeit überhaupt möglich?

Mit dieser Frage änderte sich die Stimmungslage der Versammlung schlagartig. Es wurde nicht mehr über die Brandnacht diskutiert, sondern gemeinsam wurde nach Wegen für die Zukunft gesucht. „Neu gebaut muss wer’n!“ hieß es nun immer wieder.

Angesichts der finanziell fast aussichtslosen Situation schien dies ein frommer Wunsch zu sein; so recht glauben, dass man dies auch in die Tat umsetzen werde, konnte jedoch kaum einer. Schon gar nicht, als der Versammlung klar wurde, dass es keinerlei finanzielle Entschädigung für den entstandenen Schaden geben werde.

Plötzlich stand jedoch der Leitspruch der 70er Jahre wieder im Raum: Wer rastet, der rostet. Nein, man wollte nicht jammern, man wollte nicht rasten und schon gar nicht rosten. Man beschloss alles dafür zu tun, um dem Verein ein neues Vereinsheim zu errichten.

Am 13. September 1989 begann der Vorstand bereits mit der konkreten Planung des neuen Vereinsheimes und man nahm erste Kontakte zu den verschiedenen Behörden auf.

Glücklicherweise hatte der damalige Bürgermeister der Gemeinde Hirzenhain, Herr Medebach sowie der zuständige Beamte des Bauamtes in Büdingen, Herr Zimpel, bereits während eines Ortstermins am 25. August 1989 unbürokratische Hilfe und Unterstützung zugesagt, welche dem FSV Hirzenhain während der Planungs- und Bauphase auch in vollstem Maße entgegengebracht wurde.

Man begann die Überreste des verbrannten Vereinsheimes zu entfernen, was eine sehr aufwendige Arbeit werden sollte.

Mit Einbruch des Sommers 1990 waren die Genehmigungsverfahren abgeschlossen. Man begann zügig mit den Erdarbeiten für den Neubau. Die Mitglieder sowie einige freiwillige Helfer aus der Bevölkerung packten kräftig mit an, so dass die Bauarbeiten schnell voran gingen.

In dieser Zeit erhielt der Fischerei-Sport-Verein Hirzenhain von vielen Firmen sowie einigen öffentlichen Anstalten verschiedene Unterstützungen, ohne die man sicherlich den Neuaufbau nicht so zügig hätte vorantreiben können.

Stellvertretend für alle Gönner und Sponsoren sind insbesondere die Firma Kern, Nieder-Mockstadt, die OVAG Friedberg, das Ingenieurbüro Buhle Nidda, die Sparkasse Wetterau sowie die Gemeinde Hirzenhain zu nennen, welche für die Anliegen des FSV Hirzenhain immer mehr als zwei offene Ohren hatten.

Leider litt unter den Belastungen des Neubaus das Vereinsleben intern sehr stark. Die Anglerei war bis auf ganz wenige Ausnahmen fast eingestellt worden. Jede freie Minute wurde für den Neubau benötigt.

Durch die Hilfe des VfR Hirzenhain, welcher dem FSV Hirzenhain genehmigte, das Lampionfest in den Jahren 1990, 1991, und 1992 auf dem Gelände am Sportplatz auszurichten, konnte zumindest dieses traditionelle Fest der Hirzenhainer Angler ununterbrochen weitergeführt werden.

In dieser schweren Zeit erfreute sich der FSV eines sehr großen Zuspruchs seitens der Bevölkerung. Hierdurch wurden auch die drei auf dem Sportplatz ausgetragenen Lampionfeste zu schönen Veranstaltungen, deren finanzielle Einnahmen der Vereinskasse sehr gut taten.

Für diese erhaltene Unterstützung möchte sich der FSV Hirzenhain bei dem VfR sowie bei der gesamten Bevölkerung auf diesem Wege recht herzlich bedanken.

Im Jahr 1993 war es dann soweit. Zum ersten Mal konnte der FSV Hirzenhain seine Gäste des Lampionfestes wieder an den Hammerteichen begrüßen.

Voller Stolz präsentierten die Mitglieder ihr neues Vereinsheim der Bevölkerung. Zwar war dies noch nicht völlig fertig gestellt, doch erhielt der Verein von seinen Gästen für den geleisteten Wiederaufbau sehr viel Lob.

In den folgenden Jahren wurde stets an der Fertigstellung der Anlage an den Hammerteichen weitergearbeitet.

Nun war es auch wieder an der Zeit, für das Vereinsleben etwas mehr zu tun und den eigentlichen Zweck des Vereines, die Hege und Pfleg des Fischbestandes ein wenig mehr in den Vordergrund zu stellen. Durch verschiedene Maßnahmen, wie z.B. die Wahl eines Sportwartes sowie der einen oder anderen Gemeinschaftsveranstaltung konnte auch dieses Ziel verwirklicht werden 

1996 begann man, sich die ersten Gedanken über die 25-Jahr-Feier zu machen. Hierzu wurde ein Festausschuss gegründet, welchem Ingo Böck, Michael Lubtschinski, Otto Görn, Rolf Jäger, Rudolf Schermuly und ab 1997 noch Jürgen Koppe angehörten.

Im April 1997 durfte der FSV Hirzenhain im hiesigen Bürgerhaus die Jahreshauptversammlung des Verbandes Hessischer Sportfisch ausrichten. Der FSV hatte so die Gelegenheit, sich über 300 Delegierten aus ganz Hessen zu präsentieren. Für die Ausrichtung dieser Versammlung erhielt der Verein seitens des Verbandes als auch von den Versammlungsteilnehmern viel Lob, was die Mitglieder, insbesondere die Helfer an der Versammlung, sehr freute.

 



Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt

Kostenlose Homepage von rePage.de


- w -    Flirten und Bilder bewerten - Lovemission.de