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Hier möchte ich davon berichten, wie es mir mit dem Meerschweichen-Virus erging...(Achtung lang!)

Alles begann damit, dass die Nachbarn meiner damaligen Freundin Viola ihre zwei Meerschweinchen zu Gunsten einer Katze abgaben, aber keiner das süße rote Rosettenmädel aufnehmen wollte. Also zog die Kleine kurz entschlossen am 16. März 1997 bei mir ein und ab da war ich auch schon "meerifiziert" 
Aus Unwissenheit hielt ich damals die kleine Maja alleine und staunte nicht schlecht, als ein paar Wochen später plötzlich 4 kleine Minis durch den Stall flitzten. Drei der Kleinen kamen in ein neues Zuhause und nur Baby Lina blieb als Gesellschaft bei ihrer Mama Maja. Zur weiteren Gesellschaft folgte dann etwa 3 Monate später Manolito. Er war ein ganz besonderes Schweinchen, welches es liebte einem wie ein Hund zu folgen und einem auf den Schoss zu klettern. Ein wahrer Kuschelbär.
Dann zog Tiffi im November 97 aus einer Tierhandlung zu mir und war (welch Wunder) tragend, so dass knapp 2 Monate später wieder einmal ein paar süße Minis bei uns das Licht der Welt erblickten. Diese zwei Wutzen fanden schnell ein neues Zuhause und es blieb erst einmal bei meinen damaligen 4 Schweinchen.
Bei einem Besuch in einer Tierhandlung endeckte ich dann aber Gizmo. Der arme Kerl fiel mir auf, da er sich auf seltsame Art und Weise fortbewegte. Ich fragte bei der Tierhandlung nach und bekam nur die Antwort da wäre nichts weiter. Die nächsten Tage ging ich jeden Tag nach dem Kleinen gucken und konnte es schließlich nicht mehr ertragen ihn so kriechen zu sehen. Ich kaufte ihn und fuhr direkt nach dem Kauf ich mit Gizmo zum TA, der eine Versteifung der Knie feststelle und gab mir wenig Hoffnung, dass dies wieder vollständig "heilen" würde. Mit einiger Pflege und gutem Futter wurden die Knie zwar nicht wieder völlig gesund, aber Gizmo lernte äußerst flink damit zu laufen und entwickelte sich zu einem super lieben Gefährten für Tiffi, die leider auf Grund von heftigen Streitigkeiten aus der bisherigen Gruppe getrennt werden musste.
Einige Zeit lebten die 5 in zwei getrennten Käfigen nur in meinem Zimmer, bis sie dann im Sommer 98 wenigstens für die warme Jahreszeit alle zusammen in ein großes Außengehe zogen und sich dort auch alle prima vertugen. So lebten sie dann auch noch die nächsten Jahre bei mir.
Das Jahr 2000 brachte mir dann jedoch kein Glück und ich verlor innerhalb weniger Tage alle meine 5 geliebten Fellnasen durch eine unbekannte Krankheit...
Ab da hatte ich bis auf die eine oder andere Pflegeschute keine weiteren Meeris mehr in meiner Obhut bis...... März 2007.

Schon 2006 kreisten meine Gedanken immer wieder rund um Meerschweinchen, doch irgendwie konnte ich meinen Mann noch nicht so ganz davon überzeugen, dass solch kleine Fellnasen etwas ganz Tolles sind und wir doch genügen Platz haben, um wenigstens 2 Meeris bei uns aufzunehmen.
Nach langem hin und her genemigte mein Mann zwei kleine Wutzen mit der Bedingung, dass diese draußen leben sollte. Und so kam es, dass ich auf die Suche nach "meinen" Schweinchen machte.
Fündig wurde ich bei einer Familie in Willich, die für zwei junge Meeriböckchen ein neues zu Hause  suchten. Somit zogen am 19.03.07 Balu und Charly bei uns ein. 
Erst einmal lebten die Beiden bei uns im Haus, da zum einen der Stall für draußen noch nicht ganz fertig war und zum anderen die Temperaturen noch nicht warm genug waren.
Anfang April verguckte ich mich dann total in zwei kleine Mini-Wutzen, die ich auf der HP von Susanne entdeckte. Da es sich dabei um zwei Baby-Mädels handelte und ich keinen Nachwuchs produzieren wollte, ließ ich meine zwei Jungs kastrieren und wartete gespannt darauf, dass die Süßen gut zunahmen, um dann am 25.04.07 bei uns einziehen zu können. Da es inzwischen dann auch schon warm genug war, konnten die 4 Fellnasen (natürlich noch nach Geschlechtern getrennt) gleich ihr Reich im Garten beziehen.
Vollkommen dem Meeri-Virus verfallen stöberte ich durch sämtliche Schweinchenseiten im Internet und erfuhr dadurch von einer Familie in D´Dorf, die einige ihrer Meeris abgeben mussten, da es inzwischen einfach zu viele waren. Als ich mir die Bilder der Schnuten ansah, war es auch schon wieder um mich geschehen. Doch mein Mann war da ganz anderer Meinung und meinte die 4 Schweine sollte doch wohl reichen. Aber jeder von euch, der ebenso wie ich meerifiziert ist, kennt wahrscheinlich diesen hartnäckigen Drang immer mehr Schweinchen haben zu wollen ;-)
Und so kam es dann auch, dass ich ein weiteres Schweinchen von meinem Mann "genehmigt" bekam und Lottchen am 03.05.07 zu meinen beiden Mädels in den Garten zog.
Nachdem meine zwei Herren ihre Kastrationsfrist abgesessen hatten, konnte ich endlich die zwei Gruppen miteinander vergesellschaften, damit nun alle zusammen den kompletten Stall mit dem Gehege zur Verfügung hatten.
Etwa 2 Monate leben meine 5 Schnuten in dieser Konstellation zufrieden und ruhig, bis Balu sich wohl plötzlich in den Kopf gesetzt hatte, dass er lieber die 3 Mädels für sich alleine haben wolle und somit sein Bruder Charly zum Rivalen wurde. Lange überlegte ich hin und her, was ich nun tun sollte und entschied schließlich die Gruppe zu unterteilen, da Charly immer wieder von Balu heftig angegriffen wurde und nicht mehr zur Ruhe kam. Charly zog daraufhin mit Lottchen und Fee in die eine Hälfte des Gegehes und Balu mit Lilli in die andere.
Doch Balu war immer noch nicht zufrieden und klapperte seinen Bruder auch durch die Absperrung immer noch heftigst an, sobald er Charly auch nur hörte. Er versuchte sogar mit allen Mitteln die Absperrung zu überwinden, um seinen Rivalen entgültig zu vertreiben. Charly machte das alles ziemlich zu schaffen und mein sonst zutraulichstes Schweinchen traute sich kaum noch aus dem Stall :-( Ab diesem Zeitpunkt hielt ich es für sinnvoller für einen von Beiden ein neues zu Hause zu suchen und wurde durch einen glücklichen Zufall auch sehr schnell fündig. Ilona suchte für ihre Notmädelgruppe einen Kastraten, der die Weiber mal unter sein Kommando nahm und so trennte ich mich schweren Herzens von Balu, der nun ein glücklicher Haremswächter in Mönchengladbach ist.
Somit waren es also nur noch 4 Meerschweicnhen...
Lilli zog nach Balus Auszug wieder zu den anderen 3 Fellnasen, doch so ganz wurde sie nicht mehr von den anderen akzeptiert. Sie saß immer alleine und wurde noch stiller, als soe sowieso schon war. Ich überlegte, wie ich die beiden "Lager" wohl wieder vereinen könnte und beschloss den Versuch mit einem weiteren Meeri zu versuchen. Dieses weitere Meeri fand ich bei Esther, die in Viersen eine private Notschweinchenvermittlung hat. Schnell waren alle Einzelheiten geklärt und schon kurz darauf zog Luna zu uns. Sie wirbelte mit ihrem Temperament die gesamte Gruppe ordentlich auf und schaffte es tatsächlich, dass plötzlich alle Schnweinchen wieder zusammen saßen und sich bestens vertrugen. Ich war einfach nur happy!
Bis zur Weihnachtszeit konnte ich meinen Meeri-Virus gut unter Kontrolle halten, doch als ich nach Weihnachten überall so viele Fellnasen sah, die ein neues zu Hause suchten, brach mir das Herz und ich bettelte meinen Mann regelrecht an, doch noch ein weiteres Schweinchen zu akzeptieren zumal der Platz im Stall ja auch vorhanden sei. Nach einigen Tagen bekam ich dann die Zusage und entschied mich für ein kleines Schweinemädchen aus einer Kölner Notstation. Anfangs machte mir das Gewicht der Kleinen zwar etwas Sorgen, doch nach zwei Wochen war das kein Problem mehr und da Amy bereits Außenhaltung gewöhnt war, konnte sie somit auch zu dieser Jahreszeit ohne weitere Probleme am 10.01.08 zu meinen anderen Schnuten ziehen. So waren aus meinen anfänglich 2 Meerschweinchen inzwischen 6 geworden.
Jetzt wo mein Virus wieder erneut in Flammen stand, stöberte ich mal wieder durch sämtliche Internetseiten und stieß -wie sollte es auch anders sein- auf eine Anzeige, wo ein super süßer Schweinebock ein neues Heim suchte. Ich widerstand meinem Drang einige Tage lang, aber konnte den Anblick des "Piratenschweinchens" einfach nicht vergessen. Mein Verstand sagte mir immer wieder, ein zweiter Bock würde wieder nur die gleichen Probleme wie damals mit Balu bringen, doch mein Herz war einfach nicht mehr zu bändigen. Zumal sich unsere Stallsituation auch in so fern ja geändert hatte, dass es auch möglich wäre zwei Gruppen getrennt zu halten. Also holte ich mir das Okay von meinem Mann und schon am 22.02.08 zog Pirat zu uns und bewohnte erst einmal die oberste Etage unseres dreistöckigen Stalles allein.
Als ich am Tag darauf mal wieder meinen Heuvorrat auffüllen ging, entdeckte ich ein kleines Meeris zwischen einigen Kaninchen. Das Kleine hatte ein paar "Macken" im Fell und schien sich in Gesellschaft der Langohren nicht wirklich wohl zu fühlen. Wider meiner Einstellung keine Tiere mehr im Geschäft zu kaufen, nahm ich Jessy mit und vergesellschaftete sie mit Snoopy. Nun war keiner mehr allein und mein "Virus" beruhigte sich wieder.
Drei Wochen lang war alles prima. Meine große Gruppe machte keinerlei Probleme und auch meine zwei "Neuen" machten einen zufriedenen Eindruck. Bis zum Morgen des 13.März...
Ich ging wie jeden Morgen nach draußen, um bei meinen Fellnasen nach dem Rechten zu schauen, als ich Jessy vor ihrem Häuschen liegen sah und sie keinerlei Anstallten machte aufzustehen. Sofort gingen bei mir sämtliche Alarmglocken los und ich machte alles mobil um so schnell wie möglich zum TA zu kommen. Zwei verschiedene TÄ haben alles getan, was sie konnten und auch ich habe so gut ich konnte um Jessy gekämpft...
Doch leider starb die kleine Maus noch in der folgenden Nacht in meinen Armen
Ich vergesellschaftete daraufhin meine 7 Meeris zu einer großen Gruppe und hoffe nun darauf, dass mir nicht noch einmal das Pech widerfährt und sich meine zwei Herren in die Wolle kriegen. Bisher scheint es ganz gut zu klappen, auch wenn die beiden Jungs natürlich noch keine dicken Freunde sind.
Einige Tag nachdem die kleine Jessy von uns gegangen war, stoplerte ich über ein Bild von einer jungen Meerifamilie. Da ich schon immer ein besonderer Fan von Agoutischweinchen war, schmolz mein Herz sofort beim Anblick der Agoutimama und dem Agoutimädchen. Obwohl ich keinen Ersatz für Jessy wollte, nahm ich dennoch Kontakt zu Dani auf und fragte nach den Beiden. Ich wollte auf jeden Fall direkt zwei aus der Familie aufnehmen, da diese noch nicht nach draußen sollten und ich auch nicht unbedingt eines meiner Gartenzwerge zur Gesellschaft hereinholen wollte (wegen der Umgewöhnung kalt -> warm). Als Dani und ihre Freundin sich dann vor Ort davon überzeugten, dass die Zwei es bei mir gut haben würden, erwähnten sie nebenbei, dass das zweite Babymädel, ein niedliches Schimmelchen, noch kein zu Hause gefunden hätte. Tja, was soll ich sagen... Bereits einen Tag später sagte ich zu, auch das zweite Babymädchen bei mir aufzunehmen und somit meine Truppe auf insgesamt 10 Schweinchen zu erweitern.
Am 26.03.08 zogen somit also Mama Mia, Agoutibaby Ronja und das Schimmelchen Lexi in unser Wohnzimmer. Die drei bleiben solange drinnen, bis das Wetter wärmer geworden ist und sich Mia von der schlechten Haltung der ursprünglichen Besitzer und vor allem der viel zu frühen Schwangerschaft erholt hat. Aber dann werden alle 10 Schnuten zusammen ziehen und hoffentlich lange Zeit friedlich zusammen in ihrem Gartenreich leben 

Am 24.04.08 war es endlich soweit und unsere drei Wohnzimmer-Schweine konnten nach draußen ziehen. Allerdings sitzen sie vorerst noch getrennt von den anderen 7, da ich leider feststellen musste, dass Mia erneut tragend ist und ich ihr den Stress einer Vergesellschaftung so kurz vor der Geburt nicht mehr antun wollte. Wenn alles gut geht, werden die Babys in etwa 2 Wochen zur Welt kommen. Drückt uns die Daumen, dass Mia das Ganze gut packt!

Heute am 07.05.08 um ca. 19:45 Uhr hat meine süße Mia 4 kleine Babys zur Welt gebracht!! *freu~freu~freu*
Alle sind gesund und munter!



Fortsetzung folgt...  ab sofort immer unter Aktuelles


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