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© URHEBERRECHT

Gedanken

 

 

Wenn ich am heutigen Weihnachtstag...

 

25. Dezember 2009

 

Wenn ich am heutigen Weihnachtstag zum Fenster hinaus schaue und sehe wie der Himmel weint, dann ist das für mich ein Zeichen, dass die Natur schmerzen verspürt. Wenn ich mich dann in der Welt umschaue, fröstelt es mich ob der Lügen und Ungerechtigkeiten. Alle reden von Frieden und Wohlergehen, versinken für Momente dem Konsumrausch und bemerken die vielen Menschen rund  um sie nicht, die in Elend und Kriegen leben müssen, die täglich Leid und Schmerzen aushalten müssen.

 

Der Mensch braucht doch nur einwenig Liebe und eine wärmende Hand. So können wir Hand in Hand uns gegenseitig Trost und Leben spenden und dazu ein wenig Liebe...

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Diese Buddhafigur wurde von mir hergestellt

Gipsabguss / Blattvergoldet / Mondstein in Silber gefasst / Pigmentfarben / Lehmpatinierung 

Zeit und Leben

 

24. Dezember 2004

 

 Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Moment zu geniessen, denn er wird nicht wiederkommen. Was wir hinterlassen, ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben. " Jean-Luc Picard.

 

Und wie Recht er hat ! Alles Anhäufen von Geld und Luxus nützt uns letztendlich nichts, auch nicht die  beruflich und privat erreichten Ziele und vollbrachten Leistungen, wenn wir nicht gelebt haben. Wenn wir uns nicht die notwendige Zeit nehmen, um dem Leben einen Sinn und Geist zu geben, das zu leben, zu geniessen und auszukosten, was wir in uns haben und auch weitergeben können, nämlich Liebe, Freude, Glaube und Heimat. Es ist schon fast unglaublich, wie wir Menschen versuchen einem Ideal nachzueifern, dessen wir eigentlich gar nicht Notwendig haben, und verlernen dadurch, richtig zu Leben und unsere kostbare Zeit richtig einzuteilen.

 

Und nun wird mir dieses Zitat zusammen mit Neujahrswünschen vor den Festtagen von einem lieben Bekanten zugeschickt. Ausgerechnet in einer Zeit, wo jeder einem unwichtigen Geschenk oder Fressereien nach rennt und suchend umherirrt. Und dies zu einer Zeit, in der innere Einkehr und Besinnung zu durchleben ein wichtiger Bestandteil im Leben wären. Dies zeigt eben, wie Recht voriges Zitat hat. Es scheint mir völlig falsch, ja sogar absurd und widerlich, Konsumrausch mit dem geniessen von Leben zu verwechseln.

 

Was heisst denn eigentlich Leben, was heisst, Momente geniessen?

 

Viel Geld zu verdienen oder zu ergaunern, Luxus anzuhäufen, zu konsumieren, jeden " Mist " kaufen, der angeboten wird, jedem " Trend " nachrennen, der angepriesen wird oder etwa den " Kick " suchen, möglichst weit herumreisen und dergleichen ? ! Ich meine, dass das nicht Leben ist, sondern lediglich ein Tanz ums " goldene Kalb ", der den Menschen in eine Art  Trancezustand versetzt abhängig macht und blendet. Das Resultat ist letztendlich Unzufriedenheit, Lieblosigkeit, und wenn eine gewisse Sättigung erreicht ist, kommen Frust und Hass auf. Schließlich endet das ganze in suchtartigem Alkohol - und Drogenkonsum, in Depressionen und letztendlich in  Zerstörung , Gewalt, Verbrechen, Streit und Krieg. Und das soll Leben bedeuten und Momente geniessen? Ich glaube, dass dies der falsche Weg ist, dies wurde auch schon genügend unter Beweis gestellt. Natürlich können wir nicht nur Leben und Geniessen, sondern wir haben auch Aufgaben zu erfüllen, Arbeiten zu verrichten, aber selbst dies kann gelebt und genossen werden, einem Freude und Erfüllung bringen. Auch wenn dies nicht mehr dem entspricht, was wahrscheinlich einmal ursprünglich damit gemeint war, nämlich im Einklang mit der Natur leben und entsprechende Arbeiten und Handlungen ausführen, die uns eine Existenz garantieren und unseren Bedürfnissen, nämlich leben und überleben, entsprechen, aber nicht mehr.

 

Damit wir in der heutigen Zeit und Gesellschaft existieren und leben können, müssen wir also arbeiten, arbeiten können. Aber all diejenigen, die arbeiten wollen, dürfen nicht, denn Arbeitsplätze müssen eingespart werden, denn nur so können langfristig Arbeitsplätze erhalten bleiben..... ist plausibel und logisch, oder nicht?

 

All jene, und das sind nicht wenige, die nicht arbeiten wollen, werden von  unserem ach so sozial eingestellten Institutionen mit Geld versorgt. Somit können auch diese dem Konsumrausch frönen...... ist doch genial gelöst, denn so wird wieder irgendwo ein Geschäft gemacht!

 

Und nun wieder zu denen, die arbeiten wollen und die noch können.

Die einen arbeiten in der Landwirtschaft um die für uns und alle anderen Lebewesen Nahrung zu produzieren. Die einen auf natürliche Art und Weise, die anderen mit Gift und Chemie um so dann später die Überproduktionen durch vernichten wieder auszugleichen.

 

Andere arbeiten auf dem Bau, da werden Strassen und Häuser gebaut auf denen wir herumfahren und in denen wir arbeiten und wohnen können. Ob notwendig oder nicht spielt keine Rolle, Hauptsache ist, dass wertvoller Lebensraum und Natur zerstört wird.

 

Wieder andere arbeiten in der Fabrik, in der alles Sinnvolle und anderen Unsinn fabriziert wird, der dann als Sondermüll entsorgt oder einfach weggeworfen wird.

 

Und wieder andere arbeiten in der chemischen Industrie. Hier werden Gifte und Medikamente fabriziert. Letzteres brauchen wir, um all die Krankheiten an Körper, Geist und Seele zu heilen, die durch all das vor erwähnte entstanden sind.

 

Da gibt’s aber auch noch die Bürolisten und die Politiker, die all diesen Unsinn zum Wohle der Menschheit und Gesellschaft aushecken.

 

Nun braucht es aber auch noch Versicherungen als Arbeitsplatz,  zum Schutze all dieser sinnigen und unsinnigen Produktionen. Und auch in Banken wird fleissig gearbeitet um das ehrlich verdiente aber auch das dem braven Volk abgenommene Geld zu verwalten und vom Armen zum Reichen umzuschichten.

 

Weit haben wir's gebracht! und was ziehen wir für Schlüsse aus all dem ? Wir müssen wieder lernen richtig zu Leben! Leben heisst: atmen, fühlen, für einander da sein. Aber Leben heisst auch Verantwortung übernehmen gegenüber allen Lebewesen, der Natur, und gegenüber sich selbst. Wir müssen Sorge tragen für all das, was uns die Schöpfung bietet. Es wurde schon viel zu viel unwiederbringlich zerstört.

 

Nur im Einklang mit der Natur ist Leben möglich! Ohne sauberes Wasser, saubere Luft und saubere Erde können wir nicht leben! Die Zeit rennt uns in dieser Beziehung davon und die Menschheit muss sehr schnell sehr viel wieder gutmachen, wenn wir überleben wollen.

 

Beginnen wir also mit Leben !

 

Wir müssen jeden Moment im Leben geniessen und alles mit unseren Sinnen aufnehmen, denn morgen gibt es diesen Moment für uns nicht mehr. Dabei ist nicht Luxus und Wohlstand, nicht Konsum und Feiern gemeint, sondern das, was uns das Leben, die Mitmenschen und die Natur geben können, nämlich:

 

Luft und Wasser zum atmen und Überleben! Liebe und Wärme zum wohl fühlen! Zufriedenheit und Geborgenheit um zu bestehen !

 

© bei Hans-Peter Zürcher

 

Glück

18. Januar 2005

Von Dalai Lama habe ich einmal folgendes Zitat gelesen: " Wenn wir unser Handeln auf die unmittelbare Befriedigung unserer Bedürfnisse ausrichten, ohne die Interessen anderer zu berücksichtigen, berauben wir uns der Möglichkeit, dauerhaftes Glück zu erfahren ". Dies, so scheint mir, ist erst das Fundament zum Erlangen von dauerhaftem Glück. Es bedarf aber weiterer Bausteine, um eben durch Glücksgefühle und Glücksempfindungen zum höchsten und dauerhaften Glück zu gelangen.

Glück und Glücksgefühl sind Werte, die in unserem Leben einen sehr hohen Stellenwert haben. Ich bin sogar der Überzeugung, es ist etwas vom wichtigsten für alle Lebwesen. Denn nur wer glücklich ist, kann ein positives Lebensgefühl vermitteln, das somit zu Geborgenheit und auch letztendlich zu Frieden führen kann, für sich selbst, unsere Freunde wie auch für alle Mitmenschen.

Glücksempfindung kann man auf verschiedenste Art und Weise erlangen, ebenso wie es auch ganz verschiedene Arten von Glücksgefühl gibt, nämlich positive und negative.

Positiv Glücksempfindung entsteht durch Glaube, Liebe und Zuversicht. Dies sind alles Werte, die in uns vorhanden sind, wir brauchen sie nur zu aktivieren. Sei es durch gute Gespräche, Meditation, Yoga oder Thai Chi, durch Spaziergänge in der Natur, durch gute Musik oder gute Literatur.

Fehlen uns diese Werte, weil wir vielleicht eine Krankheit haben, oder wir können sie nicht aktivieren weil uns die Kraft dazu fehlt oder keine Freunde da sind, die sie uns übermitteln und helfen uns aufzubauen, dann laufen wir Gefahr, uns mit negativen Glücksempfindungen einzudecken.

Negative Glücksempfindungen entstehen zum Beispiel durch Konsum von Suchtmittel wie Alkohol und Drogen oder durch Missbrauch von Medikamenten, durch übermäßiges in sich hineinstopfen von Lebensmittel ( Fresssucht ), oder durch Kaufsucht. Man muss aber bedenken, dass diese Glücksgefühle in der Regel nur kurze Zeit anhalten und bedürfen ständigem Nachschub. Dies führt zu Abhängigkeit, wird eben zur Sucht, und dann letztendlich zu körperlichem und geistigem Zerfall.

Um dies zu verhindern benötigen wir dringend gute Freundschaften, die sich gegenseitig stützen und schützen. Denn nur eine wahre Freundschaft ist Heimat, und bedeutet Geborgenheit, Wohlfühlen, Sicherheit und Glaube. Eine innige Freundschaft bedeutet aber noch viel, viel mehr, nämlich Mensch sein, für einander in guten wie in schlechten Zeiten da sein, Trost spenden, Kraft geben, sowie Liebe und Vertrauen schenken. Und dies führt letztendlich zum großen Glück, dem wahren Glück, das jedes Lebwesen zum existieren benötigt !!

© Hans-Peter Zürcher
 
 
 


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