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Lyrik

 

Wolken

 

Wolkenschiffchen weiß und leise

ziehen am Himmel sanft dahin

verändern auf wunderliche Weise

ihre Form und auch ihren Sinn

 

Einmal sind sie groß und kräftig

gleichen einer Flotte wie zu Hauff

dann wieder klein und schmächtig

und lösen sich dann plötzlich auf

 

Wolkentürme groß und mächtig

entladen sich mit Sturm und Regen

danach die Sonne scheint so prächtig

als wäre nichts gewesen außer eben

 

Blauer Himmel und Wölkchen fein

die träg und langsam ziehen dahin

wie Schiffchen auf dem Meer so klein

und verändern ihre Form und Sinn

 

So ändern bei den Menschen auch

im laufe ihrer kurzen Lebenszeit

Art und Weise ständig wie ein Hauch

nur ihr Charakter der ist und bleibt

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Ein Kind

 

In dunkler frostiger Winternacht

Nur ein wärmend Lichtlein brennt

Leiser Schnee der einsam macht

Eine Welt die niemand kennt

 

In weiter Ferne weint ein Kind

Voller Wehmut heftig Schmerz

Traurige Lieder im eisigen Wind

Verletzt ein kleines Kinderherz

 

Keiner will es hören oder sehen

Was für Menschen das nur sind

Schauen weg und lassen’s stehen

Es ist ja nur ein weinend’ Kind

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Herbstnacht

  

Sterne funkeln hell und leise

Kann hören ihren Klang

Singen ganz leise eine Weise

Ein sanfter Sphärengesang

 

Verwoben mit dem Mondeslicht

Kann fühlen seinen Hauch

Lieder voller Hoffnung schlicht

Kommt in mir Sehnsucht auf

 

Sterne funkeln hell und leise

Kann hören ihren Klang

Singen von Liebe eine Weise

Ein zarter Herzensgesang

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Herbst

  

Wie ein gülden Blatt im Herbst

So komm ich mir nun vor

Aufgeblüht in schönsten Farben

 

Lass von der Sonne mich erwärmen

Zart mich berühren

Von ihrem lieblich milden Strahl

 

Lausch der Musik der Unendlichkeit

Ihrer sanften Liebesmelodien

Die mich in wohligem Takte wiegen

 

Beweg mich sacht im lauen Winde

Beschwingt und unbeschwert

Harre geduldig auf das was da komme

 

Ein Herbst mit klarem blauem Himmel

Ab und an eine Wolkenbank

Gegen Abend dann zieh’n Nebel auf

 

An dessen Feuchte ich mich labe

Mich erfrische köstlich fein

Auf dass ich noch lange lebe

 

Verblasst und müde dann im Winter

Voller Glück und Seeligkeit

Werd ich losgelöst von einer frostig Bise

 

Gleite sanft in Mutters Erdenschoss

Kehr zurück von wo ich kam

Und träume vom ewig süssen Leben

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Erster Frost

 

Leise schleicht er dem Nebel hinterher

Das kalte Wesen der Frost

Durch der Bäume Geäste kahl und leer

 

Er umklammert fest was ihm begegnet

Mit seinem eisig Hauch

Die zarten Blümchen die vom Tau beregnet

 

Festen Fußes tritt er durch Wald und Flur

Mit frostig festen Schuhen

Mit seiner eisigen Saat hinterlässt er eine Spur

 

Wenn dann die Sonne in den Tag erwacht

Zieht er sich geschwind zurück

Glitzern tausend Kristalle in eisiger Pracht

 

Wenn es dann dämmert leis hin zur Nacht

Auch wenn es am Tag noch mild

Schleicht er wieder dem Nebel nach sacht

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Sphärenwinde

 

Wie Vögel ziehen sie leise

Über Bergesflanken steil

Leicht wie meine Gedanken

Die Sphärenwinde schnell

 

Im Schlepp ein dünner Schal

Aus Nebelchen fad und grau

Die auf und nieder gleiten

Gleich sanftem Wellengang

 

Dann lichten sie sich schnell

Durch milden Sonnenstrahl

Der sie sanft durchdringt

Der Lüfte heimlich Kind

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Oktobermond

 

Der volle Mond am Firmament

Mit seinem kühlen Lichte

Scheint durch die milde Nacht

 

Vertreibt so die lieblich Herbstesmilde

Als ob er den Winter necken möcht

Der verschlafen im hohen Norden haust

 

Sterne wiegen glitzernd durch die Nacht

Zu einer Melodie so fein und weise

Bis ein neuer Herbsttag dann erwacht

 

Erst kühl mit sanftem Morgenrot

Der Mond sich mit dem Tag vermischt

Und die Kühle dann der Milde weicht

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Es herbstet

 

Ein Käuzchen ruft in die Dunkelheit

Feuchte Nebel umschlingen die Bäume

Der Wind singt sein Lied der Zeit

Es herbstet bunt an Waldessäume

 

Ein kühler Biswind lässt sie fliegen

Des Herbstes Früchte fein und viel

Und wenn sie dann unten liegen

Lächeln sie über ihr erreichtes Ziel

 

Zusammen in buntem Blätterreigen

 Fallen sie um die Wette schnell

Jeder möchte sich als erster zeigen

Wenn es am Morgen taget hell

 

Es sind des Baumes Nüsse gross

Die feinen Kastanien flach und braun

Die nun liegen in Mutters Erdenschoss

Reizend und verführerisch anzuschaun

 

Auch bei mir ist er nun angekommen

Ein wunderbarer Herbst so mild

Bin manches mal ganz arg benommen

Von all dem schönen Farbenbild

 

Wie Frühling kommt’s mir ab und an

Des Herbstes Farben so zart so viel

Erfreue mich der milden Liebe dann

Noch weit weg ist mein End mein Ziel

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Trauer

Stille fließt aus tröstenden Worten

Und entzünden ein wärmendes Licht,

Das dem Ganzen einen Sinn gibt.

 

Leere die sich Trauer nennt

Wird mit Leben erfüllt.

 

Diese verwandelt sich aber bald,

Eben durch dieses wärmende Licht,

In Zuversicht und Leben.

 

Ein Leben, das seine Mitte findet,

Um  sich dann in Dankbarkeit

Durch Meditation in Stille verwandelt.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

In lauer Nacht

 

In der Milde einer lauen Nacht

Sterne glitzern und funkeln

Der Mond ganz leise lacht

 

Geht meine Liebe auf Reisen

Durch Wälder und durch Hain

Singt wunderliche Weisen

 

Aus tiefstem Herzen sie geboren

Schweben sie leise nun zu dir

Lieder die für dich nur auserkoren

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Königin der Nacht

  

Golden leuchtet der Abendhimmel

Wie dein lächeln das du ihm schenkst

So zart als wären’s  tausend Küsse

Wie güldener Honig so süss und fein

 

Eine Blume hat ihre Knospe geöffnet

Gleich einer Königin der Nacht

Erstrahlt in wundervollster Blüte

Verströmt ihren würzig lieblich Duft

 

Vollendet lässt sie Musik erklingen

Eine Liebesmelodie so lyrisch zart

Mond und Abendstern erahnen

Wer wohl dein liebster Jüngling ist

 

Ein wahrer Traum so wunderbar

Hält wohl immerfort und ewig an

Nicht wie die Königin der Nacht

Die anderntags ihren Glanz verliert

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Herbstlied

 

Rot und golden die Wälder erblüh’n

Die Wiesen werden fahl und matt

Der Klang weicht nun dem Duft

 

Morgentau und leiser Duft von Feuchte

Verweben sich zu Herbstgedanken

 

Müde bettet sich im Nebel

Die Natur nun über Nacht

 

Werden war gestern

Sein ist nun vorbei

Vergehen ist heute

 

Milde Tage folgen dann

Mit sanftem weichem Licht

 

Was gestern war ist heut und morgen

Die Blätter schweben wie Gedanken

Licht wird sanft im seichten Wind

 

Gedanken ans Frühlingserwachen

von Sommerliebe schön und fein

 

Vergehen war gestern

Sein noch nicht vergangen

Werden wird kommen

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Über den Berg

 

Über den Bergen weht ein kalter Wind

 Von weit oben kommen Mutter und Kind

Mit mächtigen Schritten aber ohne Hast

Auf den Rücken ein Bündel schwere Last

 

Winter in den Bergen Herbst noch im Tal

Sie mussten ziehen hatten keine andere Wahl

Herbstlich verfärbt sind Wiesen und Laub

Noch milde Luft im Tale verwirbelt den Staub

 

Leis erklingen Abendglocken aus weiter Ferne

Am Firmament leuchten Mond und erste Sterne

 Der Sturm hat sich gelegt und auch der Wind

Glücklich aber müde sind Mutter und Kind

 

Von der Last befreit im sanften Kerzenschein

Das Kindchen schläft bald still und ruhig ein

Derweil betrachtet Mütterchen sein Gesicht

In ihr kommt Hoffnung auf und Zuversicht

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Leise Töne

 

Leise Töne erzeugen Schwingungen

Verweben sich mit meiner Seele

Und lassen sie schweben

 

Wie ein Hauch von nichts

Berühren sie mein Herz

Verwandeln sich in Gefühle

 

Gleich zarter Perlen glitzernd schön

Rinnen sie über mein Gesicht

Die leisen Töne so zart und fein

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Einkehr

 

Einkehr und zu sich selber finden

Ruhe suchen unter alten Linden

 

Sind doch gar schöne Dinge

Auf dass Herz und Seele singe

 

Stille finden im Blumengarten

Steine gross und weise warten

 

Herbstgedanken fein berühren

Meditieren und sein Ich erfühlen

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Augenleuchten

 

Das Leuchten in deinen Augen

Der Glanz und das Feuer

Lassen erahnen

Wie gross deine Liebe ist

 

Zart in feinen Farben schillernd

Leuchtend gross und hell

Lassen erfreuen

Mein Herz und mein Seel

 

Einem Regenbogen gleich

Verbunden von Pol zu Pol

Lässt erhalten

Unsere Liebe auf ewige Zeit

 

Eine Liebe so zart und fein

Wie eine Seifenblase

Lässt schweben

Uns in die weite Unendlichkeit

 

 © Hans-Peter Zürcher

 

Schmetterling

 

Als zarter Hauch von Poesie

Schwebt der Sommervogel

Von Blume zu Blume in Elegie

 

Zu kurz ist seine Lebenszeit

Vollführt Ballerinatänze

Alleine oder auch zu zweit

 

Bunter Blütenglanz wie Wein

Lockt mit ihrer üppig Süsse

Zum Verführen um zu Sein

 

 © Hans-Peter Zürcher

  

Sein

  

Einen zarten Hauch von inniger Liebe

Verströmt er mit seinem Licht

Der Mond am dunklen Firmament

 

Ein Sternenmeer begleitet ihn

Singt sinnliche Liebeslieder

In die Unendlichkeit des Sein

 

Als wär’s ein lieblich feiner Wink

Des Mondes Lichterschein

Den lächelnd er uns entgegen bringt

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Weinen

  

Wenn Herz und Seele weinen

Entsteht selbst in der Wüste

Aus der heissen Tränen Fluss

Leben und auch ein Blümchen

 

Denn aus Hoffnung und Liebe

Wird neues Leben entstehen

Bald erblüht die ganze Wüste

So hat auch Weinen seinen Sinn

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Blütenschein

 

Milde Blütenpracht, vereint mit viel Liebe im Herzen

Zaubern einen milden Schein

Leuchtend sanft und hell, wie zwei weiße grosse Kerzen

 

Kein noch so starkes Flackern und auch kein Windeshauch

Mögen löschen dieses sanfte Licht

Es erstrahlt aus tiefstem Grunde, süss wie geweihter Rauch

 

Es schwebt durchs weite blaue Firmament ein feiner Duft

Als wär’s ein lieblich Blütenschein

Ein jubilierend heller Engelsgesang, der nach Frühling ruft

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Leises Lied des Nebels

  

Wenn zarte Nebel Dein Gesicht umspielen

Dein Haar die Feuchtigkeit aufnimmt

Es perlend über Dein Gesicht sich bahnt

Schweben meine Gedanken hinaus geschwind

 

Wie der Sternenhimmel in klarer Nacht

Umspülen sie den Mond so schön und hell

Hauchen zart des Herzens Worte leise

Meine Gedanken schwebend weit hinaus

 

Über Blumenwiesen wie Blütentau so hell

Glänzt des Nebels Weise tränengleich

Deine Augen Sternen gleich sich spiegeln

Gedanken mein die schweben durch das Licht

 

Wie Schleier legt er sich ganz sanft und leise

Einem Seidenschal gleich über’s Herz

Lässt es im Takt der Melodie verzaubern

Die Gedanken des Nebels leisem Lied

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Ein Morgen im Frühling

 

Am frühen Morgen wenn sacht der Tag erwacht

Leise und zart die Vögel singen

Beginnt manches neue Leben nach so langer Nacht

 

Da und dort ein klein Blümelein verschämt ganz fein

Ein kalter Biswind lässt es erzittern

Guckt durch welke Blätter was kann denn das nur sein

 

Ein gar heller Fleck sonst nur dunkles Firmament

Der Mond ist es mit kaltem Lichte

Am fernen Horizont ein Silberstreifen rötlich brennt

 

Die Sonne steigt mit rotem Lichterglanz  nun schnell

Auf den Matten schimmert letzter Frost

Ein Käuzchen ruft von Aste im nu wird es mild und hell

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Durchblick

 

Aus dem Dunkeln in die Ferne

Schweift mein traurig Blick

 

Mein Glaube und die Liebe

Tragen meine Gedanken mit

 

Wie ein kleiner Vogel schnell

Sollen sie schweben leis dahin

 

Auf dass sie empfangen werden

Tief in meiner liebsten Herz

 

Ein sanftes Lächeln ihr entlockend

Mit einer Träne zart und leis

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Frühlingserwachen

 

Ein schöner Frühlingstag, lau und mild

Überall spriessen Blumen ein prächtig Bild

 

Dunkle Wolken ziehen auf am Firmament

Blitze zucken als ob der Himmel brennt

 

Sturm und Regen durch die ganze Nacht

Rütteln und peitschen zerstören die Pracht

 

Was einst glänzte und strahlte so wunderbar

Liegt nun danieder ist nichts mehr wies war

 

Äste gebrochen und ganze Bäume geknickt

Ein Bild der Zerstörung wohin man nur blickt

 

In all diesem Chaos ganz zart und fein

Steht ganz unversehrt ein rosa Blümelein

 

Hört hört ein gar lieblicher Vogelgesang

Das Leben geht weiter nimmt seinen Gang

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

En letschte Schnee

 

S’ischt nomme so dunkel am Morge früe

Ond d’Vögeli fpiffed leesli

Die erschte Blüemli strecked schüüch

Erni Chöpfli os der Erde

 

Doch dunkli Wolcke schwär ond grau

Züched öbers stilli Land

Ond grossi Flocke falled lees und dicht

Decked zu de Wald ond’s Feld

 

S’schneit als wär’s no tüüfschte Wenter

 No nünt vo Früelig i de Loft

No s’gschäftig Triibe vo de Vögel ischt

E Zäche vom nöche Lenz

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Ein letzter Schnee

 

Es ist nicht mehr dunkel am Morgen

Und die Vögelein singen leis

Die ersten Blümchen strecken scheu

Ihre Köpfchen aus der Erde

 

Doch dunkle Wolken schwer und grau

Ziehen übers stille Land

Und grosse Flocken fallen leis und dicht

Decken zu nun Wald und Feld

 

Es schneit als wär’s noch tiefster Winter

Noch nichts von Frühling in der Lüft

Nur das geschäftig Treiben der Vögel ist

Ein Zeichen vom nahenden Lenz

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Erste Blümchen

  

Sanft flöten sie und leise

In den frühen dunklen Tag

Die Vögel ihre Morgenweise

 

 Weiss der Boden hart und dicht

Doch da und dort ein Blümchen

Strebt zögernd nun ins Tageslicht

 

Zartes Grün mit weißer Knospe

Der Schneeglöckchen Kelch so fein

Widerstanden dem kalten Froste

 

   Ein Windeshauch lässt sie erklingen

Die Glöckchen von der Sonne nun erwärmt

Eine Melodie vom Frühling sie singen

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Werden - Sein - Vergehen

  

Ein immerwährender Kreislauf,

den wir nicht beeinflussen dürfen.

Was wir sehr wohl beeinflussen müssen

 ist, vor unseren Mitmenschen Respekt

und Anstand zu wahren.

 

Jeder Mensch und jedes Lebewesen,

ob gross oder klein, ob stark oder schwach,

ist etwas Grossartiges, das die Natur

erschaffen hat,  um mit ihr

im Einklang zu leben.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Klänge des Winters

 

Ist es nicht faszinierend, dem krachenden und ächzenden Eis

vom gefrorenen See zu lauschen,

wenn milder Sonnenschein ihm Spannung verleiht?

 

Ist es nicht schön, dem Flügelschlag des Reihers zu lauschen,

wenn er sich in die Lüfte erhebt?

 

Ist es nicht ein feiner Klang, wenn Schnee vom hohen Aste in die Stille fällt?

 

Ist es nicht ein leises Lied der Hoffnung, das gurgelnd uns das Bächlein singt?

 

Die Klänge des Winters, leicht schwebend und dumpf, zart und leise,

um die Natur ja nicht aus ihrem Winterschlaf zu wecken!

 

...eine stille Melodie des Winters...

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Wintersonne

 

Wenn die milde Wintersonne

Der kalten Nacht dann weicht

 

Und ihr roter Feuerball

Im fernen Horizont versinkt

 

Glitzert schon der Abendstern

Am rot schimmernden Firmament

 

Lädt ein zur Stille und Einkehr

Zu Gedanken zur kommenden Nacht

 

Gedanken die sich verschmelzen

Mit Erinnerung und Hoffnung

 

Wenn der kühle Wintermond

Dem milden Tag dann weicht

 

Und ihr güldener Feuerball

Durch die Morgennebel lenkt

 

Dann erfüllt sich die Hoffnung

Dass das Leben weitergeht

 

Weitergeht im ewigen Kreislauf

Von Werden – Sein – Vergehen

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Licht und Schatten

 

Aus dem Nebel geboren

Erst zart und fein

Tausend Sterne gefroren

Erstarrt in ihrem Sein

 

Kein Licht kein Schatten

Kein Lüftchen lau

Kalte Sterne in Matten

Nur dumpfes Grau

 

Doch da ein sanfter Strahl

Bewegung und Licht

Ein Schleier um Äste kahl

Aber mehr wird es nicht

 

Gedanken verschwommen

Man kann sie nicht lesen

Etwas Neues wird kommen

Was war ist gewesen

 

Aus dem Nebel geboren

Ganz zart und so fein

Tausend Sterne gefroren

Finden zurück in ihr Sein

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Winternebel

 

Kalt und feucht kommt er  daher

Verschlingt Wiesen, Wälder und Auen

Wähne mich in der Unendlichkeit

 

Milchig ist er und undurchsichtig

Düster das Licht und weich der Klang

Als ob ich schweb ins Universum

 

Sein Hauch umschlingt ganz leise

Was eben noch leuchtend war und hell

Wellen gleich gleite ich ins Nichts

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Ein kleines Liebeslied

 

In des Sommers Mittagsglut

Sich zwei zarte Rosen küssen

Ist’s innig Liebe fein und gut

 

Ganz leis dazu ein Vöglein singt

Kein Traum kann schöner sein

Innig Liebe die da süss erklingt

 

Auf ewig halten so soll es sein

Zwei Herzen haben sich gefunden

Ist’s innig Liebe schön und fein

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Abendruh

 

Wenn das letzte Schiff im Hafen ist

Und das Licht dem Schatten weicht

 

Wenn Schleier über Bergesflanken

Sanft sich legen dann geschwind

 

Wenn Abendglocken sind verstummt

Und auch der Vögelein ihr Gesang

 

Wenn lauen Wellen am Gestade

Plaudern und gurgeln in die Nacht

 

Wenn am steilen Berg die Tiere ruhn

Und der Mond wirft sein fahles Licht

 

Wenn die Fischlein leise Flüstern

Des Käuzlein ruf im Wald verhallt

 

Dann wachen die Sterne über uns

Die Abendruh die kehrt nun ein

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Herbstzeitlosen

 

Golden und kräftig mit all seiner Pracht

Kam es daher in graufinsterer Nacht

 

Auf ganz leisesten Sohlen mit lauem Winde

Des Sommers wunderlich liebstes Kinde

 

Brachte viele Früchte und Blumen daher

Auch ein farbfrohes schönes Blättermeer

 

In all seinen Farben erblüht und frisch

Mit Nüssen und Pilzen gedeckter Tisch

 

Nebel und Sonne im Spiel der Gezeiten

Beherrschen die Landschaft im weiten

 

Es zaubert uns ein gar hübsches Bild

Mit Herbstzeitlosen bekränztes Kind

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Schwanensee

 

Stolz gleitet er über den weiten stillen See

Sein weißes Gefieder zu einer Krone erhoben

Tänzelnd im Gang der Wellen schwebend

Mit leuchtenden Augen schaut er umher

 

Stumm suchend nach seiner Geliebten hier

Weit draußen fern einer schützenden Bucht

Aus der Dunkelheit des Wassers Grunde

Glitzert die Sonne gleich einer Sternennacht

 

Stolz gleitet er über den weiten stillen See

Sein weißes Gefieder zu einer Krone erhoben

Tänzelnd im Gang der Wellen schwebend

Mit leuchtenden Augen schaut er umher

 

Eine stille kleine Träne man sieht sie kaum

Verschmilzt mit der glitzernd Sternenpracht

Die Sehnsucht schmerzt lässt im keine Ruh

Bis es sie gefunden hat auf dem großen See

 

Stolz gleitet er über den weiten stillen See

Sein weißes Gefieder zu einer Krone erhoben

Tänzelnd im Gang der Wellen schwebend

Mit leuchtenden Augen schaut er umher

 

Nun sind sie vereint und lassen sich treiben

Über das weite Wasser des ruhig stillen See

Nah beieinander im Takte der Wellenmusik

Ein Tanz nun vollführend ihrer ewigen Liebe

 

Stolz gleiten sie über den weiten stillen See

Sein weißes Gefieder zu einer Krone erhoben

Tänzelnd im Gang der Wellen schwebend

Mit leuchtenden Augen schauen sie sich an

 

©  Hans-Peter Zürcher

 

Septembernebel

 

In einer kalten Nacht gewoben

Heimlich in des Mondenschein

Des Nebels kühler Hauch

 

Im ersten Morgenlicht beginnt’s

Ganz sacht und leise zu wallen

Des Nebels kühler Hauch

 

Verzaubernd der Landschaft Bild

Kochend aus des Tales Grund

Des Nebels kühler Hauch

 

Bis dann die Sonne ihn leis auflöst

In einen Schimmer von nichts  

Des Nebels kühler Hauch

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Der Abendstern der wacht

 

Der Himmel weint es blutet mein Herz

Und denn noch gibt’s ein helles Licht

 

Der Abendstern der wacht heut Nacht

 

Er lässt uns unsere zarte Liebe fühlen

Und erhellt uns den Weg der Zuversicht

 

Der Abendstern der wacht heut Nacht

 

Meine Gedanken sich mit Vogelgesang

Zu einem Gutnachtlied sanft verweben

 

Der Abendstern der wacht heut Nacht

 

Glitzert und funkelt am dunklen Firmament

Uns zum Zeichen dass wir nicht alleine sind

 

  Der Abendstern der wacht heut Nacht

 

Die Regentropfen sind der Tränen mein

Milder  Sonnenschein dein Lächeln

 

Der Abendstern der wacht heut Nacht

 

Denn unsere Liebe ist gleich Innigkeit

Über der der Stern nun glitzernd wacht

 

© bei Hans-Peter Zürcher

 

Seelenlicht

Aus tiefer Meditation steigt ein Seelenlicht

Leicht und voller Wärme

Durch den Zenith der unendlichen Ewigkeit

 

Auf seiner kurzen Reise streift das Seelenlicht

Sanft und zart ein Herz

Haucht ihm kaum berührt ein endlich Leben ein

 

In tiefer Meditation sinkt  nun das Seelenlicht

Leicht und voller Wärme

Durch den Zenith der unendlichen Ewigkeit

 

Zurück von seiner Reise schwebt das Seelenlicht

Sanft und zart zum Herz

Haucht ihm kaum berührt ein endlich Leben ein

 

© bei Hans-Peter Zürcher

 

s`Herbschtelet

Wenn Täg chörzer werdet

ond d`Nächt länger

jo, denn herbschtelets

 

wenn die erschte Blätter

sich im Bom verfärbed

jo, denn herbschtelets

 

wenn die erschte Nebeli

am Bode no chrüched

jo, denn herbschtelets

 

ond genau so gots au üüs

 

wenn die erschte graue Hoor

sich zääge tüend of em Chopf

jo, denn herbschtelets ebe

 

s` ischt aber no lang nöd omme

auch wenns jatzt langsam herbschtelet

es chont e schöni Zyz mit Rue

 

wenn Täg chörzer werdet

ond d`Nächt länger

jo, denn herbschtelets

 

ebe....

 

es chont e schöni Zyt vo Schtilli

Rue ond Cherzeliecht grad recht

zom no denke öber ösers Lebe

 

© 2008 bei Hans-Peter Zürcher

 

Sternschnuppen

 

Durch die Weite des Universums

Ziehen sie ihre Bahnen

Mit ihrem langem Lichteschweif

 

Hinterlassen keine Spuren

Im ihrem kurzen Dasein

Sind voller Kraft und Energie

 

Lassen uns Träume träumen

Auf Glück und Liebe hoffen

Für alle Zeit und Ewigkeit

 

Senden uns ein Quäntchen Liebe

Dazu eine Priese Glück und Zuversicht

Dass es für immer so bleiben mag

© Hans-Peter Zürcher

 

Winternebel

 In der Dunkelheit der Winternacht
schleichen Nebelchen fein
zwischen kahlen Sträuchern durch

Auch über dem weißen Schnee
spinnt sacht und weich
der Nebel sein seidenes Geflecht

Im roten Schein der Laternen
streuen dampfend Nebel
ihre seichten Gedanken der Erde zu

Damit in der Nacht all jene dann
die rastlos unterwegs
ihre Gedanken verflechten können

So dass sie leicht und schwerelos
in andere Sphären gleiten
damit sie ihre Heimat wieder finden

Des Mondes schmale Sichel weiss
schaut zwischendurch
für kurz nach den Kindern dieser Nacht

Des Käuzlein Ruf im nahen Wald
verhallt im Nebelschleier
sucht nach Heimat Freund und Liebe

In der Dunkelheit der Winternacht
schleichen Nebelchen fein
zwischen kahlen Sträuchern durch

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Erkenntnis

 

Erkenntnis

 entspringt aus dem tiefen Ursprung

 von Erfahrung

die in all den Lebensjahren eines Menschen

 

erwächst

 

auf dem langem Weg dieser Erfahrung

im Lichte des Seins

erreicht der Mensch sein geistiges Ziel

 

aus

 

all dem Gelernten von Leid und Freud

mit innerer Ruhe

gelangt die gewonnene Erkenntnis zur

 

Erfahrung

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

 

 



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