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Lyrik
Lobgesang
Aus lichtem Weiss
Wird in Stille geboren
Was sich im Grün verliert
Süße Düfte locken
Hell die Farben singen
Lieblich der Natur Klang
Ein leises Lächeln
Veredelt unser Dasein
Lässt Seelen freudig atmen
Frühling ist’s
Ein einzig Lobgesang
Erklingt aus nah und fern
© Hans-Peter Zürcher
Auf den Frühling
Längst sind sie verklungen
Noch leer die Kinderstuben
Der Amselgesang zersungen
Was jetzt noch kalt gefroren
Unterm Schnee sich leise regt
Wird in Bälde schon geboren
Wandelnd mit hellem Klang
Mit all seinen satten Farben
Und lieblichem Vogelgesang
Erwachet zu neuem Leben
Strömt hinaus ins weite Land
Birgt in sich Liebe und Segen
Voller mildem Sonnenschein
Lädt er zum Fest und Tanze
Bei einem Gläschen Wein
Belebt sind Feld und Wald
Auch in Hecken tut sich was
Es knospet was blühet bald
Gurgelnd flüstert’s im Bache
Singend die Wiesen duften
Kalif der Storch hält Wache
Fein duftende Blüten zieren
So erfreut sich jung und alt
Diesem Frühlingsjubilieren
© Hans-Peter Zürcher
Durchs Jahr
Leise küsst der Winter Mutter Erde
Und verleiht ihr ein zart weißes Kleid
Damit sie sich erhole von ihrer Last
Die sie übers ganze Jahr getragen
Der Frühling dann mit seiner Milde
Weckt sie sanft aus ihrem tiefen Schlaf
Erst leise doch dann mit Vogelgesang
Schenkt sie Blüten Blätter und Blumen
Der Sommer treibt sein hitziges Spiel
Tief blauer Himmel und Grüne Matten
Unermüdlich Frucht und Korn gedeihn’
Aus ihrem geweihten Schoss aus Erde
Bis im Herbst der Ernte grosser Lohn
Sie uns reich beschenkt mit ihrer Güte
Begleitet von Düften und bunten Farben
Blätter fallen von wo sie einst geboren
So schließt sich auch der ewige Kreis
Vom Werden vom Sein und Vergeh’n
Still wird’s wieder auf Mutters Erden
Es wachen nur die dunklen Stunden
© Hans-Peter Zürcher
Erwachen
Am fernen Horizont ein Silberstreifen hell
Ein neuer Tag entschwebet leise
Aus dem luziden Dämmerlicht ganz schnell
Weiches Mondlicht entflieht im Nebel fein
Derweil der Himmel sachte sich verfärbt
Amseln singen flüsternd in den Tag hinein
Letzte Sterne glitzern in einen neuen Morgen
Wolkenfetzen schweben leicht dahin
Spielen ihr Spiel beschwingt und ohne Sorgen
Während erstes Licht den werdend Tag erhellt
Tau genässt noch Wälder Flur und Heide
Kreuzen krächzend Krähen am Himmelszelt
© Hans-Peter Zürcher
Abendgedanken
Gedanken tröpfeln in den Abend
Hinterlassen einen feinen Klang
Als wär’s der Freiheit Liebeslied
Leicht erheben sich feine Gesänge
Um gleich in Ruhe sich zu finden
Was im Lärm des Tages in sie drang
In der Unendlichkeit zu wandern
Verlieren sie sich in sanfte Stille
Geben sich lieblichen Träumen hin
In die Weite schweift mein Traum
Meine Gedanken verlieren sich
in der Unendlichkeit
des Seins
***
**
*
© Hans-Peter Zürcher
Wenn man in die Herbststille horcht
Und die leisen Schwingungen
Der fallenden Blätter wahrnimmt
Den Hauch eines milden Luftzugs fühlt
Der den Blättern sanft noch einmal
Ein wenig Auftrieb verleiht
So dass sie dort ihre letzte Ruhe finden
Wo sie es sich wünschen
Nämlich in der Stille der Unendlichkeit
Dann kommt ein wenig Trauer auf
Die aber bald einmal
Von der aufkeimenden Hoffnung
Auf das Kommende abgelöst wird
© Hans-Peter Zürcher
Horch
Horch wie der Bäume Blätter klingen
Wenn laue Winde durch Äste singen
Wenn Winde durch die Ären rauschen
Kann man der Felder Lieder lauschen
Horch wie das Bächlein fröhlich singt
Lustig über Stock und Steine springt
Wenn Fischlein stumme Lieder singen
Leise Gedanken im Wasser erklingen
Horch in die Natur hör ihre Gesänge
Nimm auf die schönen Sphärenklänge
© Hans-Peter Zürcher
Metamorphose
Meine Gedanken verweben sich
Zu lieblichen Träumen,
Die im Klang feiner Musik
Sich wiegend in die Nacht verlieren
Und mich leicht machen und trunken.
Ein auf und ab der Gefühle,
Gleich einem kleinen Nachtfalter
Der aus der stillen Dunkelheit
In das wärmende Licht gleitet,
Und es umflattert als wär’s die Sonne.
Erwärmt von mildem Lichterschein
Erhellen meine Gedanken.
Die Träume gelöst in Sehnsucht,
Liebe erfüllt mein Herz
Getragen von befreienden Gefühlen.
© Hans-Peter Zürcher
Lichtblick
Benetzt mit Perlen von Tau
So frisch und so rein
Aus der Dunkelheit geboren
Ein Lichtblick im Sein
Im leichten Winde wieget
Der leise Blütenklang
Musik so sanft und schön
Als sei es Engelgesang
Hell die Lieder erklingen
Ins reine Licht hinein
Aus tiefer Seele erkoren
Ein Lichtblick im Sein
© Hans-Peter Zürcher
Mystik der Liebe
Musik und die Liebe
Beide werden getragen
von wunderbaren Gefühlen.
Sie verführen die Sinne
Und öffnen Herzen
Zu einem großen Ballsaal.
Stimmen an zum Tanze
Berauschen und befreien
In sinnlichem Spiel des Seins.
© Hans-Peter Zürcher
ein Neubeginn in Endlichkeit
wie auch in Unendlichkeit.
Dort, wo es keinen Abschied gibt,
ist auch ein Neubeginn nicht möglich.
© Hans-Peter Zürcher
Es braucht wenig
Jede noch so kleine Felsenritze
birgt Hoffnung auf Neues,
das Leben ermöglicht.
Es braucht wenig zum Leben.
Ein wenig Wärme und Liebe,
Sowie Glück und Sonnenschein.
Ein Tropfen Zuversicht
auf ein Häufchen Hoffnung
lässt Leben neu erwachen.
Es braucht wenig zum Leben.
Ein wenig Wärme und Liebe,
Sowie Glück und Sonnenschein.
Beschützt und behütet
Wächst neues heran,
Was gross und kräftig wird.
Es braucht wenig zum Leben.
Ein wenig Wärme und Liebe,
Sowie Glück und Sonnenschein.
© Hans-Peter Zürcher
Abschied
Abschied nehmen ist schwer,
Auch mit dem Wissen,
Dass man sich bald wieder findet.
Die Zukunft lebt von der Hoffnung,
Ein Abschied vom Wiedersehen,
Wann und wo auch immer.
© Hans-Peter Zürcher
Aus der Tiefe
Aus der Tiefe der Seele
wandert ein Funken,
der im Herzen zündet,
was Licht werden soll.
Vollendet durch Ausstrahlung
wird es reflektiert, wie die Sonne
sich auf der Wasseroberfläche reflektiert.
Ein Licht der Hoffnung und Zuversicht,
das Kraft und Energie erzeugt.
© Hans-Peter Zürcher
Stille
Stille und Wohlbefinden
Sind die Urkraft des Seins
Aus dieser Stille geboren
wird unser Ich
Ins Leben hinaus geführt
In Endlichkeit getragen
Über Höhen und Tiefen
Bis wir in sie zurückkehren
In die unendliche Stille
© Hans-Peter Zürcher
Nebel
Allein gelassen und doch nicht alleine
Umgeben von lichter Unendlichkeit
Ein leises Gefühl von sanfter Weite
Schwebend in einem Hauch von Nichts
In eine Welt voller Ruhe und Frieden
Ein Klang von Stille im weiten Raum
Sanft duftende Weichheiten erfühlen
Als wäre es ein Seidentuch aus Tau
Das schmeichelnd meine Sinne rührt
© Hans-Peter Zürcher
Sie sagen
Sie sagen, die Chemie ist eine sichere Angelegenheit
Und vergraben den Müll vor den Toren der Siedlung
Alles wird sicher und sauber verwahrt
Sie sagen, Atomkraft ist eine saubere Angelegenheit
Und vergraben den Müll vor den Toren der Siedlung
Alles wird sicher und sauber verwahrt
Sie sagen, Autos sind eine saubere Angelegenheit
Nur die Abgase dieser Fahrzeuge sind giftig
Das alles sind keine Probleme
Den Menschen in der Siedlung ist das egal
Denn sie sind alle längst tot
Vergiftet von der Nahrung aus dem sauberen Boden
Vergiftet vom Wasser aus dem sauberen Fluss
Vergiftet von der Luft ihrer sauberen Autos
Und der Atommüll?
Der ist für die nächsten 10'000 Jahre sicher verwahrt!
© Hans-Peter Zürcher
Stille Hoffnung
Eine stille Hoffnung
soll sich in eine duftende Blume
der Freude verwandeln,
deren Sinnlichkeit im Licht
von zarten Farben sich widerspiegelt.
© Hans-Peter Zürcher
Lebensweg
Kindheit:
Erst führt der Weg gerade aus,
ist leicht zu begehen und trotzdem,
verleitend um ihn zu erforschen.
Geführt und wohlbehütet wird der Weg begangen.
Langsam aber stetig, geht’s vorwärts,
mit gemächlichen Steigungen,
man hat ja viel Zeit...
Jugend:
Doch plötzlich geht’s steil bergauf,
über Felsen und Klippen,
gefährlichen Steilhängen entlang
Ausgelassen, fröhlich wird der Weg begangen.
Die Grenzen auslotend geht es hinauf,
man stößt sich an, erleidet Schmerzen,
die jedoch schnell mal verweh’n...
Erwachsen:
Nun zieht er sich über geschwungene Alpen,
einem Bach entlang, der gurgelnd und singend,
gemächlich, aber stetig durch die Landschaft fließt.
Besinnlich, mit innerer Ruhe wird der Weg nun begangen.
Milde Lüftchen wehen entgegen,
erfüllt voller Liebe und Herzlichkeit,
zieht weiter durch duftende Gärten...
Alter:
Steinig, in engen Windungen geht’s jetzt bergab,
nicht immer einfach zu begehen,
ab und an liegen Wurzeln und Steine quer.
Nun wird der Weg mit Umsicht und Vorsicht begangen.
Da ist auch wieder der Bach so nah,
wie wild und ungezähmt er doch rauscht.
Abrupt endet der Weg nun abgrundtief,
der Bach stürzt hinab in die
Unendlichkeit...
© Hans-Peter Zürcher
Von Liebe und Güte
Ein zartes Band von Güte
Umspannt mein weinend Herz
Als ob eine duftend Blüte
Es erlöst von seinem Schmerz
Am Baume erwachen Triebe
Schweben hinaus ins Land
Leise singend von Liebe
Flechtend ein zartes Band
Ein zartes Band von Liebe
Umspannt so nun mein Herz
Durch eine duftende Blüte
Befreit von all dem Schmerz
© Hans-Peter Zürcher
Schmerzen
Meine Tränen vermischen sich
Mit der Tinte meiner Worte
Die meine Seele aufnotiert
Auf dem Blatt meines Lebens
Sie verschmelzen ineinander
Wie Hoffnung und Zuversicht
Lassen meine Gedanken erlösen
Befreien von Schmerz und Pein
© Hans-Peter Zürcher
Düfte der Wasser
Belebende Düfte der Wasser,
Mal salzig, mal herb oder süss.
Ziehen mit Bächen und Flüssen,
Durch Seen und Meere hinaus.
Schwebend in die Unendlichkeit,
Lebens erfüllend, erfrischend fein.
Steigen auf um zu versickern,
Um zu erstarren in ewigem Eis.
Fallen tief mit ihren Gesängen,
Aus dunklen Schluchten ans Licht.
Lieblich rauschend und murmelnd
Durch Wiesen, Flur und Haine.
Verdampfen in der Hitze der Sonne,
Regnen gekühlt von des Mondenschein.
So singen die Melodien der Düfte
Durch die Unendlichkeit des Seins.
Im Gleichklang vom ewigen Kreislauf,
Dem Werden - Sein und Vergeh’n.
© Hans-Peter Zürcher
Gutnachtlied
Mein liebes Kind mein Engel
So schlaf nun friedlich ein
Auch ich mach meine Äuglein zu
Schlafe ein mit dir mein Kind
Gute Nacht und träume süss
Der Träume unendlich schön
Über dir wacht mein Herzelein
Schlaf mein Engel schlafe ein
© Hans-Peter Zürcher
Als Kind
Als Kind verstand ich nicht
Warum es Kriege gab und gibt
Was Qual und Schmerzen sind
Warum es kein Frieden geben kann
Als Kind verstand ich nicht
Warum denn auch in aller Welt
Zerstört wird und verbrannt
Was aufgebaut und liebevoll gehegt
Als Kind verstand ich nicht
Warum, warum, warum
Doch in all den vielen Jahren nun
Hab ich so vieles nun erfahren
Als Erwachsener versteh ich nicht
Warum, warum, warum
Die Menschheit nie hat was gelernt
In all den vielen tausend Jahren
Als Kind wollt ich nie Erwachsen werden
Nicht gross sein, auch nicht gescheit
Erwachsene verstehen die Kinder nicht
Und ich als Kind nicht unsere Welt
Als Kind wollt ich nie Erwachsen werden
Frei sein von aller Qual und Pein
Ich versteh all das noch immer nicht
Ein Kind, das möchte ich wieder sein
Als Kind nur staunen ob der Blumen
Mich freuen an all den kleinen Dingen
Schmetterlinge und Vögel schauen
Fühlen, Hören, Leben und nur Sein
© Hans-Peter Zürcher
Juniliebe
Sanfter Regen durch die Nacht
Hat ein Blatt zum leuchten gebracht
Tränen voller Sehnsucht still
Zieren rundherum nun die Natur
Jeder Tropfen ist ein zarter Kuss
Voller Liebe und Zärtlichkeit
Perlen so schön und glänzen fein
Ja, so kann nur echte Liebe sein
© Hans-Peter Zürcher
Ein Regenabend im Juni
Wenn Meere und Seen vom Himmel fallen
Unendlicher Regenfluss sich über uns entleert
Erfreut am fernen Horizont die Sonne dann
Die uns mit ihren feurigen Strahlen beehrt
Lieblich die Amsel dazu ihr Abendlied singt
Glitzernde Regentropfen die Pflanzen zieren
Laue Schleier gesponnen aus Nebelchen fein
Sich über dunkle Felder und tiefe Wälder ziehn
Begleitet der Regen mit seinem Rhythmus sanft
Uns in einen wunderbar schwebenden Schlaf
© Hans-Peter Zürcher
Liebe
Die Liebe ist genau so filigran
wie eine zarte Rosenblüte
Genau so fein und lieblich
wie süsser Rosenduft
Ihre Schwingungen
gleichen dem Klang einer Flöte
Schwebend und erhaben
Verbindend die Düfte und Klang
Verschmelzen zu einem Ganzen
wie die Liebe zweier Menschen
© Hans-Peter Zürcher
Gläserne Zukunft
Zukunftweisend klingt das Kommende
Eingeholt durch das Jetzt
Im Chorgesang von all dem Unbekannten
Voller Erwartungen blicken wir nach vorn
Die Vergangenheit bleibt zurück
Erinnerung ist das Wissen was einst gewesen
Deutlich spiegelt das Jetzt uns nun entgegen
Wenn auch schemenhaft im Glanz
Das Sein mit all seinen singenden Klängen
Doch bald wird auch das Vergangenheit sein
Erinnerung was einst gewesen
Der Blick nach vorn wird die Zukunft weisen
© Hans-Peter Zürcher
Sommerhitze
In der Hitze der Nacht da sehnen wir uns nach erfrischender Kühle
Regen, Blitz und Donner aber hinterlassen uns nichts als nur Schwüle
© Hans-Peter Zürcher
Im Spiegel der Zeit
Wenn wir in den Spiegel schauen
In den Spiegel von unserem Leben
Ziehen viele Bilder an uns vorbei
Werden eingeblendet und wir staunen
Was unser Leben hat so alles
Im lauf der Zeiten uns beschert
So kurz auch unser Leben ist
Die Zeit die bleibt uns treu
Sie rennt mit uns durchs Leben
Und wir ihr stetig hinterher
Einer gespiegelten Sanduhr gleich
Rinnt sie von oben so nach unten
Jahre werden zu Wochen
Wochen dann zu Tagen
Tage zu kurzen Stunden
Stunden zu Minuten
Minuten dann zu
Sekunden
****
**
*
© Hans-Peter Zürcher
Lebens-Gedanken
Geht’s hinunter oder geht’s nun hinauf
Unser Leben gleicht einer Sesselbahn
die über Höhen und Tiefen schwebt
Vorbei an kahlen Felsen
duftenden Wäldern
und blühenden Wiesen
Möge unser Auge nur die schönen Sachen aufnehmen
um so unser Herz und unsere Seele zu erheitern
sodass wir in dunkleren Stunden
ein Licht in uns haben das uns erhellt und wärmt
© Hans-Peter Zürcher
Wolke
Weit oben im Blau der Unendlichkeit
Spielt eine kleine Wolke mit dem Sein
Und entschwindet im Nichts
Weit verlieren sich die Gedanken nun
Zurück bleibt ein schwebend Traum
Als wär’s ein Engel gewesen
© Hans-Peter Zürcher
Zauber
Der Zauber der Kindheit
Wird mit der Jugend abgelegt
Erwachsen und klug sein
Lässt solchen nicht zu
Die Weisheit im Alter aber
Erfreut sich diesem Zauber
© Hans-Peter Zürcher
Nebel
Wenn am Morgen früh der Tag erwacht
Und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen
Sich über die Landschaft verteilen sacht
Beginnen leise sie zu spinnen und zu weben
Die feinen Nebelchen zart und dünn
Wenn sie durch Flur und Haine schweben
Ein auf und ab ein schwanken und ranken
Durch die menschlicher Sinneswelt
Zart versponnen mit all unseren Gedanken
Mal heftig düster dann wieder lieblich fein
Schlängelnder Nebelchen gleich
Singen und schweben sie durch unser Sein
© Hans-Peter Zürcher
Vom Anfang und Ende
Jeder Anfang birgt in sich ein Ende
Auf jedes Ende folgt ein Neubeginn
Über all dem liegt ein feiner Zauber
Wunderbar und voller Faszination
Kaum geboren noch fein und keusch
In jugendlichem Glanze nun erwacht
Ausgereift und voller Schönheit eben
Bis müde geworden klug und weise
So hat jeder Anfang auch sein Ende
All das Neue ein besonderer Reiz
Bis hin zum Ende auch einen Sinn
Auf der kurzen Reise von Pol zu Pol
Zwischen diesen beiden Polen
Entsteht so immer wieder Neues
Als ein ewig währender Zyklus
Vom Werden Sein und Vergeh’n
© Hans-Peter Zürcher
Über die Liebe
Liebe ist ein von allerfeinsten
Schwingungen erzeugtes Klangbild
Dessen zarte und höchste Töne
Nur gefühlt werden können
Unhörbar gleiten sie in die Herzen
liebender und lösen Glücksgefühle aus
Die in wunderbare Sphären ausklingen
Und sie ins Nirwana schweben lassen
Gleich einer tiefen Meditation
Gleiten Gefühle wie feine Nebelchen
Begleitet von Klängen der Stille
In eine lichtüberflutete Dunkelheit
© Hans-Peter Zürcher
Des Menschen Bild
Des Menschen Bild wird kaum sich ändern
Nur allzu gross sind der Gelüste Macht
Doch einmal wird das Ganze enden
Wenn sie sich gegenseitig umgebracht
Verlogenheit ist der Mächtigen Spiel
Mord und Totschlag sind ihr täglich Brot
Schande und Intrigen das heimliche Ziel
ergötzen sich an der vielen Menschen Not
Ich müsste Lachen oder laut Aufschrein
Wenn das Ganze wäre nicht zum Weinen
Ob der Weltverbesserer gespielter Schein
Sie belügen und betrügen gar die Seinen
Wollen herrschen uns beherrschen eben
Lächeln uns von ganz oben zu mit Hohn
Bestimmen einfach unser täglich Leben
Egal ob Wirtschaft Politik oder Religion
Wenn Leben zerstört die Natur zerbricht
Wer unser Dasein nicht begreifen kann
Auch die Wunder unseres Lebens nicht
Wie soll des Menschen Bild sich ändern dann
© Hans-Peter Zürcher
Sehnsucht
Gedanken verspinnen sich
Mit einer Melodie
Die das Herz geschrieben
Voller stiller Sehnsucht
Singen ihre Klänge
In ach so feiner Harmonie
Wie Sommervögel schwebend
In lauem Abendwinde
Leise klingend ihr entgegen
Der liebsten holden Maid
Die sehnlichst er verehrt
Und all Abend ihr gedenket
Erste Sterne glitzern schon
Noch singt die Amsel leise
Ihr ach so süßes Liebeslied
© Hans-Peter Zürcher
Melodien des Seins
Fein sind die Melodien des Seins
Gleich Perlen zart in ihrem Glanze
Leuchten und klingen sie ganz leis
Aus dem weiten Universum geboren
Mit einem Herzen verletzlich rein
Begleiten sie uns durchs Leben dann
Im Spiel der Zeiten entschweben
Mit ihren Silberklängen fein
Die Melodien zurück ins ewige Sein
© Hans-Peter Zürcher
Klang der Stille
Wenn die Stille ihren Klang entfaltet können wir all das hören,
was im Lärm des Alltags verloren geht,
nämlich den Herzschlag des wahren Lebens,
die Melodie des Daseins
und die Natürlichkeit des Seins.
© Hans-Peter Zürcher
Stille
Wenn sich die Natur
mit den Klängen der Stille
verschmilzt,
hört man sie singen,
die Vibrationen
des Lichts und der Winde.
© Hans-Peter Zürcher
Klänge des Wassers
In feinen Klängen sprudelt ein Brunnen
Gespiesen von einer leisen Quell
Rauschend und singend gesprungen
Mit einer Weise so rein und hell
Über Stock und Stein hinab ins Tal
Gurgelnd in sanften Windungen schnell
Im Bachbett noch seicht und schmal
Springen die Klänge der Wasser ganz hell
In feinen Klängen sprudelt ein Brunnen
Gespiesen aus Bächen Fluss und See
Dessen sanfte Wellen Lieder gesungen
Von der Fremde und Liebe oh weh
© Hans-Peter Zürcher
Zwielicht
Erst war es nur ein kleines Licht
Das rötlich durch die Bäume bricht
Als wär’s ein schwebend’ Feuerlein
Aus einem liebend’ Herzensschein
Entfacht durch Amors Liebesspeer
Entsteht ein gleißend’ Lichtemeer
Verbindend über Feld und Wald
Verbreitet sich als Zwielicht bald
© Hans-Peter Zürcher
Tanz der Zwischenwelten
Als ein grosser See aus Licht geboren
Entstehen still und leise feine Klänge
Aus frostigem Hauch in sich gefroren
Erklingen der Nebel Liebensgesänge
Sie sind vereint zu schwebendem Tanze
Drehen und wirbeln erst sanft und leise
Wallend und brausend im Lichterglanze
Zu einer herzerwärmenden Liebesweise
© Hans-Peter Zürcher
Gedanken
Meine Gedanken verschmelzen
mein ich mit der Natur,
schweigendes wird lebendig,
lebendes schweigt.
Meine Gedanken verbinden
mein ich mit Bildern,
deren Sprache Musik ist und
deren Klang Worte sind.
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