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DIVERSIKUM
IMPRESSUM
© URHEBERRECHT

 

Lyrik

 

 Lobgesang

 

Aus lichtem Weiss

Wird in Stille geboren

Was sich im Grün verliert

 

Süße Düfte locken

Hell die Farben singen

Lieblich der Natur Klang


Ein leises Lächeln

Veredelt unser Dasein

Lässt Seelen freudig atmen

 

Frühling ist’s

Ein einzig Lobgesang

Erklingt aus nah und fern

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Auf den Frühling

 

Längst sind sie verklungen

Noch leer die Kinderstuben

Der Amselgesang zersungen

 

Was jetzt noch kalt gefroren

 Unterm Schnee sich leise regt

Wird in Bälde schon geboren

 

Wandelnd mit hellem Klang

Mit all seinen satten Farben

Und lieblichem Vogelgesang

 

Erwachet zu neuem Leben

Strömt hinaus ins weite Land

Birgt in sich Liebe und Segen

 

Voller mildem Sonnenschein

Lädt er zum Fest und Tanze

Bei einem Gläschen Wein

 

 Belebt sind Feld und Wald

Auch in Hecken tut sich was

Es knospet was blühet bald

 

Gurgelnd flüstert’s im Bache

Singend die Wiesen duften

Kalif der Storch hält Wache

 

Fein duftende Blüten zieren

So erfreut sich jung und alt

Diesem Frühlingsjubilieren

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 Durchs Jahr

Leise küsst der Winter Mutter Erde

Und verleiht ihr ein zart weißes Kleid

Damit sie sich erhole von ihrer Last

Die sie übers ganze Jahr getragen

 

Der Frühling dann mit seiner Milde

Weckt sie sanft aus ihrem tiefen Schlaf

Erst leise doch dann mit Vogelgesang

Schenkt sie Blüten Blätter und Blumen

 

Der Sommer treibt sein hitziges Spiel

Tief blauer Himmel und Grüne Matten

Unermüdlich Frucht und Korn gedeihn’

Aus ihrem geweihten Schoss aus Erde

 

Bis im Herbst der Ernte grosser Lohn

Sie uns reich beschenkt mit ihrer Güte

Begleitet von Düften und bunten Farben

Blätter fallen von wo sie einst geboren

 

So schließt sich auch der ewige Kreis

Vom Werden vom Sein und Vergeh’n

Still wird’s wieder auf Mutters Erden

Es wachen nur die dunklen Stunden

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Erwachen

 Am fernen Horizont ein Silberstreifen hell

Ein neuer Tag entschwebet leise

Aus dem luziden Dämmerlicht ganz schnell

 

Weiches Mondlicht entflieht im Nebel fein

Derweil der Himmel sachte sich verfärbt

Amseln singen flüsternd in den Tag hinein

 

Letzte Sterne glitzern in einen neuen Morgen

Wolkenfetzen schweben leicht dahin

Spielen ihr Spiel beschwingt und ohne Sorgen

 

Während erstes Licht den werdend Tag erhellt

Tau genässt noch Wälder Flur und Heide

Kreuzen krächzend Krähen am Himmelszelt

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Abendgedanken

Gedanken tröpfeln in den Abend

Hinterlassen einen feinen Klang

Als wär’s der Freiheit Liebeslied

 

Leicht erheben sich feine Gesänge

Um gleich in Ruhe sich zu finden

Was im Lärm des Tages in sie drang

 

In der Unendlichkeit zu wandern

Verlieren sie sich in sanfte Stille

Geben sich lieblichen Träumen hin

 

In die Weite schweift mein Traum

Meine Gedanken verlieren sich

in der Unendlichkeit

des Seins

***

**

*

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Lichterblume

 

Eine leuchtend’ Lichterblume
Schwebt im Dunkeln sanft
Über Herzensglut der Liebe

Als wär’s ein sanftes Wesen

Voller Duft und Zärtlichkeit

Ein Hauch von Licht im All

 

Entschwindet ins Unendliche

Mit ihrer Leuchtenskraft

Durch weite Sternenmeere

 

Bis dann diese Blume gleitet

Alsbald hinab auf unsere Welt

Als weisende Botin der Liebe

 

Eine leuchtend’ Lichterblume
Schwebt im Scheine ihrer selbst
Hinein in sehnsuchtsvolle Herzen

 

© Hans-Peter Zürcher

 

Tränen

Sie steigen auf aus der Tiefe der Seele
Nehmen auf die Wärme und Güte des Herzen
Treten aus dem Leuchten Deiner Augen

Diese verlieren sich in Deinen Gedanken
In Gedanken an Liebe und Freundschaft
Und zaubern ein Lächeln auf Deinen Mund

Das glitzernde Nass von Tränen der Freude
Funkelt gleich einem Sternenhimmel in dunkler Nacht
Hinterlassen glitzernde Spuren auf Deinem Gesicht

Sind es einmal Tränen der Trauer und Verzweiflung
Weißt Du dass Dir jemand nahe steht
Und Du fühlst dich frei und trotzdem geborgen

Diese verlieren sich dann in Deinen Gedanken
In Gedanken an Liebe und Freundschaft
Und zaubern ein Lächeln auf Deinen Mund

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Eisblumen

Nun blüh’n sie wieder schön und fein
Die eisigen kleinen Blümelein

Auf Fensterscheiben und im Garten
Voller Pracht und in vielerlei Arten

Umspült von lichten Nebelschwaden
Lässt’s die Blumen im Taue baden

Der Frostnacht entwichene Eisesluft
Lässt erstarren die feuchte Kluft

Auch manches Herz in tiefer Trauer
Erlag des Frostes kaltem Schauer

Der Liebe Wärme nur lässt es tauen
Um so große Freude aufzubauen

So auch die letzen Gartenrosen fein
Blühen auf in ihrem vergänglich' sein

Und die Eisblumen mit ihrer Pracht
Die freuen sich auf eine eisige Nacht

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Der Trauer Nachtgesang

 

Eisig haucht der raue Wind

Schmerzlich klagende Lieder

Hinaus über fahlen Lichterglanz

Aus der Trauer stumpfem Eis

 

Erstarrt ist eine Rosenknospe

In süssester Jugend gefangen

Im Traume luzider Nachtgesänge

Bedrückend und doch so leicht

 

Unendliche Schwere belastet

Gleich nässender Nebelschleier

Die drücken auf Herz und Seel

In frostig dunkler Winternacht

 

Die Lieder dumpf verhallen

Versinken in fahlem Schimmer

Von unendlich tiefer Traurigkeit

Als wär’s einer Rose Pilgerfahrt

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Vom Umgang mit Worten

 

Trost spendende Worte gleich einer Melodie

Die durch Herz und Seele schwingt,

Berührt und dem Licht der Freude

Eine kleine Nische frei macht,

so dass dieses sich langsam ausbreiten kann.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Wenn man in die Herbststille horcht 

 

Wenn man in die Herbststille horcht

Und die leisen Schwingungen

Der fallenden Blätter wahrnimmt

 

Den Hauch eines milden Luftzugs fühlt

Der den Blättern sanft noch einmal

Ein wenig Auftrieb verleiht

 

So dass sie dort ihre letzte Ruhe finden

Wo sie es sich wünschen

Nämlich in der Stille der Unendlichkeit

 

Dann kommt ein wenig Trauer auf

Die aber bald einmal

Von der aufkeimenden Hoffnung

Auf das Kommende abgelöst wird

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Horch

 

Horch wie der Bäume Blätter klingen

Wenn laue Winde durch Äste singen

 

Wenn Winde durch die Ären rauschen

Kann man der Felder Lieder lauschen

 

Horch wie das Bächlein fröhlich singt

Lustig über Stock und Steine springt

 

Wenn Fischlein stumme Lieder singen

Leise Gedanken im Wasser erklingen

 

Horch in die Natur hör ihre Gesänge

Nimm auf die schönen Sphärenklänge

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Metamorphose

 

Meine Gedanken verweben sich

 Zu lieblichen Träumen,

 Die im Klang feiner Musik

Sich wiegend in die Nacht verlieren

Und mich leicht machen und trunken.

 

Ein auf und ab der Gefühle,

 Gleich einem kleinen Nachtfalter

 Der aus der stillen Dunkelheit

In das wärmende Licht gleitet,

Und es umflattert als wär’s die Sonne.

 

Erwärmt von mildem Lichterschein

Erhellen meine Gedanken.

Die Träume gelöst in Sehnsucht,

Liebe erfüllt mein Herz

Getragen von befreienden Gefühlen.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Lichtblick

 

Benetzt mit Perlen von Tau

So frisch und so rein  

Aus der Dunkelheit geboren

Ein Lichtblick im Sein

 

Im leichten Winde wieget

Der leise Blütenklang

Musik so sanft und schön

Als sei es Engelgesang

 

Hell die Lieder erklingen

Ins reine Licht hinein

Aus tiefer Seele erkoren

Ein Lichtblick im Sein

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Mystik der Liebe

  

Musik und die Liebe

Beide werden getragen

von wunderbaren Gefühlen.

 

Sie verführen die Sinne

 Und öffnen Herzen

 Zu einem großen Ballsaal.

 

Stimmen an zum Tanze

Berauschen und befreien

In sinnlichem Spiel des Seins.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Waldkonzert

 

Töne schweben durch den großen hohen Raum,

den man Wald nennt, als wären es liebliche Vögel,

die uns an seine Heiligkeit mahnen.

 

Ein grosser Konzertsaal voller Musik und Liedern,

dirigiert von der Mutter Natur, nach Noten des Seins,

in der Nacht in sachtem Pianissimo.

 

Ein Konzert voller Durchsichtigkeit und Natürlichkeit.

Ein Jubilieren und Summen, ein Brummen und Flöten,

am Tag in heftigem Fortissimo.

 

Schwingungen, ein Hauch Lichterglanz von Leben. 

Leise Töne vermischt mit Licht und Geräuschen,

die Ruhe und Erholung vermitteln.

 

Töne schweben durch den großen hohen Raum,

den man Wald nennt, als wären es liebliche Vögel,

die uns an seine Heiligkeit mahnen.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Neubeginn

 

Abschied ist immer ein Neubeginn,

ein Neubeginn in Endlichkeit

wie auch in Unendlichkeit.

 

Dort, wo es keinen Abschied gibt,

ist auch ein Neubeginn nicht möglich.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Es braucht wenig

 

Jede noch so kleine Felsenritze

birgt Hoffnung auf Neues,

das Leben ermöglicht.

 

Es braucht wenig zum Leben.

Ein wenig Wärme und Liebe,

Sowie Glück und Sonnenschein.

 

Ein Tropfen Zuversicht

auf ein Häufchen Hoffnung

lässt Leben neu erwachen.

 

Es braucht wenig zum Leben.

Ein wenig Wärme und Liebe,

Sowie Glück und Sonnenschein.

 

Beschützt und behütet

Wächst neues heran,

Was gross und kräftig wird.

 

Es braucht wenig zum Leben.

Ein wenig Wärme und Liebe,

Sowie Glück und Sonnenschein.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Abschied

  

Abschied nehmen ist schwer,

Auch mit dem Wissen,

Dass man sich bald wieder findet.

 

Die Zukunft lebt von der Hoffnung,

Ein Abschied vom Wiedersehen,

Wann und wo auch immer.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Aus der Tiefe

  

Aus der Tiefe der Seele

wandert ein Funken,

der im Herzen zündet,

was Licht werden soll.

 

Vollendet durch Ausstrahlung

wird es reflektiert, wie die Sonne

sich auf der Wasseroberfläche reflektiert.

 

Ein Licht der Hoffnung und Zuversicht,

das Kraft und Energie erzeugt.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Stille

 

Stille und Wohlbefinden 

Sind die Urkraft des Seins

 

Aus dieser Stille geboren

wird unser Ich

Ins Leben hinaus geführt

 

In Endlichkeit getragen

Über Höhen und Tiefen

 

Bis wir in sie zurückkehren

In die unendliche Stille

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Nebel

  

Allein gelassen und doch nicht alleine

Umgeben von lichter Unendlichkeit

Ein leises Gefühl von sanfter Weite

 

Schwebend in einem Hauch von Nichts

In eine Welt voller Ruhe und Frieden

Ein Klang von Stille im weiten Raum

 

Sanft duftende Weichheiten erfühlen

Als wäre es ein Seidentuch aus Tau

Das schmeichelnd meine Sinne rührt

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Sie sagen

 

Sie sagen, die Chemie ist eine sichere Angelegenheit

Und vergraben den Müll vor den Toren der Siedlung

Alles wird sicher und sauber verwahrt

 

Sie sagen, Atomkraft ist eine saubere Angelegenheit

Und vergraben den Müll vor den Toren der Siedlung

Alles wird sicher und sauber verwahrt

 

Sie sagen, Autos sind eine saubere Angelegenheit

Nur die Abgase dieser Fahrzeuge sind giftig

 

Das alles sind keine Probleme

Den Menschen in der Siedlung ist das egal

Denn sie sind alle längst tot

 

Vergiftet von der Nahrung aus dem sauberen Boden

Vergiftet vom Wasser aus dem sauberen Fluss

Vergiftet von der Luft ihrer sauberen Autos

 

Und der Atommüll?

Der ist für die nächsten 10'000 Jahre sicher verwahrt!

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Stille Hoffnung

 

Eine stille Hoffnung

soll sich in eine duftende Blume

der Freude verwandeln,

deren Sinnlichkeit im Licht

von zarten Farben sich widerspiegelt.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Lebensweg

 

Kindheit:

 

Erst führt der Weg gerade aus,

ist leicht zu begehen und trotzdem,

verleitend um ihn zu erforschen.

Geführt und wohlbehütet wird der Weg begangen.

Langsam aber stetig, geht’s vorwärts,

mit gemächlichen Steigungen,

man hat ja viel Zeit...

 

Jugend:

 

Doch plötzlich geht’s steil bergauf,

über Felsen und Klippen,

gefährlichen Steilhängen entlang

Ausgelassen, fröhlich wird der Weg begangen.

Die Grenzen auslotend geht es hinauf,

man stößt sich an, erleidet Schmerzen,

die jedoch schnell mal verweh’n...

 

Erwachsen:

 

Nun zieht er sich über geschwungene Alpen,

einem Bach entlang, der gurgelnd und singend,

gemächlich, aber stetig durch die Landschaft fließt.

Besinnlich, mit innerer Ruhe wird der Weg nun begangen.

Milde Lüftchen wehen entgegen,

erfüllt voller Liebe und Herzlichkeit,

zieht weiter durch duftende Gärten...

 

Alter:

 

Steinig, in engen Windungen geht’s jetzt bergab,

nicht immer einfach zu begehen,

ab und an liegen Wurzeln und Steine quer.

Nun wird der Weg mit Umsicht und Vorsicht begangen.

Da ist auch wieder der Bach so nah,

wie wild und ungezähmt er doch rauscht.

Abrupt endet der Weg nun abgrundtief,

der Bach stürzt hinab in die  

Unendlichkeit...

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Von Liebe und Güte

  

Ein zartes Band von Güte

Umspannt mein weinend Herz

Als ob eine duftend Blüte

Es erlöst von seinem Schmerz

 

Am Baume erwachen Triebe

Schweben hinaus ins Land

Leise singend von Liebe

Flechtend ein zartes Band

 

Ein zartes Band von Liebe

Umspannt so nun mein Herz

Durch eine duftende Blüte

Befreit von all dem Schmerz

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Schmerzen

 

Meine Tränen vermischen sich

Mit der Tinte meiner Worte

Die meine Seele aufnotiert

Auf dem Blatt meines Lebens

 

Sie verschmelzen ineinander

Wie Hoffnung und Zuversicht

Lassen meine Gedanken erlösen

Befreien von Schmerz und Pein

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Düfte der Wasser

  

Belebende Düfte der Wasser,

Mal salzig, mal herb oder süss.

 

Ziehen mit Bächen und Flüssen,

Durch Seen und Meere hinaus.

 

Schwebend in die Unendlichkeit,

Lebens erfüllend, erfrischend fein.

 

Steigen auf um zu versickern,

Um zu erstarren in ewigem Eis.

 

Fallen tief mit ihren Gesängen,

Aus dunklen Schluchten ans Licht.

 

Lieblich rauschend und murmelnd

Durch Wiesen, Flur und Haine.

 

Verdampfen in der Hitze der Sonne,

Regnen gekühlt von des Mondenschein.

 

So singen die Melodien der Düfte

Durch die Unendlichkeit des Seins.

 

Im Gleichklang vom ewigen Kreislauf,

Dem Werden - Sein und Vergeh’n.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Gutnachtlied

 

Mein liebes Kind mein Engel

So schlaf nun friedlich ein

 

Auch ich mach meine Äuglein zu

Schlafe ein mit dir mein Kind

 

Gute Nacht und träume süss

Der Träume unendlich schön

 

Über dir wacht mein Herzelein

Schlaf mein Engel schlafe ein

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Als Kind

 

Als Kind verstand ich nicht

Warum es Kriege gab und gibt

Was Qual und Schmerzen sind

Warum es kein Frieden geben kann

 

Als Kind verstand ich nicht

Warum denn auch in aller Welt

Zerstört wird und verbrannt

Was aufgebaut und liebevoll gehegt

 

Als Kind verstand ich nicht

Warum, warum, warum

Doch in all den vielen Jahren nun

Hab ich so vieles nun erfahren

 

Als Erwachsener versteh ich nicht

Warum, warum, warum

Die Menschheit nie hat was gelernt

In all den vielen tausend Jahren

 

Als Kind wollt ich nie Erwachsen werden

Nicht gross sein, auch nicht gescheit

Erwachsene verstehen die Kinder nicht

Und ich als Kind nicht unsere Welt

 

Als Kind wollt ich nie Erwachsen werden

Frei sein von aller Qual und Pein

Ich versteh all das noch immer nicht

Ein Kind, das möchte ich wieder sein

 

Als Kind nur staunen ob der Blumen

Mich freuen an all den kleinen Dingen

 Schmetterlinge und Vögel schauen

Fühlen, Hören, Leben und nur Sein

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Juniliebe

 

Sanfter Regen durch die Nacht

Hat ein Blatt zum leuchten gebracht

 

Tränen voller Sehnsucht still

Zieren rundherum nun die Natur

 

Jeder Tropfen ist ein zarter Kuss

Voller Liebe und Zärtlichkeit

 

Perlen so schön und glänzen fein

Ja, so kann nur echte Liebe sein

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Ein Regenabend im Juni

 

Wenn Meere und Seen vom Himmel fallen

Unendlicher Regenfluss sich über uns entleert

 

Erfreut am fernen Horizont die Sonne dann

Die uns mit ihren feurigen Strahlen beehrt

 

Lieblich die Amsel dazu ihr Abendlied singt

Glitzernde Regentropfen die Pflanzen zieren

 

Laue Schleier gesponnen aus Nebelchen fein

Sich über dunkle Felder und tiefe Wälder ziehn

 

Begleitet der Regen mit seinem Rhythmus sanft

Uns in einen wunderbar schwebenden Schlaf

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Liebe

 

Die Liebe ist genau so filigran

wie eine zarte Rosenblüte

 

Genau so fein und lieblich

wie süsser Rosenduft

 

Ihre Schwingungen

 gleichen dem Klang einer Flöte

 

Schwebend und erhaben

Verbindend die Düfte und Klang

 

Verschmelzen zu einem Ganzen

wie die Liebe zweier Menschen

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Gläserne Zukunft

  

Zukunftweisend klingt das Kommende

Eingeholt durch das Jetzt

Im Chorgesang von all dem Unbekannten

 

Voller Erwartungen blicken wir nach vorn

Die Vergangenheit bleibt zurück

Erinnerung ist das Wissen was einst gewesen

 

Deutlich spiegelt das Jetzt uns nun entgegen

Wenn auch schemenhaft im Glanz  

Das Sein mit all seinen singenden Klängen 

 

Doch bald wird auch das Vergangenheit sein

Erinnerung was einst gewesen

Der Blick nach vorn wird die Zukunft weisen

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Sommerhitze

 

In der Hitze der Nacht
da sehnen wir uns
nach erfrischender Kühle

Regen, Blitz und Donner
aber hinterlassen uns
nichts als nur Schwüle

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Im Spiegel der Zeit

 

Wenn wir in den Spiegel schauen

In den Spiegel von unserem Leben

 

Ziehen viele Bilder an uns vorbei

Werden eingeblendet und wir staunen

 

Was unser Leben hat so alles

Im lauf der Zeiten uns beschert

 

So kurz auch unser Leben ist

Die Zeit die bleibt uns treu

 

Sie rennt mit uns durchs Leben

Und wir ihr stetig hinterher

 

Einer gespiegelten Sanduhr gleich

Rinnt sie von oben so nach unten

 

Jahre werden zu Wochen

Wochen dann zu Tagen

Tage zu kurzen Stunden

Stunden zu Minuten

Minuten dann zu

Sekunden

****

**

*

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Lebens-Gedanken

Geht’s hinunter oder geht’s nun hinauf

Unser Leben gleicht einer Sesselbahn

die über Höhen und Tiefen schwebt

 

Vorbei an kahlen Felsen

duftenden Wäldern

und blühenden Wiesen

 

Möge unser Auge nur die schönen Sachen aufnehmen

um so unser Herz und unsere Seele zu erheitern

sodass wir in dunkleren Stunden

ein Licht in uns haben das uns erhellt und wärmt

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Wolke

  

Weit oben im Blau der Unendlichkeit

Spielt eine kleine Wolke mit dem Sein

Und entschwindet im Nichts

 

Weit verlieren sich die Gedanken nun

Zurück bleibt ein schwebend Traum

Als wär’s ein Engel gewesen

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Zauber

  

Der Zauber der Kindheit

Wird mit der Jugend abgelegt

 

Erwachsen und klug sein

Lässt solchen nicht zu

 

Die Weisheit im Alter aber

Erfreut sich diesem Zauber

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Nebel

 

Wenn am Morgen früh der Tag erwacht

Und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen

Sich über die Landschaft verteilen sacht

 

Beginnen leise sie zu spinnen und zu weben

Die feinen Nebelchen zart und dünn

Wenn sie durch Flur und Haine schweben

 

Ein auf und ab ein schwanken und ranken  

Durch die menschlicher Sinneswelt

Zart versponnen mit all unseren Gedanken

 

Mal heftig düster dann wieder lieblich fein

Schlängelnder Nebelchen gleich

Singen und schweben sie durch unser Sein

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Vom Anfang und Ende

 

Jeder Anfang birgt in sich ein Ende

Auf jedes Ende folgt ein Neubeginn

Über all dem liegt ein feiner Zauber

Wunderbar und voller Faszination

 

Kaum geboren noch fein und keusch

In jugendlichem Glanze nun erwacht

Ausgereift und voller Schönheit eben

Bis müde geworden klug und weise

 

So hat jeder Anfang auch sein Ende

All das Neue ein besonderer Reiz

Bis hin zum Ende auch einen Sinn

Auf der kurzen Reise von Pol zu Pol

 

Zwischen diesen beiden Polen

Entsteht so immer wieder Neues

Als ein ewig währender Zyklus

Vom Werden Sein und Vergeh’n

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Über die Liebe

 

Liebe ist ein von allerfeinsten

Schwingungen erzeugtes Klangbild

Dessen zarte und höchste Töne

Nur gefühlt werden können

 

Unhörbar gleiten sie in die Herzen

liebender und lösen Glücksgefühle aus

Die in wunderbare Sphären ausklingen

Und sie ins Nirwana schweben lassen

 

Gleich einer tiefen Meditation

Gleiten Gefühle wie feine Nebelchen

Begleitet von Klängen der Stille

In eine lichtüberflutete Dunkelheit 

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Des Menschen Bild

 

Des Menschen Bild wird kaum sich ändern

Nur allzu gross sind der Gelüste Macht

Doch einmal wird das Ganze enden

Wenn sie sich gegenseitig umgebracht

 

Verlogenheit ist der Mächtigen Spiel

Mord und Totschlag sind ihr täglich Brot

Schande und Intrigen das heimliche Ziel

ergötzen sich an der vielen Menschen Not

 

Ich müsste Lachen oder laut Aufschrein

Wenn das Ganze wäre nicht zum Weinen

Ob der Weltverbesserer gespielter Schein

Sie belügen und betrügen gar die Seinen

 

Wollen herrschen uns beherrschen eben

Lächeln uns von ganz oben zu mit Hohn

Bestimmen einfach unser täglich Leben

Egal ob Wirtschaft Politik oder Religion

 

Wenn Leben zerstört die Natur zerbricht

Wer unser Dasein nicht begreifen kann

Auch die Wunder unseres Lebens nicht

Wie soll des Menschen Bild sich ändern dann

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Sehnsucht

 

Gedanken verspinnen sich

Mit einer Melodie

Die das Herz geschrieben

 

Voller stiller Sehnsucht

Singen ihre Klänge

In ach so feiner Harmonie

 

Wie Sommervögel schwebend

In lauem Abendwinde

Leise klingend ihr entgegen

 

Der liebsten holden Maid

Die sehnlichst er verehrt

Und all Abend ihr gedenket

 

Erste Sterne glitzern schon

Noch singt die Amsel leise

Ihr ach so süßes Liebeslied

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Melodien des Seins

  

Fein sind die Melodien des Seins

Gleich Perlen zart in ihrem Glanze

Leuchten und klingen sie ganz leis

 

Aus dem weiten Universum geboren

Mit einem Herzen verletzlich rein

Begleiten sie uns durchs Leben dann

 

Im Spiel der Zeiten entschweben

Mit ihren Silberklängen fein

Die Melodien zurück ins ewige Sein

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Klang der Stille

  

Wenn die Stille ihren Klang entfaltet
können wir all das hören,

was im Lärm des Alltags verloren geht,

nämlich den Herzschlag des wahren Lebens,

die Melodie des Daseins

und die Natürlichkeit des Seins.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Stille

 

Wenn sich die Natur

mit den Klängen der Stille

verschmilzt,

hört man sie singen,

die Vibrationen

des Lichts und der Winde.

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Klänge des Wassers

 

In feinen  Klängen sprudelt ein Brunnen

Gespiesen von einer leisen Quell

Rauschend und singend gesprungen

Mit einer Weise so rein und hell

 

Über Stock und Stein hinab ins Tal

Gurgelnd in sanften Windungen schnell

Im Bachbett noch seicht und schmal

Springen die Klänge der Wasser ganz hell

 

In feinen  Klängen sprudelt ein Brunnen

Gespiesen aus Bächen Fluss und See

Dessen sanfte Wellen Lieder gesungen

Von der Fremde und Liebe oh weh

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Zwielicht

  

Erst war es nur ein kleines Licht

Das rötlich durch die Bäume bricht

 

Als wär’s ein schwebend’ Feuerlein

Aus einem liebend’ Herzensschein

 

Entfacht durch Amors Liebesspeer

Entsteht ein gleißend’ Lichtemeer

 

Verbindend über Feld und Wald

Verbreitet sich als Zwielicht bald

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Tanz der Zwischenwelten

 

Als ein grosser See aus Licht geboren

Entstehen still und leise feine Klänge

 

Aus frostigem Hauch in sich gefroren

Erklingen der Nebel Liebensgesänge

 

Sie sind vereint zu schwebendem Tanze

Drehen und wirbeln erst sanft und leise

 

Wallend und brausend im Lichterglanze

Zu einer herzerwärmenden Liebesweise

 

© Hans-Peter Zürcher

 

 

Gedanken

  

Meine Gedanken verschmelzen

mein ich mit der Natur,

schweigendes wird lebendig,

lebendes schweigt.

 

Meine Gedanken verbinden

mein ich mit Bildern,

deren Sprache Musik ist und

deren Klang Worte sind.



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