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Abstammung

Unsere geliebten Zwergkaninchen sind keine Nagetiere, auch wenn das oft behauptet wird. Sie stammen von den Wildkaninchen ab und nicht von den Feldhasen. Beide gehören zu der Familie der Hasenartigen, sehen sich ähnlich sind aber nicht kreuzbar. Kaninchen gehören zu der Gattung der Hasenähnlichen. Durch ihre gute Anpassungsfähigkeit hat sich das Kaninchen weltweit schnell verbreitet.

Wildkaninchen, die wir alle kennen, buddeln bzw. graben tiefe und lange unterirdische Gänge. Man sagt diese können bis zu 3 Meter in die Tiefe gehen! Feldhasen hingegen leben nur oberirdisch und sind eher ungesellig. Kaninchen leben in der Natur in großen Gruppen, da sie sehr gesellige Tiere sind und  immer von Artgenossen umgeben sein wollen.

àDeshalb bitte KEINE Einzelhaltung!

Um den Unterschied zwischen Wildkaninchen und Feldhase darzustellen, hier eine kleine Auflistung extremer Unterschiede die mir bekannt sind:

Feldhase (Wild)kaninchen
Farbe braun-rot grau-braun
Gewicht 2,6 bis 7kg 1 bis 3kg
Trächtigkeitsdauer ca. 48 Tage ca. 31 Tage
Babys behaarte Nestflüchter, sehend, hörend nackte Nesthocker, taub, blind
Würfe pro Jahr ca. 2 - 4 ca. 5 - 7
Jungtiere pro Wurf durchschnittlich 1 bis 3 durchschnittlich 4 bis 8

 

Kaninchenrassen

Kaninchen gibt es heute in vielen verschiedenen Rassen, welche alle vom Menschen gezüchtet wurden. In erster Linie unterteilt man sie in Größen, aber auch in Farben und Formen. Es gibt Zwergkaninchen, Kleinkaninchen, Mittelgroße und Großrassen, die durchaus ein Gewicht von 8kg haben können.

kleine Rassen: 1 - 4kg
Mittelgroße Rassen: 4 - 4,5kg
große Rassen: 6 - 8kg

Die Zucht von Kaninchen begann schon sehr früh, bereits im 19. Jahrhundert gab es erste Ausstellungen. Heute gibt es mehr als 70 Kaninchenrassen und über 300 Farbschläge.

Unter den Hobbyzüchtern sind immer mehr die NHDs verbreitet.


NHD:

Nederlandse Hangoor Dwerge = NHD

Dies sind aus Holland stammende Kaninchen mit hängenden Ohren. Reine NHD sind tätowiert oder haben einen über mehrere Generationen zurückführenden Stammbaum aus NHD-Linien.

Die Richtlinien in Holland für NHD sind andere, als die in Deutschland für Zwergwidderkaninchen geltenden.

NHD: 1,25kg bis 1,7kg


Zwergwidder:

Zwergwidder haben nach Standard ein Gewicht zwischen 1,5kg und 1,9kg. Mindestens jedoch 1,2kg und höchstens 2kg.


Das Haarkleid der Kaninchen:

Es gibt verschiedene Haarformen. Zum einen die Normalhaarkaninchen, sie haben eine Haarlänge von ca. 3 bis 4cm. Das Fell ist pflegeleicht und muss nicht geschoren oder gebürstet werden.

Außerdem gibt es verschiedene Langhaarformen, wie z.B. Angorakaninchen (diese müssen geschoren werden) oder Fuchskaninchen, deren Fell auch wesentlich länger ist, aber nicht geschoren werden muss.

Im Gegensatz zu den Langhaarkaninchen, gibt es auch Kurzhaarkaninchen, die sogenannten Rex. Deren Fell ist stark verkürzt und erreicht nur eine länge von maximal 2cm.

Desweiteren gibt es mittlerweile zum Teil auch als anerkannte Rasse; die Satinkaninchen. Das Fell von Satinkaninchen ist vergleichbar mit dem eines Normalhaarkaninchen, Satin beschreibt einen Glanz des Fells. Das einzelne Haar ist innen hohl, wodurch dieser entsteht.


Täto:

Jede Rasse hat eigene Rassekriterien die in Deutschland anerkannt sind. Reinrassige Kaninchen tragen in Deutschland eine Tätowierung vom Verein. Die Tätowierung hat exakt vorgeschriebene Richtlinien. (Rechtes Ohr: Verein; Linkes Ohr: Geburtsmonat, Geburtsjahr, Zuchtbuchnummer) Die Farbe der Tätowierung darf ausschließlich blau oder schwarz sein.

In der Hobbyzucht gibt es keine Tätowierung. Aber ein guter Hobbyzüchter, hat von allen Zuchttieren einen vollständigen Abstammungsnachweis.


Formen:

Widder bedeutet beim Kaninchen lediglich, dass die Ohren nicht aufrecht stehen, sondern nach unten hängen. Widder hat aber keinerlei Bedeutung im Bezug auf die Größe. Es gibt Zwergwidder (ca. 1,5kg) und es gibt Deutsche Widder (über 5kg)


Farben:

Da es so viele verschiedene Farben gibt, kann ich hier leider nicht alle aufführen.


Beispielbilder aus meiner Zucht:

Rasse: Farbenzwerg
Farbe: Holländer blau-weiß
Fell: Normalhaar
Rasse: Zwergwidder
Farbe: rhön
Fell: Normalhaar

Rasse: Hermelin
Farbe: weiß
Fell: Normalhaar
Augen: blau

Rasse: Zwergwidder
Farbe: hotot
Fell: Normalhaar
Rasse: NHD
Farbe: chinchilla-weiß
Fell: Normalhaar

Rasse: NHD-Zwergwidder
Farbe: schwarz-weiß
Augen: Blau
Fell: Normalhaar

Rasse: Zwergwidder
Farbe: sallander
Fell: Satin

 

 

Haltung


Die richtige Zusammenstellung:  Männchen oder Weibchen?

  • Kaninchen fühlen sich nur im Rudel wohl – mindestens zwei Tiere sollten zusammen gehalten werden.
  • Bei der Haltungswahl von zwei Kaninchen, sollte man sich für einen kastrierten Rammler mit einem Weibchen entscheiden. Diese Kombination ist die natürlichste und unproblematischste. Zwei Weibchen sowie auch Zwei Männchen muss man später sehr wahrscheinlich trennen, denn spätestens mit der Geschlechtsreife kommt es zu schweren Rangordnungskämpfen, vor allem unter Männchen (Rammlern)
  • Möchten sie es jedoch mit zwei Rammlern versuchen, müssen diese auf jeden Fall Frühkastriert werden.

Stall/Käfig:

  • Generell ist für die Haltung ein Selbstbau zu empfehlen, wenn man die Möglichkeit hat!
    Für die Wohnungshaltung empfehlen sich selbstgebaute Gehege; sollte man die Möglichkeit nicht haben, sollte man bei Handelsüblichen Käfigen darauf achten, dass die Käfige auch seitlich zu öffnen sind. Denn greift man von oben nach dem Kaninchen, bekommt das Tier Angst, da die natürlichen Fressfeinde auch von Oben angreifen. Außerdem kann das Kaninchen dann selbstständig aus dem Käfig springen und wieder rein gehen. Desweiteren sollte man auf die Größe achten. Leider sind die meisten Käfige im Handel viel zu klein!
  • Für die ganzjährige Außenhaltung gibt es leider nur sehr wenige Ställe zu erwerben, die für die Kaninchenhaltung geeignet sind. Die Ställe müssen gut isoliert sein, damit es im Sommer nicht zu heiß und im Winter nicht zu kalt für die Tiere wird. Außerdem brauchen sie unbedingt eine geschützte Ecke, wo sich das Kaninchen bei Wind/Regen/Sonne/Schnee oder Gefahr  zurückziehen kann. Am Besten baut man selbst einen geeigneten Stall oder lässt ihn vom Schreiner anfertigen.

 

Freilauf:

Freilauf ist wichtig, da Kaninchen viel Bewegung benötigen!

  • Beim Freilauf in der Wohnung muss das Kaninchen unbedingt unter Beobachtung stehen. Möbel, Tapete aber auch Kabel und Blumen werden leider gerne angeknabbert. Dies ist nicht nur ärgerlich, sondern auch sehr gefährlich. Viele Zimmerpflanzen sind für Kaninchen giftig.
  • Der Freilauf im Garten ist für das Kaninchen sehr empfehlenswert. Allerdings muss auch hier auf einiges geachtet werden. Der Freilauf muss buddelsicher und abgedeckt sein. Kaninchen können sehr hoch springen, aber auch Fressfeinde wie Hunde, Katzen oder z.B. Greifvögel dürfen nicht in das Gehege gelangen können.
  • In dem Freilauf muss es einen geschützten Platz geben, in dem sich die Kaninchen vor Sonne, Regen etc. zurückziehen können.
  • Beim Freilauf ist außerdem darauf zu achten, dass die Kaninchen Frischwasser zur Verfügung haben.


Anatomie

Zähne:

àFalsche Ernährung kann Zahnprobleme hervor rufen!

Hier einmal die Schneidezähne von einem Zwergkaninchen:

                  

Ein Kaninchenschneidezahn
wächst über 16cm im Jahr

Die Zähne von Kaninchen wachsen lebenslang. Neben dem oberen und unteren Schneidezahnpaar haben Kaninchen direkt hinter den oberen Zähnen noch zusätzliche, sogenannte Stiftzähne. Diese sollten immer vorhanden sein.

Wichtig ist, dass ein Kaninchen eine korrekte Zahnstellung hat. Nur so ist gewährleistet, das sich die Schneide- aber auch Backenzähne richtig abnutzen. Sollte ein Zahn einmal abbrechen, wächst dieser innerhalb weniger Wochen nach, allerdings sollte dies tierärztlich kontrolliert werden, damit es zu keiner Fehlstellung kommt.

Bei einem gesunden Kaninchen müssen die Zähne nicht geschnitten werden. Dies passiert nur bei Kaninchen, die eine angeborene Zahnfehlstellung haben oder falsch ernährt werden oder wurden.


Magen-Darm-Trakt:

Kaninchen haben im Verhältnis zu ihrem Körper einen längeren Darm als Menschen. Niemand muss sich darüber wundern, dass sein Kaninchen den "ganzen" Tag frisst. Kaninchen müssen sogar oft fressen, da sie einen sogenannten "Stopfmagen" haben. Der Magen, sowie auch der Darm, haben eine sehr schwache Muskulatur. Aus diesem Grund müssen die Kaninchen ständig "nachstopfen" also fressen, damit der Weitertransport der Nahrung möglich ist.

Sollte ihr Kaninchen einmal Kot direkt vom After fressen, handelt es sich sehr wahrscheinlich um "Blinddarmkot". Dieser ist sehr Vitaminreich und keinesfalls schädlich für das Kaninchen. Dieses Verhalten ist völlig normal.


Geschlecht:

Die Geschlechterbestimmung ist nicht ganz einfach für den Laien, aber wenn man sich näher damit beschäftigt, ist auch dies ganz einfach. Bei Jungtieren erkennt man das Geschlecht ca. im Alter von 4 Wochen.

Oft wird gesagt, man sieht bei ausgewachsenen männlichen Tieren die Hoden. Das stimmt soweit auch, allerdings sind die Tiere in der Lage, die Hoden in den Bauchraum einzuziehen.

Um das Geschlecht sicher feststellen zu können dreht mandas Tier auf den Rücken; durch hervor stülpen des Geschlechtsteiles erkennt man entweder ein schlitzförmiges Geschlechtsteil beim jungen sowie auch ausgewachsenen Weibchen oder ein eher rundes Geschlechtsteil beim männlichen Jungtier. Beim ausgewachsenen männlichen Kaninchen den Penis. Bitte fragen sie beim Züchter oder Tierarzt um Rat, wenn sie sich unsicher sind.

weiblich

männlich

Ernährung

Heu:
Grundvoraussetzung  einer richtigen Ernährung ist hochwertiges Heu, da die meisten Halter nicht die Möglichkeit haben, das ganze Jahr über Wiesenfutter anzubieten.Es ist wahnsinnig wichtig für ein Kaninchen und sollte 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen. Fragen sie bei Bauern in ihrer Umgebung nach. Gutes Heu duftet nach Wiese und ist grün, NICHT grau oder gar gelb. Bestenfalls befinden sich im Heu bereits verschiedene Wiesenkräuter.

Löwenzahn und Wiesenfütterung:
Wenn sie die Möglichkeit der Wiesenfütterung haben, nutzen sie diese! Es ist die Natürlichste!

Obst und Gemüse:
Kaninchen sind reine Pflanzenfresser und benötigen täglich frisches Gemüse. Ab und an auch Obst. Sie sollten ihren Kaninchen täglich einen gemischten Gemüse-Obst-Teller zubereiten. Vorsicht: Nur Sorten verfüttern, von denen sie wissen, dass Kaninchen sie fressen dürfen.

Wasser:
Kaninchen trinken unterschiedlich viel. Außerdem hängt die Trinkmenge von der Frischfuttermenge ab. Da in z.B. Salatgurke viel Flüssigkeit ist, kommt es vor, dass Kaninchen nach dem Verzehr von Wasserhaltigen Obst und Gemüse weniger trinken. Trotzdem sollte ein Kaninchen immer Zugang zu frischen Trinkwasser haben. Dies ist auch im Freilauf sehr wichtig.

Kräuter:
Kräuter können und sollten getrocknet sowie auch frisch gefüttert werden. Sie schmecken den Kaninchen, sind ebenfalls wichtig für die Verdauung und haben viele positive Wirkungen auf die Kaninchengesundheit. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Nur Kräuter verfüttern, deren Wirkung und Verträglichkeit sie im Bezug auf Kaninchen kennen!

Trockenfutter:
Generell benötigt ein Kaninchen gar kein Trockenfutter. Wenn man die Möglichkeit hat, genügend Heu, Kräuter, Obst, Gemüse, Löwenzahn usw. zu füttern, kann man gern auf die Gabe von Trockenfutter verzichten. Soll es Trockenfutter sein, dann bitte auserwähltes und gesundes Trockenfutter, was man leider nur selten findet.

Wir empfehlen und füttern unseren Tieren Nösenberger-Natur-Struktur-Müsli. Hier finden sie mehr
darüber: Link

Leckerlies und Lecksteine:
Bei einer artgerechten Ernährung sind Leckerlies und Lecksteine völlig fehl am Platz. Statt einem Leckerchen, verwöhnen sie ihr Kaninchen z.B. mit einer Obstsorte die es mag, aber nicht all zu oft auf dem Speiseplan steht. Bitte keine Leckerlies. Sie enthalten oft Stärke, Fett und Zucker, dies ist für Kaninchen ungesund und schwer verdaulich. Die meisten Kaninchen mögen es, genauso wie Kinder Süßigkeiten mögen; gesund ist es aber nicht!

è Bitte kein getrocknetes Brot, Zwieback oder Knäckebrot verfüttern!

Folgende Gemüse-, Obst- und Kräutersorten dürfen z.B. verfüttert werden:

 

Broccoli nach Anfütterung gern täglich, immunstärkend, enthält Vitamin C und A
Fenchel gern täglich, ganze Pflanze kann verfüttert werden, sehr vitaminreich, immunstärkend
Salatgurke 1-2 mal pro Woche, geschält (außer aus eigenem Garten), wasserhaltig
Möhren gern täglich, gutes Winterfutter, vitamin- und mineralstoffreich, Urin kann sich verfärben
Möhrenkraut selten, hoher Kalziumgehalt
Paprika 1-2 mal pro Woche, vitaminreich, Strunk und Kerne entfernen, immunstärkend
Zucchini nach Anfütterung gern täglich, wasserhaltig
Dill gern öfters, ganze Pflanze kann verfüttert werden, enthält viel Vitamin C
Melisse 1-2 mal pro Woche ein paar Blätter, getrocknet oder frisch
Minze 1-2 mal pro Woche ein paar Blätter, getrocknet oder frisch
Petersilie 1-2 mal pro Woche ein paar Blätter
Salbei selten, unterstützend bei Infektionen
Apfel gern täglich, mineralstoffreich
Birne selten, 1 mal pro Woche, zuckerhaltig
Himbeeren und selten, aber Vitaminreich, 1 mal pro Woche ein paar Blätter
Himbeerblätter
Wassermelone im Sommer bei Hitze, kleine Mengen sind erfrischend für das Kaninchen, ohne Schale und ohne Kerne
Apfelbaumzweig Zweig mit Blättern darf gern 2 mal die Woche verfüttert werden
Birnenbaumzweig      Zweig mit Blättern darf gern 2 x die Woche verfüttert werden
Haselnusszweige nach Anfütterung gern täglich, grüner und roter Haselnuss, auch Korkenzieherhaselnuss
Echinacea  
Spitzwegerich  

 

Impfungen

 

Kaninchen sollten unbedingt geimpft werden, da sie sich nicht nur durch den direkten Kontakt mit erkrankten Tieren an gewissen Krankheiten anstecken können.

Krankheiten können zum Beispiel durch Fliegen und Mücken übertragen werden. Aber auch durch Futter wie z.B. Heu, kann man Krankheiten in den Kaninchenstall bringen.

Meine Kaninchen werden regelmäßig gegen RHD und Myxomatose geimpft.

Bitte impfen auch sie Ihre Kaninchen à sprechen sie Ihren Tierarzt an!

 



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