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ZEUS, Herrscher über Himmel und Erde,
Vater der Götter und Menschen


Zeus, der mächtigste der unsterblichen Götter, wurde von seiner Mutter Rhea sofort nach der Geburt in der Idäischen und der Diktäischen Höhe versteckt, wo er mit der Milch der Ziege Amalthea ernährt und von Nymphen betreut wurde.

Nachdem er sich gegenüber seinen Geschwistern und den anderen Göttern durchgesetzt hatte, begegneten ihm alle mit Achtung und Bewunderung. Nach dem Sieg über die Titanen und die Giganten war er der rechtmäßige Herrscher und Vater der Götter und Menschen. Seine Waffe war der Blitz und seine Herrschaft erstreckte sich über Himmel und Erde. Die rechtmäßige und ewige Gemahlin des Zeus war Hera, die ihm im Leben und bei allen seinen Taten eine beständige und treue Gefährtin war. Ihre Kinder waren Ares, Hebe, Eileithyia und Hephaistos. Unzählig waren aber die Liebschaften des Zeus mit Göttinnen und Serblichen, die immer wieder die Eifersucht Heras hervorriefen. Aus diesen Verbindungen erwuchsen dem Zeus weitere Kinder, Götter, Halbgötter und Heroen. Es ist zu erwähnen, dass der Beziehung zu Maia Hermes entstammte, der zu Semele Dionysos, der zu Leto Apollo und Artemis, der zu Themis die Moiren und die Horen und aus der zu Mnemosyne die Musen. Zahllose erotische Abenteuer mit sterblichen Frauen, die Halbgötter und Heroen zur Welt brachten, werden überliefert. Alle seine Kinder liebte und beschützte er, häufig waren sie auch Gegenstand der Eifersucht von Hera. Neben den Hunderten von Frauen, die heimlich ein erotisches Abenteuer mit dem Vater der Götter und Menschen erlebten, wird berichtet, dass er von der Schönheit des Ganymedes ergriffen wurde. Die Schönheit des Knaben, der aus dem trojanischen Königshaus stammte, war so ungewöhnlich, dass sie die Leidenschaft von Zeus selbst erweckte, der ihn in den Olymp brachte. Dort diente er ihm als Mundschenk und füllte den Becher mit Nektar.

Ungeachtet der Leidenschaften, in denen die Götter, wie erwähnt, den Menschen glichen, war Zeus ein Gott der ausgleichenden Gerechtigkeit. Er strafte nicht nur und rächte, sondern linderte auch den Schmerz und war immer bemüht, Unglücklichen beizustehen und Gerechtigkeit zu üben. Herrscher, die gerecht regierten, wurden im Altertum mit Zeus verglichen.



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