Weihnachtsfeiertage ade
(Senryu)
Docht fällt kopfüber
Dunkel lacht siegessicher
Kerzenschein verlischt.
Graue Asche friert
Show-Effekte versickern
Lametta verstaubt.
Ausgeleertes Herz
Hoffnung findet Wegweiser
Lichtstrahl glänzt heller.
Neue Zeiten
(Senryu)
Verknotung entwirrt
Neujahr spinnt Gereinigtes
Lebensteppich frisch.
Zeitträume aktiv
Seelenräume neu geschmückt
Vorsatz webt Buntes.
Mein Jahresrückblick
Am Ende eines langen Jahres
blick’ ich in Dankbarkeit zurück.
Höhen als auch Tiefen gab es,
verharre einen Augenblick.
Dabei die Sorgen, wie auch Glück,
war eigentlich wie immer.
Es bleibt schließlich nur zurück
von allem nur ein Schimmer.
Sah die ersten Frühlingsblüten,
die Sommerblumen schön und bunt.
Blätter in der Herbstzeit glühten,
die Pracht ums halbe Erdenrund.
Es gab glückliches Erleben,
wie schön hat uns die Sonn' gelacht,
Morgentau, der Spinne Weben,
der Mondlichtglanz in stiller Nacht.
Herr du hast bewahrt, getragen,
Kraft und Beistand mir gegeben.
Engelschutz an allen Tagen -
Dankbarkeit auf allen Wegen!
DIE HIMMELSSTÜRMER
Ein Kracher lag da in der Pfütze,
verrußt, durchnässt, zu nichts mehr nütze.
Raketen in die Nacht geschossen,
die Menschen haben’s voll genossen.
Es hat geknallt, sehr oft gepufft,
in nässender Silvesterluft.
Kurz brachte es den Leuten Freude,
verschmutzte Straßen, Wege heute.
Gar viele Euros aufgebracht,
all’ dies für eine Nacht gedacht.
Ein kurzer Spaß, das Geld ging flöten,
doch mancher Mensch der Welt in Nöten.
Mit einem Sekt stoße ich an
mit Freunden, Nachbarn und dem Mann.
Ein Prosit auf das neue Jahr
ich hoffe, es wird wunderbar.
Zum neuen Jahr
Das neue Jahr, was wird’s uns bringen?
Wird das Vorhaben gelingen?
Was machen mit der kostbaren Zeit,
welchen Inhalt hält sie bereit?
Gott, der Herr, mög’ uns bewahren
vor Katastrophen und Gefahren.
Wir wollen gerne ihm vertrauen,
allzeit auf die Hilfe bauen.
Frieden wünsche ich auf Erden,
satt sollen die Menschen werden.
Geborgenheit für jedes Kind,
ein Leben lang darauf besinnt.
Milde Hände für die Armen,
mit dem Bettler groß Erbarmen.
Und mit dem Nächsten viel Geduld,
such’ auch bei dir einmal die Schuld.
Das richt’ge Wort zur rechten Zeit,
ein liebend’ Herz bringt Seligkeit.
Gelass’ne Tage und auch Glück,
das Echo kommt zu dir zurück.
Ein Partner, der dir Treue hält,
nichts schön'res gibt’s auf dieser Welt.
Mit Zuversicht und Gottvertrauen
woll’n wir dem Jahr entgegen schauen.
Milder Januar
Der Januar ist lau und milde,
führt Februar etwas im Schilde.
Kleine Glöckchen läuten fleißig
zwischen Primeln und auch Reisig.
Lenzgefühle streifen die Brust
heben Laune und drücken Frust.
Schlafende Knöllchen sind erwacht,
Sonnenstrahlen berühren sie sacht.
Gänseblümchen tanzen im Wind,
er kost so manches Blumenkind.
Zeigt bitte nicht die ganze Pracht,
manch’ Änderung kommt über Nacht.
Geduldig auf den Frühling warten
noch mischt Natur die Wetterkarten.