Lyrikquelle von Herta Marie
 

 

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Impressum

 
 
 

 

4 Gedichte aus dem Buch 'Freudentänze durch die Jahreszeiten'
 
 

 

Winterzauber

 

Schneeflocken schweben

still und leise aus Wolkenkissen,

zaubern ein Lächeln

auf mein Gesicht.

 

Hauchzarte Kristalltränen,

fest umschlungen,

sinken tanzend

zur schlafenden Erde.

 

Träumend verfalle

ich dem stillen Glanz,

lasse mich tragen,

entführen

in leuchtende Winterwelt.

 

 

Zärtlicher Schneegruß

 

Schnee bedeckt die Erde -

ein zärtlicher Gruß der Engel.

Unter der weißen Decke

befindet sich das Schweigen,

die Vergessenheit,

Schritte werden gedämpft.

Alle Geräusche werden in Weichheit umgewandelt.

 

Du zärtlicher Schneegruß

der Engelweit

verzauberst Menschen

Natur und die Tierwelt.

 

 

Flockenreiche Dämmerstunden

 

Gleich einem Elfenreigen

tanzen eisverspielte Flocken

geheimnisvoll im Mondlicht.

 

Abendliche

Dämmerstunden

in warmer Stube,

aromaverzauberte

Duftschwaden

auf Bratapfels Spur.

 

Zeit der

Wohlfühlgedanken,

der zärtlichen Herzsprünge,

liebevollen Kuschelstunden

im schimmernden Kerzenlicht.

 

 

Tanzende Sternchen des Himmels

 

GESTERN

 

berührten warme Sonnenstrahlen

winzige kalte Sterne des Himmels

 

HEUTE

 

holen sich Schneeglöckchen Kraft

aus versickertem Schmelzwasser

 

MORGEN

 

ziehen dunkle Regenwolken am Himmelszelt

und bringen Kirschbäume zum knospen.

 

 

 

Nachfolgend Gedichte aus dem kommenden Buch 'Wärmende Bratapfelzeit'

 

 

 
Novemberstimmung
(Haikus)

 

 Standhafte Aster

Sturmwind beugt ins feuchte Moos

einsame Zeiten.

 

Gänse entfliehen

Schlachtmesser in Sichtweite

kein Entrinnen mehr.

 

Stolzer Sankt Martin

Lichterglanz im Kinderblick

Laternen schaukeln.

 

Graue Himmelsfront

Herbstbunt bedeckt Erdengrund

es riecht nach Winter.

 

Versammlung am Teich

Kraniche im Nebelhauch

Novemberstimmung.

 

 

Sturmgebraus im November
 
Ein wutentbranntes Sturmgebraus,
der Winter naht auf leisen Sohlen.
Ein Heulen überm Blätterberg,
das Laub der Erde anempfohlen.
 
Manch’ Seele hat sich eingerollt,
Gefühle sind fast eingefroren,
singt die wehmutsvollen Lieder
und wirkt so herzensleer verloren.
 
Erste Kerzen werden brennen
Gar schnell entflieht der Schattentanz.
Der Sturm wird bald der Stille weichen,
dann strahlt das Herz im Lichterglanz.
 
 
Novemberinspirationen
 
 Die Tropfen klar spiegelnd
ins Nass eintauchend
die Perlen so funkelnd
auf Buntem bald sickernd
im Abschied noch weinend
im Erdenschoß ruhend.
 
 
 
Leckere Plätzchen für die Enkel


 

Marzipan und Mandelkern
essen meine Enkel gern.
Gefülltes aus dem Garten -
sie lange darauf warten.
 
Schokoladiges im Keks
für die Tasche unterwegs.
Bunte Streusel seht ihr dort,
möcht’ ihr essen immerfort.
 
Kipfliges am Tellerrand
schnell im kleinen Mund verschwand.
Ihr greift nach manchen Bunten,
den Kleinen und den Runden.
 
Halt – sonst werdet ihr noch krank,
bleibt doch lieber Rank und Schlank.
Schaut ihr euren Opa an,
lag’s bei ihm am Marzipan?

 
Kerzenwarme Kuschelzeit
 

 Kalte Zeiten lieben Wärme,

und graue Tage mögen Licht.

 

Matt sind manche Augenpaare,

gar verloren ist die Sicht.

 

Lächeln hüllt in Daunendecken,

Kerzen braucht die Kuschelzeit.

 

Blicke in den Dämmerstunden

schenken uns Warmherzigkeit.

 

 

Einsame Herzen in der Adventszeit

 

Wenn Dunkelheit das Licht besiegt

und Schatten überm Herzen liegt.

Wenn Gedanken wurmgleich fressen,

Tränen manches Kissen nässen.

 

Dann klopft ganz zart die Menschlichkeit,

schenkt Liebe in der dunklen Zeit.

Sieh’ wie ein kleines Lichtlein brennt –

es blüht die Seele im Advent.

 

 

Afrikanische Klänge in der Adventszeit

Wenn afrikanische Musik
mein Herz berührt,
 
dann fließt ein Zauberstrom der Freude
durch alle Körperbahnen.
Gewaltige Stimmen überbringen
Glücksgeschenke aus fernen Ländern
und die Sehnsucht schwebt mit den Klangwolken.
 
Wenn afrikanische Lieder
die Adventszeit einläuten,
 
dann tragen seelenvolle Wellen
eine innige Liebesbotschaft zum Gottes Thron
und das Weihnachtsgeschehen erstrahlt im Licht.
Rhythmische Noten schenken Energie
und lassen Raum und Zeit vergessen.
 
 
 

Vorweihnachtliche Gedanken

 

Adventszeit

 

verführt und berührt

versucht und betucht

versteckt und bedeckt

verraucht und behaucht

 

Adventszeit

 

helle Kerzen

weiche Herzen

sanfte Blicke

viele Schritte

manche Spende

volle Hände

Herzenswärme

im Gelärme.

 
 Wärmende Adventselfchen
 
Adventskalender
erfreut Kinderherzen,
Schokoladenfinger abgeschleckt,
lächelnd nächstes Türchen befühlt –
Adventskalenderzeit.
 
Kerzen
verbreiten Wärme,
beleuchten den Abend
und verdrängen innere Dunkelheit –
Adventslichter.
 
Päckchen
im Versteck
haben rätselhaften Inhalt,
bewirken kribbeln im Bauch –
Weihnachtsfieber.
 
 
Der Weihnachtsmarkt
 

Auf dem Markt, in engen Gassen,

Geschmücktes und die Menschenmassen.

 

Manch’ Duftiges liegt in der Luft,

Zimt, Kardamom und Waffelduft.

 

Süße Plätzchen und Stollen fein,

zu Weihnacht’ kauft hier jeder ein.

 

Christbaumzier und schöne Kerzen,

es öffnen sich so manche Herzen.

.

Auf Schnitzel, Pommes und auch Wurst,

bekommt man schnell den großen Durst.

 

Glühweinduft und Pflaumenwein

laden an den Theken ein.

 

Unter Bäumen Chöre singen,

Posaunen dazu laut erklingen.

 

Die Krippen wurden aufgestellt,

der Lichterglanz den Weg erhellt.

 

Manch’ Kinderaugen strahlen groß,

das Karussell ist ganz famos.

 

Wolle, Schals und viele Mützen,

soll den Mensch vor Kälte schützen.

 

Flöckchen grüßen vom Himmelszelt,

es wird bald Weihnacht auf der Welt.

 

Den Menschen wünsche Fried’auf Erden,

mög’ es warm  in Herzen werden.

 
 

Vorweihnachtliche Gedanken

(Elfchen)

 

Sonnenstrahlen

flüstern warme

Wohlfühlgedanken ins Herz

und vertreiben stressige Zeiten –

Vorweihnachtshektik.

 

Adventslichter

für alle,

wärmend die Besinnlichkeit

in Kuschelmusikstunden und Bratapfeldüften –

Vorweihnachtsträume.

 

Weihnachtssinn

sucht Rastplatz

auf der Erde,

findet nicht immer Einlass –

Weihnachtsgeschehen.

 

 

 

Adventszeitmalheur

(Senryu)

 

Nussknackers Sorge

Kieferbacke abgenutzt

beschwerliche Zeit.

 

Adventszeitmalheur

altersschwache Bisszähne

ruckzuck ruiniert.

 
 
Menschlichkeit im Advent
 
Advent die Zeit der Nächstenliebe,
so mancher Mensch nun in sich geht.
Gesinnung gilt’s zu überdenken,
die sonst nur immer abseits steht.
 
Die oft so unberührten Herzen
werden täglich wach gemacht.
Spenden hier, Geschenke dort,
die Börsen werden nicht bewacht.
 
Hat die Welt den Sinn verkannt?
Lasst mehr Nächstenliebe walten.
Gebote sind mehr Menschlichkeit,
drum lasst die Herzen nie erkalten.
 
 
 Wonnige Wohlfühlzeiten

 

Wenn wolkenschwere

Winde wehen,

watteweiche Winterflöckchen

Wonnekleider weben,

Worte Wohlfühlzeiten,

Weltfrieden wünschen,

Wärme weitergeben –

 

winken Weihnachtswunderzeiten.

 

 

Die stille Zeit

 

Zeiten der Stille,

froher Gedanken

Freudengesichter,

Lichter die schwanken.

 

Erwartend die Kinder,

rotglühende Wangen.

Manch’ Düfte verlocken

und Zweige behangen.

 

Betrachter die Alten,

sinnierend und weise.

Zeiten sie schmelzen,

ganz heimlich und leise.

 

 

Der beschwipste Bratapfel

 

Heute geht’s mir richtig gut,

ich schmore in dem Ofen.

Tauche tief in Spiritus,

und werd’ zum Philosophen.

 

Mein Bauch gefüllt mit mancher Nuss,

wohl fühlen sich Rosinen.

Ich schaue über’n Tellerrand

und sehe freud’ge Mienen.

 

Mit Genuss man mich verspeist,

ich wärme Leib und Seele.

Gäste sind des Lobes voll,

die Lust rinnt durch die Kehle.

 

Der Weihnachtsmuffel

(Tanka)

 

Stille Adventszeit.

Gift für den Weihnachtsmuffel.

Flucht in den Süden,

Gefühlsterror auch am Strand -

Plastikweihnachtsbaumlichter. 

 

 

 

Im Weihnachtsstress

 

Die Stille nährt,

die Hektik zehrt.

 

 

Elch Rudi auf der Fensterbank

 

Ach wie schön ist es zu klönen

an der Fensterscheibe hier.

Meine Ohren keine Röte

und im Kalten nicht erfrier.

 

Hängen lass’ ich meine Beine,

zum Freund schweifen Gedanken.

Er belädt nun seinen Schlitten

und Träume um ihn ranken.

 

Der Elch erledigt Weihnachtspost,

verteilt nun manch’ Pakete,

bei Lisa, Eva und dem Nick,

Klein Julian, auch der Mete.

 

Ich schaue nun den Flöckchen nach

und singe mir ganz leise,

ein schönes, fröhlich’ Weihnachtslied

in liebevoller Weise.

 

 

Mein Heilig Abend

 

Leise rieseln Gespräche,

Worte bedecken den Baum.

Liebe hängt zwischem Geäste

gleich einem wundervollen Traum.

 

Innig klingen die Lieder,

manche Stimmchen zart und fein.

Frohgemut ist mir’s zumute,

als könnt’ es oftmals Weihnacht’ sein.

 

 Weihnachtswunder

 

Ein winterklarer Lichtstrahl

dringt durch starres Geäst

und legt sich wie ein heißer Kuss

auf unterkühlte Herzen

und erweckt die Kraft des Glaubens

an das Wunder in der Krippe.

 

 

 Und es geschah in Bethlehem

 
Ja, nicht jeder kann’s verstehen,
was in jener Nacht geschehen,
als der Stern am Himmel strahlte
und die Hirten IHN gesehen.
 
Der Heiland uns geboren,
vor zweimal tausend Jahren.
Tief ergriffen vom Geschehen,
an dem göttlich’ Wunderbaren.
 

 

Der Geburtstag von Jesus

 

Gebogen ist der Gabentisch,

mancher Rummel auf den Straßen,

Bäuche werden vollgeschlagen,

kaum noch jemand denkt in Maßen.

 

„Ach, was ist’s mir schwer ums Herz,

denn ihr tanzt auf MEINEM Fest,

und den eigentlichen Gast

ihr auch diesmal ganz vergesst.

 

Für alle Menschen habe ich

das Opfer an dem Kreuz gebracht

und jedem auf dem Erdenrund

die Liebestat hab’ angedacht.

 

Es gibt ein großes Freudenfest,

wenn ich hole jene Leute,

die auf Erden an mich glaubten,

nicht nur Festliches zerstreute.“

 

 

Glanzvoller Weihnachtsabend

 

Leise naht das Fest der Liebe,

es schenkt dir Stille für dein Herz.

Himmelsruhe im Getriebe,

vergessen mancher Seelenschmerz.

 

Sei Willkommen Weihnachtsabend,

allen Menschen groß und klein.

Friede bringend, froh und labend,

zieh’ in alle Herzen ein.

 

 

 

 Rückblick 2008

 

Wieviel Freude,

manche Tränen.

Wieviel Höhen,

manches Gähnen.

 

Wieviel Segen,

manche Sorgen.

Wieviel Liebe,

manches verborgen.

 

Die Reise geht weiter,

sinnvoll und heiter.

 

 
Verborgene Zeiten
 
Jahresschleier
verblichen
   löchrig
ergraut.
 
Träume in hoffnungsvoller Erwartung
Spannungsreiche Momente
 
Lächelnde Blicke auf Konturensuche.
 
 
 
Hoffnungen am Neujahrstag
 
Im neuen Jahr fehlt Auseinander.
Im neuen Jahr fehlt Durcheinander.
Im neuen Jahr fehlt Gegeneinander.
 
Zum neuen Jahr ein Miteinander.
Zum neuen Jahr ein Füreinander.
Zum neuen Jahr ein Beieinander.
 
Neujahrshoffnung!
 
Neujahr – ein Neubeginn?
 
 

Alles Gute zum Jahreswechsel

 

 Ein Jahr neigt sich dem Ende zu,

gerne reich ich euch die Hände.

Allen wünsche Lieb' und Frieden,

und viel Glück sei euch beschieden.

 

Freunde blickt nach vorne nun,

lasst’s uns auch in Zukunft tun.

Siehst du Hoffnung in dem Leben

wird es auch ein Morgen geben.

 

Ich hoffe für das neue Jahr,

Wünsche werden für euch wahr.

Freudig geh’n wir ihm entgegen,

leiten möge Gottes Segen.

 

 

Weihnachtsfeiertage ade

(Senryu)

 

Docht fällt kopfüber

Dunkel lacht siegessicher

Kerzenschein verlischt.

 

Graue Asche friert

Show-Effekte versickern

Lametta verstaubt.

 

Ausgeleertes Herz

Hoffnung findet Wegweiser

Lichtstrahl glänzt heller.

 

Neue Zeiten

(Senryu)

 

Verknotung entwirrt

Neujahr spinnt Gereinigtes

Lebensteppich frisch.

 

Zeitträume aktiv

Seelenräume neu geschmückt

Vorsatz webt Buntes.

 

Mein Jahresrückblick

 

Am Ende eines langen Jahres

blick’ ich in Dankbarkeit zurück.

Höhen als auch Tiefen gab es,

verharre einen Augenblick.

 

Dabei die Sorgen, wie auch Glück,

 war eigentlich wie immer.

Es bleibt schließlich nur zurück

von allem nur ein Schimmer.

 

Sah die ersten Frühlingsblüten,

die Sommerblumen schön und bunt.

Blätter in der Herbstzeit glühten,

die Pracht ums halbe Erdenrund.

 

Es gab glückliches Erleben,

wie schön hat uns die Sonn' gelacht,

Morgentau, der Spinne Weben,

der Mondlichtglanz in stiller Nacht.

 

Herr du hast bewahrt, getragen,

Kraft und Beistand mir gegeben.

Engelschutz an allen Tagen -

Dankbarkeit auf allen Wegen!

 

DIE HIMMELSSTÜRMER

 

Ein Kracher lag da in der Pfütze,

verrußt, durchnässt, zu nichts mehr nütze.

 

Raketen in die Nacht geschossen,

die Menschen haben’s voll genossen.

 

Es hat geknallt, sehr oft gepufft,

in nässender Silvesterluft.

 

Kurz brachte es den Leuten Freude,

verschmutzte Straßen, Wege heute.

 

Gar viele Euros aufgebracht,

all’ dies für eine Nacht gedacht.

 

Ein kurzer Spaß, das Geld ging flöten,

doch mancher Mensch der Welt in Nöten.

 

Mit einem Sekt stoße ich an

mit Freunden, Nachbarn und dem Mann.

 

Ein Prosit auf das neue Jahr

ich hoffe, es wird wunderbar.

 

 

Zum neuen Jahr

 

Das neue Jahr, was wird’s uns bringen?

Wird das Vorhaben gelingen?

 

Was machen mit der kostbaren Zeit,

welchen Inhalt hält sie bereit?

 

Gott, der Herr, mög’ uns bewahren

vor Katastrophen und Gefahren.

 

Wir wollen gerne ihm vertrauen,

allzeit auf die Hilfe bauen.

 

Frieden wünsche ich auf Erden,

satt sollen die Menschen werden.

 

Geborgenheit für jedes Kind,

ein Leben lang darauf besinnt.

 

Milde Hände für die Armen,

mit dem Bettler groß Erbarmen.

 

Und mit dem Nächsten viel Geduld,

such’ auch bei dir einmal die Schuld.

 

Das richt’ge Wort zur rechten Zeit,

ein liebend’ Herz bringt Seligkeit.

 

Gelass’ne Tage und auch Glück,

das Echo kommt zu dir zurück.

 

Ein Partner, der dir Treue hält,

nichts schön'res gibt’s auf dieser Welt.

 

Mit Zuversicht und Gottvertrauen

woll’n wir dem Jahr entgegen schauen.

 

 

  

Milder Januar

 

 Der Januar ist lau und milde,

führt Februar etwas im Schilde.

 

Kleine Glöckchen läuten fleißig

zwischen Primeln und auch Reisig.

 

Lenzgefühle streifen die Brust

heben Laune und drücken Frust.

 

Schlafende Knöllchen sind erwacht,

Sonnenstrahlen berühren sie sacht.

 

Gänseblümchen tanzen im Wind,

er kost so manches Blumenkind.

 

Zeigt bitte nicht die ganze Pracht,

manch’ Änderung kommt über Nacht.

 

Geduldig auf den Frühling warten

noch mischt Natur die Wetterkarten.

 

 
Hoffnung für Schneemann Willi
 
Weiße Winterwelt,
weichgepuderte Wege,
Wolkenkissen weilen westwärts.
Winde wehen wesentlich wärmeres Wetter.
 
Winterschneemann Willi winselt: „Walburga – winke winke, Wampe wird weniger, Wollmütze weicht, Weste wedelt wild!“
Walburga widerspricht:
„Willi warte, Wintermonat wird weiterhin Watteflocken wehen, welch’ wonnevolle Wohlfühlgedanken, werden wunderbare Wochen!“
 
 
 
Meine Januarträume
 
Es tut mir jetzt unendlich gut
im Kunterbunt zu stehen.
Wenn im Strahlenglanz der Sonne,
sanfte Winde mich umwehen.
 
Zwei Libellen sich begegnen,
manch’ Blüten in die Haare regnen.
Wenn Falter meine Haut berühren,
Rosendüfte mich verführen.
 
Es tut mir jetzt unendlich gut,
im Gleichklang mit der Mutter Erde.
Dann fühl’ ich tief in meinem Herz,
dass die Natur mir Heilung werde.
 
 

Katzentiger im Schnee

Das Märchenland
kam über Nacht,
hat uns allen
Schnee gebracht.
 
Manche Katzenspuren
am Wegesrand
unseren Bären
kaum erkannt.
 
Kater Moritz
schlich zum Haus,
oh jemine,
wie sah er aus.
 
Weiße Stiefel
zum schwarzen Fell,
sein Näschen
glitzerte ganz hell.
 
Schnell in die Stube
kommt er geschlichen,
geschnurrt, gegurrt,
nicht von der Seite gewichen.
 
Der Tiger schläft
in seliger Ruh
und hat nun alle
Äuglein zu.
 
 
 
Schlafender Eissee
(Haikus)

 

Flockenstille Nacht

auf Schneedecken kauert der Frost

Ostwindbraut jubelt.

 

Eiselfen in Sicht

Silberklänge erfreuen

Schlaflied der Fische.

 

Silbern gleißt der See

Mondscheintänze der Eulen

Zapfen wachsen schnell.

 

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