Lyrikquelle von Herta Marie
 

 

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27.6.2009

 

Herr Mende (Moderator NDR Kultur) suchte für die Sendung ein lustiges Gedicht zum Thema 'Siebenschläfer'. Er recherchierte im Internet und wurde fündig.

 

 

Der Mops am Siebenschläfer

 

Leute, kommt nun das Desaster,

fällt der Sommer durch das Raster?

Es hagelt in der Einweckzeit,

Schneckenhochzeit weit und breit.

Aus Kübeln hat es heut' gegossen,

Hühnchen wachsen demnächst Flossen.

 

Doch wär' es jetzt zu heiß,

lief unentwegt der Schweiß,

würde mancher sich beklagen

"Die Hitze kann ich kaum ertragen!"

Egal wie's wird, bin trotzdem froh

wie der Mops im Haferstroh.

 

 

Auftrag 11.7. 2010

 

Urlaubsvorbereitungen

Endlich locken Urlaubstage
in sonnenreicher Meereslage.

Schatz, ich freue mich!

Die Frage ist was geht hinein,
ich glaub’ der Koffer ist zu klein.

Schatz, nicht zuviel!

Herr Nachbar passen sie schön auf,
zwei Katzen, Blumen und das Haus.

Schatz, schreibe keine Romane.

Der kleine Fön muss auch noch her,
auch die Frisur sie zählt am Meer.

Schatz, du bist hübsch genug!

Dann kurz geschlafen in der Nacht,
manch’ Stern uns noch entgegenlacht.

Schatz, ich fahre!

Nach der Hektik kommt die Stille,
mein Kopf fällt in die Kissenhülle.

Schatz – aufwachen, wir sind bereits in
Hannover!

Die Sonne lacht vom Himmelszelt,
in Ordnung ist sie nun, die Welt.

Schönen Urlaub!

 

 
September 2009
 
Erholungswochen ade
 
Vorbei die Urlaubstage
und Alltag kehrt zurück.
Wühle in den Wäschebergen,
doch voran geht’s Stück für Stück.
 
Im Schnelldurchgang Reklame,
der Kasten überladen.
Das Öl bereits berechnet,
ein Knöllchen ohne Gnaden.
 
Verwildert ist der Garten,
dort wuchsen grüne Bohnen.
Die Schneckeninvasionen
restlos haben gestohlen.
 
Ich beame mich gedanklich,
zur nächsten Urlaubsreise.
Bei einem starken Käffchen
pfeiff’ ich die Meeresweise.
 

  Oktober 2009

 

Weihnachtliches im Oktober

 

 

Oktoberstrahlen locken Hummeln,

da geh’ ich doch sehr gerne bummeln.

 

Im Angebot noch Sonnenliegen,

sich Paddel an Regale schmiegen.

 

Ich schlend’re lässig durch die Gänge.

Potstausend - was für ein Gedränge?

 

Schon Weihnachtliches? – ach herrje,

der Sommer ist doch erst passé.

 

Nein, unfassbar – nicht zu glauben:

der Stollen liegt bereits an Trauben.

 

Manche Versuchung lockt die Kunden,

auch Marzipan hab’ ich gefunden.

 

Die Menschen lassen Rubel rollen,

zur stillen Zeit sich Hasen tollen?

 

Der Nikolaus bringt bunte Eier

und Spritzgebäck zur Osterfeier?

 

Der Zimtgeruch im bunten Nest

und Fliederduft zum Weihnachtsfest?

 

Oh, wie verkehrt ist diese Welt,

alles dreht sich nur ums Geld.

 

 
April 2010
 
Frühjahrsmüdigkeit – nein danke

 

Der Frühling kommt und alles grünt

doch mancher kämpft in dieser Zeit.

Dann schlägt’s gewaltig aufs Gemüt,

es ist die Frühjahrsmüdigkeit.

 

Im Körper tobt die große Schlacht,

unter Schwachheit und Gefühlen.

Es lockt der Amor hinterm Busch

und die Liebe siegt in Schüben.

 

Der Kater steigt der Katze nach,

man feiert Hochzeit in dem Nest.

Herausgeputzt im neuen Kleid

begießt ein Pärchen bald ein Fest.

 

Nun liegt ein Lachen in der Luft,

die Müdigkeit ist schnell vergangen.

Wenn Blicke neue Blüten locken,

hält dich die Liebe fest umfangen.

 

Es vermehren sich Hormone,

ringsumher ein buntes Treiben.

Und der Lenz stupst an der Nase

bittet um den Frühlingsreigen.

 

 



 


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