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Hier einige Gedichte, die ich geschrieben habe und von denen ich einige schon veröffentlicht habe:

 

Ihr könnt mich mal!

Ihr könnt mich lieben, Ihr könnt mich hassen

und Euren Spott in Worte fassen,

belehren, wüten, ignorieren und Eure Menschlichkeit verlieren.

Könnt stolz auf Euer Wissen sehen.

Ihr mußtet meinen Weg nicht gehen.

Könnt planen, fordern, Grenzen setzen,

hauchdünne Zuversicht zerfetzen,

Euch über Verschlossenheit beklagen,

der Raum, in den ihr mich verschlagen.

Könnt gegen die Fassade treten

und Eure Großartigkeit anbeten,

mit Orten der Verbannung droh´n.

Seid nicht enttäuscht, da war ich schon.

Verhöhnen die menschliche Feinfühligkeit,

um gegen jede Schwäche gefeit.

Als Marionetten vegetieren,

nichts zu gewinnen und nichts zu verlieren.

Ohne Gemüt gepöbelt, geschunden

und lachend getreten in schmerzende Wunden.

Mit keiner menschlichen Regung verwandt.

Der Weg zum Herzen für Euch unerkannt.

Ihr seid so durchschaubar und banal,

habt nichts zu bieten!

Ihr könnt mich mal!

                                                  Madeleine

Leben

Behutsam folg ich Deinen Schritten,

löst mutig Deine kleine Hand.

Kannst Deinen Beinchen jetzt vertrauen,

kommst jauchzend auf mich zu gerannt

und landest weich in meinen Armen,

schaust mich mit großen Augen an,

die strahlen, so als würden sie sagen:

"Schau her Mama, was ich schon kann!"

 

Die Neugier treibt Dich immer weiter,

erkundest Deine kleine Welt.

Betrachtest alles bunt und heiter,

ein Mensch, der tausend Fragen stellt.

Wo ist der Mond denn wohl bei Tage

und wo die Sonne in der Nacht?

Wo hat die Hummel ihr Zuhause?

Wer hat die Blumen bunt gemacht?

 

Und staunend suchst Du zu verstehen,

wie diese Welt wohl funktioniert.

"Wenn ich den Keks ins Fax rein stopfe,

wie Papa dann wohl reagiert?"

Wie malen Stifte an den Wänden?

Wie werden Schuh´gebunden?

Wie komm ich an die Süßigkeiten?

Wer hat bloß den Spinat erfunden?

 

Ganz zaghaft gehst Du in die Schule,

vertrauensvoll an Papas Hand.

Was sind wohl Lehrer für Geschöpfe?

Es ist so viel noch unbekannt.

Ob Mathe leicht und Sprachen schwierig

und was Vokabeln sind?

"Werd ich wohl gut sein, in den Sachen

und ob ich Freunde find?"

 

Laut dröhnt die Popmusik durchs Zimmer.

Beim lernen ist das geil.

"Die Schule hab ich schon verstanden.

Wann kommt der lustige Teil?

Was ist mit Partys unter Freunden?

Werdet ihr mich wohl lassen?

Es ist so spannend in der Szene.

"Ich möchte nichts verpassen!"

 

Die Leichtigkeit bestimmt Dein Leben.

Verträumt schaust Du mich an.

"Ihr habt mir ja so viel gegeben,

die Kraft, aus der ich schöpfen kann.

Hab mich verliebt in einen Jungen.

Ich weiß, ihr könnt verstehen.

Das Lied der Kindheit ist verklungen.

Nun will ich eigene Wege gehen."

 

Erschrocken hör ich das Gesagte.

Mein Herz will nicht verstehen.

Woran ich nicht zu denken wagte,

die Zeit lies es geschehen.

Mutig will ich die Starke spielen,

ganz einfach nur zum Schein.

Es will mir nicht so recht gelingen.

"Verzeih mir, wenn ich wein."

 

Wer wird Dir jetzt die Wärme geben,

Dich trösten in der Nacht,

mit Dir alle Gefühle leben,

bis das der Tag erwacht?

Die Zweifel schnüren mir die Sinne.

Vernunft will sie entfernen.

"Verzeih mir, wenn ich traurig bin.

Mein Herz muß noch viel lernen."

 

Ich will Euch schützen, will Euch leiten

auf allen Euren Wegen.

Der Herr hat mich zu Euch gesandt,

Eltern und Kindern zum Segen."

Ein Engel, der erschien im Traum.

Sanft spürt ich seine Schwingen,

bringt Licht in trostlos, dunklen Raum,

läßt Hoffnung dort erklingen.

 

Der Tag erwacht mit Zuversicht,

schau meine Mädchen an

und streichle zärtlich ihr Gesicht.

"Schaut her, was ich schon kann!"

Ich wünsch Euch Glück und Wohlergehen,

auf allen Euren Wegen,

das Wissen, daß wir zu Euch stehen

beschützt durch Gottes Segen.



 

Ab ins Heim!

 

Dort in der Ecke steht der Rucksack,

gepackt mit Angst und Pein.

"Wenn Du nicht hörst, Du freche Göre,

dann steck ich Dich ins Heim!"

Sortiere Tagebuch und Bilder,

prüf ängstlich jeden Schritt,

betrachte traurig all die Puppen,

greif nach den Bär, denn der muß mit.

Er hat so schöne braune Augen,

die schaun, als würden sie seh´n,

kann meine Ängste gleich erkennen

und meinen Schmerz versteh´n.

 

 

 Von draußen hör ich das Gezeter,

was Mutter lautstark spricht,

was hätte sie von ihrem Leben,

die Gören wollt sie nicht.

Erschrocken sitz ich auf der Decke,

lausch ängstlich in den Flur.

Der Alte nähme keine Rücksicht,

sei immer nur auf Tour.

Und jedes Wort zerquetscht die Seele,

erfüllt das Herz mit Pein,

das sich mit jeder Silbe windet,

die Angst nicht rauszuschrein.

 

 

 Und ängstlich schleich ich in das Zimmer,

um Papa beizusteh´n,

doch er liegt schlafend auf der Decke,

kann meine Angst nicht seh´n.

Und eisig schauen ihre Augen,

dramatisch das Gescheh´n.

"Komm hier heraus, Du kleines Flittchen!

Du möchtest wohl was seh´n?!"

Und schmerzhaft krümmt sich meine Seele,

als Mutter zu mir spricht:

"Dass Du den Nachbarn einst verführt hast,

den Vater kriegst Du nicht."

Beschämt, so hör ich ihre Worte,

vom puren Hass entfacht.

"Oh Papa öffne doch die Augen!

Du siehst nicht, was sie mit mir macht."

 

 

 Erstarrt schau ich auf meine Füße,

kann ihren Hass nicht tragen.

"Den Rucksack hab ich schon gepackt",

hör ich mich leise sagen.

Ich wünsch mir doch nur etwas Wärme

und einen Platz im Leben,

doch die Geborgenheit, nach der ich suche,

wird sie mir niemals geben.

Und weinend drück ich meinen Bären

und möchte in das Heim,

denn schlimmer als in dieser Kälte,

wird es wohl dort nicht sein.

 

 

 Energisch schiebt sie mich ins Zimmer.

"Du möchtest mir entfliehen?!

Ich werde es verhindern,

uns durch den Dreck zu ziehen!"

Mit Wut verzerrter Miene,

so schlägt sie auf mich ein,

doch schlimmer als die Worte,

kann dieser Schmerz nicht sein.

Sadistisch ihre Fratze, 

die sich im Rechte wiegt,

gekrümmtes, kleines Wesen,

das dort am Boden liegt.

Laut rufe ich nach Papa,

bis er mein Wimmern hört

und Mutter von mir wegzerrt,

bevor sie mich zerstört.

 

 

 Die Tränen sind getrocknet,

die Wunden sind vernarbt.

Gott schenkt mir in den Träumen,

wonach die Seele darbt.

Ein sicherer Ort im Leben,

im Herzen heller Schein

und Menschen, die sich lieben,

um einfach nur zu sein.

Das Strahlen in den Augen,

die Dunkelheit wegschiebt.

Das Streicheln zarter Hände.

"Danke, dass es Dich gibt!"

 

 

 Und jetzt nach vielen Jahren,

da schaue ich sie an.

Ich hab so viele Fragen,

die niemand klären kann.

"Ich hab Dich großgezogen,

seh vor mir sein Gesicht.

Bist durch Gewalt entstanden,

sonst gäbe es Dich nicht!"

Die Worte sind wie Hagel,

schwemm das Vertrauen fort.

Papa kann sich nicht wehren,

ist längst am anderen Ort.

Verwirrt schau ich aufs Gestern,

hab´s Chaos nicht gewählt.

Er hat mich durch begleitet

und das ist das, was zählt.

Schick einen Gruß zum Himmel,

auf das Papa mich hört.

Der Glaube an das Gute,

er wurde nicht zerstört.

 

 

 Mein Heim hab ich gefunden,

das ich mir stets erträumt.

Durch Liebe kann gesunden,

was damals ward versäumt.

Das Lachen unserer Kinder,

das Türen öffnen kann,

das Streicheln zarter Hände,

ein liebevoller Mann.

Und das Gefühl im Herzen,

das voller Wärme liebt,

sagt Danke an die Meinen,

habt Dank, dass es Euch gibt.

Doch manchmal gibt es Tage,

an denen Angst erwacht.

Das Gleichgewicht der Seele,

hat sie kaputt gemacht.

 

                                    Madeleine

 

 

Mutterliebe

 

Verbittert schaust Du auf das Gestern

und auf des Alltags mattes Grau.

Du hast die Farben nicht gesehen,

in Deiner Welt, so kalt und rau.

 

Hast nicht gespürt, die kleinen Arme,

die Dich umfassten voll Gefühl.

Die Hände hast Du weg geschlagen,

Dein Blick war unnahbar und kühl.

 

Das Lachen in den Kinderaugen,

hast das Geschenk nicht mal erkannt,

konnte Dein Herz gar nicht erreichen

und prallte ab an kalter Wand.

 

Was Kindermund Dir offenbarte,

Du hast´s als Blödsinn abgetan.

Die Wahrheit wolltest Du nicht hören,

und vegetieren in Deinem Wahn.

 

Ein Wahn aus Hass und zig Gewalten,

umschnürte Hoffnungen und Mut.

Die schönste Zeit im Menschendasein,

hast zu zerstört mit Deiner Wut.

 

Und heut schau ich in Deine Augen.

„Was hab ich Dir getan, Mama,

dass soviel Hass und so viel Kälte

für mich die Mutterliebe war?“

 

Und Deine Augen, zwei Kristalle,

sind so unnahbar wie Dein Herz.

Auf das „Warum“ hast Du geschwiegen,

nur Gott kann heilen diesen Schmerz.

 

                                                 Madeleine

 

 

 

Reise zum Ich

 

Wie oft hab ich zu Dir hochgeschaut,

Deine Hände ergriffen und Dir vertraut?

Wie Eis war Dein Blick, von Macht getrieben,

als Du sagtest „eine Mutter hat man zu lieben!

Mein Leben war hart. Du musst es doch sehen,

Du musst wie ich fühlen, sonst werde ich gehen!“

Bin durch ein Meer von Ängsten gerauscht,

zu Deiner Erfüllung die Rollen vertauscht,

lernte in Deinen Blicken zu lesen…zu denken,

zu fühlen, als anderes Wesen.

Nichts war genug, mein Lieben, mein Streben,

musste wie Du werden, um zu leben.

Mein Dasein und Fühlen Dich nicht berührte,

ich musste wie Du sein, bis ich mich selbst nicht mehr spürte.

Hab ängstlich in Deine Augen geschaut,

war doch erst fünf und hab Dir vertraut.

Deine Last war zu schwer und kaum noch zu tragen,

zu groß der Druck, Du könntest sagen:

„Du bist nicht fähig, mich zu verstehen,

kannst mich nicht stützen, darum werde ich gehen.“

Meine Tränen verbannt, um zu funktionieren,

mein Selbst ignoriert, um Dich nicht zu verlieren.

Und als der Missbrauch mich beinahe lähmte,

warst Du die Fremde, die sich für mich schämte.

Meine Kindheit geraubt, hat der erbärmliche Dieb.

„Warum hilfst Du mir nicht? Ich hab Dich doch lieb!“

„Er kann nichts dafür. Du musst doch verstehen!“

Unfähig die Realität zu sehen.

Ich muss ihn verstehen, muss ihm vergeben,

den Schmerz ignorieren, um zu überleben.

Die Tränen versiegt, die Schreie geknebelt,

das andere Ich hinter Mauern vernebelt.

Ich kann mich nicht finden, hinter all dem Verstehen,

der Weg aus dem Chaos ist kaum noch zu sehen.

Ich stehe auf der Brücke, schau über die Gleise,

wo wird sie mich hinführen meine Reise?

Das Warnlicht blinkt wie ein irrer Schrei

"Du kannst den Weg finden, an den Ängsten vorbei!"

 

 

 

 

Der Clan der Selbstgerechten

 

Im Irrgarten der Gefühle erwacht,

zu Marionetten der Willkür gemacht.

Geboren, um zu lieben, acht nackte Gestalten,

doch hinter Mauern Wahnsinn und Kälte walten.

 

Die strahlenden Augen durch Hass vernebelt,

das Weinen und Lachen durch Schläge geknebelt.

Zusammengekauert und eiskalt verhöhnt,

der Spott in den zarten Ohren dröhnt.

 

Dröhnt bis zur Seele und schnürt das Herz,

versteckt hinter Mauern, zu groß war der Schmerz.

Acht arme Gestalten, die Zungen gewetzt,

im Buhlen um Wärme aufeinander gehetzt.

 

Gedacht als Ausdruck von Heiterkeit,

macht die gehässige Fratze sich breit,

die spottet und pöbelt und ignoriert,

den Blick für das Selbst, dabei verliert.

 

Dressiert nach Launen und gezüchtigt,

der eigene Willen hat sich dabei verflüchtigt.

Perfekt funktioniert, um "besser" zu sein,

flüchtet in tausend Rollen hinein.

 

Doch in der Dunkelheit der Höhle,

da lodert lautlos ein Vulkan.

Der Seele Pein nicht zu ertragen,

sie legen ihn mit Drogen lahm.

 

Und in dem Chaos der Verzweiflung,

da macht sich eine Stimme breit:

"Habt Ihr vergessen die Bestimmung,

der Sinn wofür ihr geboren seid?"

 

Geschöpfe, die den Sinn nicht kennen

und sich in Scheinwelten verrennen,

die nichts gelernt habem außer Haß und Gewalt.

"Was willst Du von uns, Du kleine Gestalt?!"

 

Von Euch will ich nichts mehr, ihr Hüter der Pein!

Will fühlen und leben, entfalten mein Sein.

Zur Liebe geboren, millionen Träume ich heg!"

Sprach´s und ging ihren eigenen Weg.

 

Ute Madeleine Hille

 

                                                               Der Ignorant

 

Erhabene Blicke, sich in Sicherheit wiegend,

steigt er über Menschen, am Boden liegend.

Von Gleichgültigkeit durchs Leben geführt,

gibt es rein gar nichts, was ihn berührt.

Er hört nicht das Weinen und sieht nicht die Pein,

hält sich für unwiderstehlich in seinem Sein.

Kennt keine Regung von Menschlichkeit,

ist gegen jedes Gefühl gefeit.

Noch nie in des Abgrunds Tiefe geschaut,

weil andere seinen Weg gebaut.

Keinem Menschen die wärmende Hand gereicht,

sein Sein einer hölzernen Marionette gleicht.

Gealtert und einsam, er kann es nicht fassen,

in keinem Herzen seine Spuren gelassen.

Kein Lachen, kein Weinen, kein menschliches Streben,

er vegetierte, ohne wirklich zu leben.

 

Ute Madeleine Hille

Fassade

Sie schauen in Deine Augen und sehen in Dein Gesicht, erkennen nur die Fassade, denn mehr erspüren sie nicht.

Sie sagen, sie könnten verstehen und reichen Dir ihre Hand, doch bleiben sie stets auf Abstand, geraten nicht hinter die Wand.

Sie sagen „hab mehr Vertrauen! Stell Dich den Ängsten entgegen, doch spüren sie nicht die Beklemmung, die Deine Entscheidungen lähmen.

Sie sagen, sie wollen Dir helfen, und können doch nichts versteh´n, denn die Wunden in Deiner Seele, die sind nun mal nicht zu sehen.

Sie haben soviel zu erklären, und wollen Dein Weinen nicht hören, denn jeder wahre Gedanke würde ihr Weltbild stören.

Perfekt zu funktionieren, so sind ihre Forderungen an Dich, Gefühle abzustellen – mehr interessiert sie nicht.

Sie glauben Dich wirklich zu kennen, doch sehen sie nur den Schein, denn wahres Verstehen und Helfen schließt alle Facetten mit ein.

Ein bisschen mehr Verständnis, ein bisschen mehr menschlich sein, Du könntest die Mauer durchdringen und Dich von den Ängsten befreien.

                                                                                                             Madeleine

                                                          Auf der Suche

Ich bin auf der Suche nach Wärme und Licht

heraus aus dem Dunkel der Nacht

und mit der Morgendämmerung Licht

ein Hoffnungsfunke erwacht.

 

Ich bin auf der Suche nach dem richtigen Weg,

heraus aus dem Labyrinth.

Mit jedem Schritt verfolg` ich mein Ziel

neugierig wie ein Kind.

 

Ich bin auf der Suche nach meinem Haus,

ein Haus mit sicherem Gefüge,

wo Klarheit und Liebe wohnen drin,

kein Platz ist für eine Lüge.

 

Ich bin auf der Suche nach der richtigen Sicht

eigene Fehler zu erkennen,

um sicher auf meinen Füßen zu stehen

und nicht mehr davon zu rennen.

 

Ich bin auf der Suche nach Ruhe und Kraft,

zu stützen die Armen und Schwachen,

dem Hungernden das Brot zu geben,

dem Weinenden das Lachen.

 

Ich bin auf der Suche nach Gleichmütigkeit,

zu lockern die Fesseln der Pflicht,

um danach wieder weiter zu gehen,

befreit von unnütz´ Gewicht.

 

Ich bin auf der Suche nach einer Hand,

die mich hält, wenn ich wanke,

ein Ruhepol, wo ich besinne

und neue Kräfte tanke.

 

Ich bin auf der Suche nach Menschlichkeit,

nach einem geborgenen "Wir"

und als ich Dich fragte:"Wo warst Du so lang ?"

sagtest Du:"auf der Suche nach Dir."

                                                                                           Madeleine

Der Sozialstaat

Der kleine Mann in unserem Land,

auch als Steuerzahler bekannt,

der darf, dann hat er meistens Schwein,

ein treuer Arbeitnehmer sein.

 

Sie schuften sogar in der Freizeit, die Dreisten,

und können sich davon den Urlaub leisten.

Dafür verzichten sie dann ganz bewußt

auf Markenware, welch ein Frust.

 

Und wenn das Geld trotzdem nicht reicht,

der Dispokredit machts jedem leicht.

Da brauchen sie gar nicht nach Höherem streben,

die Banken müssen auch von was leben.

 

Der Minister tut´s ab:"Das ist doch banal.

Ihr habt Kleidung und Essen und das ist sozial.

Macht Ihr nur weiter in Eurem Trott,

Ihr habt die Arbeit und wir den Schmott."

 

Sie müssen um ihre "Diäten" ringen.

Beute würde besser klingen.

Und weil keiner von ihnen nach Eigentum giert,

werden sie im staatseigenen Wagen chauffiert.

 

Sie müssen zu Debatten flitzen,

gelangweilt in den Bänken sitzen,

den kleinen Leuten das Geld einteilen,

von einem Bankett zum nächsten eilen.

 

Ja, sind sie nicht zu bedauern die Guten,

die nur für uns sich täglich sputen ?

Sie verdienen doch Achtung und unser Gehör

und wenn nötig, bezahlen wir ihren Frisör.

 

Darum tut sie doch nicht mit Vorwürfen martern,

wenn sie sich einen Privatjet chartern.

Ihr Gewissen ist rein, so wie ihre Weste,

sie wollen für alle nur das Beste.

                                                           Madeleine

Die Würde des Menschen

Kein Tag wie der andere in einer Stadt,

die Würde und Recht gepriesen hat.

Und während ein Mann sich in Schweigen hüllt,

ist der Gerichtssaal von Stimmen erfüllt.

Man sieht die Wut in Gesichtern schäumen,

"Ruhe im Saal, sonst lass ich ihn räumen."

Die Menschen sind stumm, sie verstehen nicht,

und vor ihnen tagt das hohe Gericht.

 

Sexueller Missbrauch, man glaubt es kaum,

die Anklage steht wie ein Geist im Raum.

Während sie über die Strafe verhandeln:

"Er ist noch jung und kann sich noch wandeln."

Der Anwalt sagt`s mit ruhigem Gesicht,

er wendet sich an das hohe Gericht.

 

Und die Menschen, sie raunen und einer sieht rot,

und er ruft in die Menge:"Schlagt das Schwein tot."

Die Worte des Anwalts sind wie Watte

und er spricht vom Täter und wie schwer der es hatte.

Er zeigt zu dem Mann auf der Anklagebank:

"Er braucht unsere Hilfe, denn er ist krank."

 

Plötzlich hört man den Richter sagen:

"Wo ist das Kind, wir wollen es befragen."

Die Tür öffnet sich langsam - nur einen Spalt

und herein tritt eine kleine Gestalt.

Während sich alle die Mäuler zerfetzen,

starrt das Kind auf den Täter, voller Entsetzen.

 

Der Anwalt zur Mutter, mit kaltem Gesicht:

"Wo waren Sie mit der Aufsichtspflicht ?"

Und das Kind steht vorne im Rampenlicht,

ein stummer Schrei in seinem Gesicht.

 

Und die Menschen, sie raunen und schauen betreten

und ganz hinten sieht man jemandem Beten.

Und während vor dem Opfer ein Film abrollt,

sagt der Täter ganz lässig, er hat`s nicht gewollt.

 

Die Menschen sind kaum auf den Bänken zu halten,

als der Richter spricht, er läßt Milde walten.

Sie können das Urteil gar nicht fassen,

und der Täter sitzt da, ganz ruhig und gelassen.

 

Ein Täter, der alles gelassen nimmt,

das Leben des Opfers von Ängsten bestimmt.

Die Unschuld trägt so manche Bürde,

im Land der Freiheit und Menschenwürde.

                                                    Madeleine

 

Die Linde

Auf einem Berg inmitten von Linden,

steht eine Eiche und trotzt allen Winden,

breitet die Wurzeln weit in das Land,

eine Linde kaum Platz zum wachsen fand.

 

Die Eiche sich schonungslos Platz verschafft,

fragt nicht nach den Linden und deren Kraft.

Und die Linde sie wispert, ihre Zweige sie beben:

"Es ist nicht leicht im Schatten zu leben."

 

Neben der Linde, auf engen Raum,

steht eine Birke, schön wie ein Traum.

Nur manchmal wenn Winde die Äste bewegen,

erreichen die Linde Sonne und Regen.

 

Die Jahre vergehen und die Winde sind kalt

und die Linde sucht bei der Birke Halt.

Die Birke ist ruhig und die Birke hat Kraft

und irgendwie hat es die Linde geschafft.

 

Die Wolken sind düster und die Stürme sie walten

und die Birke sie kämpft und kann sich nicht halten.

Und dann erwachte die Morgenstunde

und wo vorher die Birke - eine klaffende Wunde.

 

Die Bäume sind groß, ihre Blätter sind bunt

und die Linde steht da und schaut in den Grund.

Und sie wiegt sich im Winde hin und her:

"Ach Birke - Birke du fehlst mir so sehr."

Und zärtlich streicht durch die Zweige der Wind:

"Du wirst neu erblühen, ganz bestimmt."

                                                  Madeleine

Mauern

 

Als ich Dir mein kindliches Lachen schenkte,

haben Deine bitteren Worte es weggewischt.

Als ich Dir meine Hände entgegenstreckte,

hast Du drauf geschlagen.

Als ich sprechen lernte, hast Du mich geknebelt.

Als ich mich an Dich schmiegte,

hast Du mich weggestoßen.

Als ich weinte, ließen Deine hasserfüllten Worte mich verstummen.

Als ich Dir meine Gefühle offenbarte, hast Du sie beinahe zertreten.

Als ich Dir vertraute, hast Du mich belogen.

Als ich erwachsen wurde, konntest Du meinen Schutzwall nicht mehr durchdringen und plötzlich hast Du gespürt, wie einsam Du bist.

 

                                                             Madeleine

 

 

 

Im Wandel der Gezeiten

 

 

 Ein süßer Duft berührt die Sinne, erinnert an den Sommertraum.

Der Wind streift sanft durch goldene Felder,

der Herbst färbt Früchte an Strauch und Baum.

Das Land gehüllt in bunte Farben, wie ein Gemälde der Natur,

streckt sich dem Himmelblau entgegen,

genießt des Daseinsfreude pur.

   Und leise klingt es in den Lüften, das Lied der immerwährenden Zeit

"Genieß das Leben an allen Tagen. Es hält soviel für Dich bereit, das Wunder aus des Glaubens Anfang,

das Licht der Hoffnung in der Nacht,

der Sonnenstrahl für Deine Seele,

der über unseren Herzen wacht.

Und wie der Wechsel der Gezeiten, berührt die Einzigartigkeit,

steht in dem Bleiben und dem Werden

das Leben selbst für Dich bereit."

 

                                                           Madeleine

 

 

 

Der Weg

 

Gefühle wie Nebelschwaden, die den Abgrund verhüllen,

der unüberwindbar scheint. Schmaler Pfad zwischen Tag und Nacht, Gestern und Heute, mit unsicheren Schritten vorwärtstastend, Angst an verschlossenen Türen zu scheitern. Halt suchend, verstoßen, balanciert an brodelnder Lava vorbei. Das Weinen verbannt, um nicht in die Fluten der Hilflosigkeit zu stürzen. Auf der Suche nach einem Weg, der aus der Kälte der Zurückweisung ins Leben führt.

 

                                                                                     Madeleine

 

 

                                                                                                                            




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