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KultReis Seite 2

 

Leverkusener Kunstnacht 2009

Erlebnisreise durch die Nacht

Heute ist die Leverkusener Kunstnacht und ich bin ganz aufgeregt. Im Vorfeld habe ich mir überlegt, wen ich denn heute besuchen gehen möchte. Es gibt so viele gute Künstler und interessante Kunst,- Kultur Orte in Leverkusen. Für dieses Jahr entscheide ich mich erneut für den Austausch mit Künstlern. Letztes Jahr war es Opladen und für dieses Jahr habe ich mich für Schlebusch und Wiesdorf entschieden.

Unsere Wupsi transportiert uns kostenlos von einem Ort zum anderen. An diesem Abend werden vier kostenlose Kunstnacht Shuttle angeboten, gesponsert von der  EVL, Sparkasse, Wupsi und Kultur Stadt Leverkusen. Diese Shuttle Busse fahren alle 30 Minuten bzw. 60 Minuten Takt hin / zurück und dies von 18.00 Uhr bis 1.00 Uhr. Dies ist auch eine Bereicherung für diesen Abend und ein zusätzliches tolles Angebot. Ob das noch nicht genug sei gibt es noch kostenlose Unterhaltung in den verschiedenen Buslinien. Wir haben Glück bei uns ist ein Zauberkünstler. Ein im Bus sitzendes Kind ist begeistert und macht mit. Der Zauberkünstler animiert die um sitzende Busgäste mit zu machen und die Busfahrt geht schnell vorbei.

 

Meine erste Station führt mich zur Jahres - Gemeinschaftsausstellung bei der Künstlervereinigung Spektrum 87 e.V. und ich bin angenehm überrascht über die ausgestellten Werke. Insbesondere gefallen mir die abstrakten Arbeiten von der Künstlerin Ulrike Pathe.  Sowie die Arbeiten von Dr. Franziska Renner und Ingrid Stöcker. Der Kölner Dom von Steffi Coupette und die darunter stehende Skulpturengruppe von Ursula Samse. Von dieser Gruppe ist auch meine Begleitung sehr angetan. Ich spreche die Künstlerin Ulrike Pathe an und sie erzählt mir dass sie seit Jahren leidenschaftlich kreativ sei. Angefangen habe sie mit Batik, anschließend mit Seidenmalerei und seit 4- 5 Jahren malt sie mit Acrylfarbe überwiegend in abstrakt. Sie experimentiert gerne und lässt den Betrachter gerne freien Raum für eigene Gedanken. Auf meine Frage hin, ob sie eine Homepage habe verneinte sie und meinte dass Ihre Zeit zu kostbar sein, um diese im Internet zu verbringen.

 

 

Da ich das Spektrum schon kannte wusste ich es zu finden, aber bei dem nächsten Ausstellungspunkt hatten wir erhebliche Schwierigkeiten den Ort zu finden. Was ein Nachteil ist, aber auch förderlich für die Kommunikation mit Passanten, die wir ansprachen, da Sie die Kunst Nacht Hefte in der Hand hatten. Wir hatten das Glück, dass diese Personen gerade von der Künstlerin Erika Post kamen und sie schwärmten von Ihrer Ausstellung. Neugierig voran getrieben kommen wir nach ein paar Schwierigkeiten endlich zum Ziel und wir sind begeistert. Ein Lichtermeer begrüßt uns und taucht die Skulpturen in ein warmes Licht, viele Besucher tummeln sich auf dem Platz. Frau Post Skulpturen faszinieren mich immer noch, so wie vor 3 -4 Jahren. Mein erster Weg auf dem Gelände führt mich links in ein Gebäude, wo wunderschöne Holzskulpturen durch die Türe lugten und wir hinein gehen. Da ich nicht wusste dass noch andere Künstler hier ausstellen und ich dachte Frau Post geht neue Wege habe ich meine Begeisterung in das dortige Gästebuch geschrieben. Worauf hin einen Augenblick später mich ein Herr ansprach und mich aufklärte dass dies seine Werke seien und stellte sich vor: „Mein Name ist Hartmut Hegener und dies sind meine Arbeiten.“ Ich verstehe ihr Kompliment als das meinige und lächelte mich an. Herr Hegener  läßt sich vom Holz leiten. Es ist ein ganz anderes Arbeiten als mit Stein, erzählt er mir. Stein ist schmutzig, hart und man muss vorher einen Plan haben, wie das Objekt zum Schluss aussehen soll. Dies ist beim Holz anders und seine Augen strahlen.

 

Anschließend gehen wir in das gegenüber liegende Gebäude und es ist kaum ein Vorwärtskommen möglich. So voll ist es dort, wir sehen uns die Arbeiten an, als wir uns gerade entschlossen zu gehen, schien es so als könne sich Frau Post sich von Ihrer Besucherschar lösen und ich ergreife meine Chance. Ich stelle mich vor und sie strahlt mich an. Endlich haben unsere Namen Gesichter, da vor einiger Zeit zahlreiche E-Mails voran gingen. Leider können wir uns nicht lange austauschen, da immer neue Besucher herein strömen. Diese sind in dem Moment wichtiger finde ich und verabschiede mich nach kurzer Zeit.

 

 

Nun müssen wir zurück nach Wiesdorf nur wie … bis wir eine Haltestelle sehen. Wir gehen dort hin und auf Verdacht warten wir. Wir haben Glück … und werden direkt verhaftet… Grins natürlich nicht. Es war ein Schauspieler da, der sich als Inspektor oder ähnliches ausgab und zum Busfahrer meinte das könnten sie sein. Sie sieht dem Fahndungsfoto ähnlich… und so erging es den anderen Fahrgästen auch.

 

Der nächste Weg führt mich auch zu einer Künstlerin, die ich bisher auch nur über E-Mail Kontakte  kenne. Wo ich die Gelegenheit ergreifen möchte diese Künstlerin persönlich kennen zu lernen und ich bin begeistert von Ihren Arbeiten. Sie stellt abwechslungsreiche Kunst aus in verschiedenen Stilen und dies über mehrere Etagen. Zu sehen sind 150 Gemälde sowie Kleinbilder, Drehbilder,  bemalte Kotflügel,  Menschen große Puppen, 3 Kabinen mit Telefon-Objekten und Holz-Objekte. 25 große und kleine Hallo-Figuren, die zwei gläserne Büros besetzen und der Sprücheklopfer. Die Räume sind sehr gut besucht und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Meine Begleitung, sowie ich sind begeistert.  Wir können uns nicht satt sehen und wir haben keine Etage ausgelassen. Eine längere Unterhaltung war nicht möglich, da sie immer wieder vom Menschen umzingelt, obwohl es eher einer Belagerung gleich kam. Grins …

 

 

   Der Name fällt mir jetzt auch nicht ein…

Der nächste Weg führt uns zu einer Kirche, wo wir uns Bilder anschauen, worin sich der Künstler mit dem Glauben bzw. Wallfahrt auseinandersetzt. Hoffentlich habe ich das nun richtig in Erinnerung.
Unsere letzte Station führt uns in die City Kirche. Als wir die Kirche betreten umfängt uns eine wundervolle Atmosphäre. 

  

Die Kirche ist mit warmen Lampenlicht und flackernden Kerzenlicht beleuchtet. Vorne am Altar singen zwei Damen, klar und Glockenhell. Ich bin völlig verzaubert und begeistert.  Die Skulpturen Engel und Teufelchen werden indirekt beleuchtet, so wirken sie Großartig. Leider zum fotografieren sehr schlecht. Auch hier ist der Künstler der Bildhauer "Winfried Gilles" aus Leichlingen anwesend.

 

 

Man glaubt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Ich habe Heute viele tolle Werke gesehen und nette Künstlerkollegen kennen gelernt. Nun waren wir über 5 Stunden unterwegs, nun gilt es die Eindrücke zu verarbeiten und nun freue ich mich nur noch auf meine Couch.

 

von Petra Müllewitsch www.muellewitsch.de/

 

 

 

 

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