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Lager 2010
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Samstag 6. Oktober 2012 (Schlusswort A.Crimi)

Als ich heute Morgen die Kinder fragte, ob es ihnen gefallen hat, kam die Antwort postwendent mit einem klaren JAAAAAAAA zurück! Somit wurde das oberste Ziel erreicht. Ein Ziel das sich schon in der ganzen Woche abzeichnete. Denn die Freude am Fussball, Ping Pong, verschiedene Spiele und vor allem am zusammensein waren deutlich sichtbar.

Somit möchte ich mich bei allen Kindern bedanken für die tolle Woche. Ich hoffe es wird euch immer in toller Erinnerung bleiben!

Selbstverständlich bedanke ich mich auch bei allen Helfer/innen! Ohne euren wertvollen Beitrag kann ein Lager nicht funktionieren.

 

       

                 Freitag 5. Oktober 2012

 

Ja, das hatten wir uns wirklich verdient! Zum ersten Mal in dieser Woche begrüsste uns ein strahlend blauer Himmel zum Tagesanbruch. Die Vorfreude auf einen wunderbaren letzten Lagertag (wenn wir den Abreisetag einmal nicht mitzählen) war schon beim Frühstück der  offensichtlich. Ein Grossteil des Leiter/innen-Teams genoss schon vor Brot und Konfi den Kaffee im Freien, mit den ersten Sonnenstrahlen im Gesicht.

 

Zur Überraschung des Betreuerteams stand dann - in aller früh und unverhofft - der Big Boss des FC Lausen 72 (alias Präsi Florian "Guge" Gaugler) im Frühstückssaal! Er hatte es sich nicht nehmen lassen, den Lagerteilnehmenden einen tollen letzten Tag zu wünschen und den Organisatoren und Betreuer/innen für Ihren ehrenamtlichen, grossen Einsatz zu Gunsten der Lausner, Itinger usw. Jugend zu danken. Die Überraschung war ihm wirklich gelungen. Hatte er doch tatsächlich den weiten Weg vom Baselbiet ins Unterwallis unter die Räder genommen, um bei "seinen" Schäfchen" vorbeizuschauen. Nur weniger wunderten sich, weshalb er statt mit seiner Edelkarrosse mit dem Geschäfts-Lieferwagen unterwegs war...

 

Als die Kinder beim Frühstück erfuhren, dass am Vormittag anstelle der gewohnten Trainingseinheiten an verschiedenen Posten heute Matches der Kinder gegen das Leiterteam angesagt waren, brach Jubelstimmung aus. „Die teilen wir ein“ oder „denen zeigen wir’s“ tönte es von einigen Tischen durch den Esssaal.

 

               

 

Kurz  nach 9 Uhr starteten unsere 3 Team-Busse, wie immer gut gefüllt mit Kindern, Betreuern, Sporttaschen, Tee und Esswaren und schnauften die Strecke zum abgelegenen Sportplatz empor. Die Sonne bemühte sich schon eifrig, den meist gut durchtränkten Rasen zumindest oberflächlich etwas abzutrocknen. Die Bedingungen für tolle Fussballspiele hätten kaum besser sein können. Die zahlreichen mehr oder weniger leicht Verletzten der Vortage schienen beinahe ausnahmslos über Nacht genesen (Maria’s Behandlungskünste müssen Wunder gewirkt haben) – beim Kampf der David’s gegen die Goliath’s wollten alle dabei sein.

 

  

                 

 

Das erste Spiel gegen den Trainer- und Betreuerstab bestritten die jüngsten Kicker. Sie wirbelten über den Platz und zeigten, was sie fussballerisch schon drauf haben. Die körperliche Unterlegenheit war zwar frappant, einer der „Abwehrtürme“ stemmte sich mit seinem ganzen Gewicht (> 100 kg) gegen die Angriffswellen der „Kleinen“. Die Jungkicker schwirrten den Oldies aber so oft und rasch um die Ohren, dass sich diese Treffer um Treffer gefallen lassen mussten. Gleich mit 9 zu 2 teilten sie das Leiter/innen-Team ein. Der Stolz und die Freude war Ihnen ins Gesicht geschrieben – yes, wir haben’s geschafft!

 

                               

 

In den nächsten beiden Spielen legten die „Alten“ ihre Zurückhaltung etwas ab oder schienen nun endlich warm gelaufen zu sein. Gegen die auf dem Papier stärkere Junioren Ea-Mannschaft resultierte noch ein Unentschieden (1 zu 1) und gegen die aus den Db- und Dc-Teams zusammengestellte Truppe schaute für die Betreuer/innen-Equipe ein knapper Sieg heraus. So richtig zur Sache ging es dann im letzten Match gegen die Junioren Da. Die Oldies packte nun der Ehrgeiz, der eine und andere zeigte, dass er in jüngeren Jahren zu den besseren auf den Nordwestschweizer Fussballplätzen gehört haben muss. Das Alter liess sich zwar bei den Laufwegen nicht immer ganz verbergen, was allerdings mit gereifter Spielübersicht und immer noch feiner Technik bestens kompensiert wurde. Für einmal wurden die Jungen nochmals mit einer 1 zu 5 Niederlage in die Schranken verwiesen.

 

Das schöne Wetter wurde anschliessend dazu genutzt, das Mittagessen beim nahe gelegenen Wald-Rast- und Spielplatz einzunehmen. Die  vorhandene gute Infrastruktur lud geradezu dazu ein, eine Wurst vom Grill zu geniessen. Also wurden die Esswaren zum erwähnten Waldlichtung verfrachtet. Alles war bereit, doch das Gelingen des speziellen „Z’Mittags“ war für kurze Zeit auf Messers Schneide. Chefkoch und Grillmeister Christan hatte sich entschieden, anstelle der Teilnahme am Fussballspiel seinen Tagesbedarf an Sportlichkeit mit dem Ritt auf Andi’s Mountainbike hoch zum Rastplatz zu decken. Defibrilator und Sauerstoffzelt wurden am Zielort installiert, aber würde er dieses überhaupt erreichen? Nach bangen Minuten des Wartens wurden die Lagerteilnehmenden von ihren Befürchtungen erlöst, Christian radelte in bester Nino Schurter- (oder für Ältere: Thomas Frischknecht-) Manier beim Rastplatz ein. Okay, für einen „Wheely“ reichte die Puste nicht mehr ganz aus, aber eine sportliche gute Leistung allemal.

 

                 

 

Das Mittagessen bei Klöpfer und Bratwurst vom Waldgrill, mit Brot, Chips und (ja liebe Mami’s) gesundem Rohkostgemüse schmeckte in der Folge auch vorzüglich. Die diversen süssen Dessertspeisen rundeten die feine Mahlzeit treffend ab.

 

         

 

Nach dem Essen hatten die Kinder noch dafür Zeit, sich im Wald zu tummeln, auf der Lichtung Frisbee- oder Federball zu spielen oder für den kleinen Bach neben dem Rastplatz eine Stauwehr zu bauen. Mitte Nachmittag ging es dann mit der ganzen Kinderschar zu Fuss zurück ins Tal. Ein letztes Mal wackelte die Gruppe aufgereiht wie eine Perlenschnur über die neu erstelle Fussgänger-Hängebrücke, die den Weg zurück zum Lagerhaus abkürzt.

 

                     

 

„Zuhause“ angekommen wurden die Kinder instruiert, den Grossteil ihrer Siebensachen schon einmal einzupacken, damit morgen am Abreisetag nur noch Zahnbürste, Pyama und Schlafsack verstaut werden müssen. Die jeweiligen Trainer übernahmen die Koordination der Verpackungsaktion, die zeitweise einer Tauschbörse gleichkam: „wer hat mein Lager-Shirt gesehen? Wem gehören diese Unterhosen? Wer hat meinen zweiten Schuh gestohlen?“ Es ist davon auszugehen, dass sich – trotz Koordinationsunterstützung – der Tauschhandel bei der ersten Trainingseinheit nach dem Lager fortsetzten wird. Dann, wenn Mamis oder Papis nach dem Wäschewaschen ihrem Kind die Frage stellen: „Weißt du, wem diese Kleidungsstücke gehören könnten?“

 

Die Lasagne beim letzten „Z’Nacht“ hielt mit dem hohen Niveau der kulinarischen Genüsse der ganzen Woche absolut mit. Christian schien sich von seiner Radtour bestens erholt zu haben oder aber „seine“ drei Frauen, die die ganze Woche ebenfalls einen tollen Job gemacht haben (danke und bravo!), haben ihn ein weiteres Mal zu einer Höchstleistung gepuscht. Zum Abendprogramm wurden die letzten drei Lottogänge, für die es am Vorabend nicht mehr reichte, ausgespielt. Die Preisgewinner waren dieses Mal etwas breiter verstreut, Joel war aber wiederum mit dabei – ein kleiner Glückspilz halt.

 

Für die Kinder klang der letzte Lagerabend dann mit Ping-Pong-Spiel zu lautem Tacataca-Sound aus. Früher wurde noch zu Disco-Klängen abgetanzt – wie die Zeiten (oder Menschen) sich ändern… Die Nachtruhe kehrte - wie gewöhnlich für die letzte Nacht - mit „etwas“ Verzögerung ein. Das Leiterteam genoss den Rest des Abends bei einem feinen Schluck Amarone und kleinen Häppchen. Selbstverständlich gingen an diesem Abend alle Betreuungspersonen zeitig zu Bett, denn morgen früh heisst es mit klarem Kopf bereit für den Putzdienst zu sein.

 

 
 

Donnerstag 4. Oktober 2012

Der erste Blick frühmorgens bestätigte die meteorologischen Prognosen für das Wallis: Stark bewölkt aber trocken. Die Laune ist bei der ganzen Lagertruppe dann immer etwas entspannter, als wenn Petrus schon am Morgen die Schleusen öffnet. Wir waren gespannt, was die Wetterküche für heute noch auf dem Menüplan hat. Apropos Küche – aber dazu später.

Heute trainierten die Lagerteilnehmer/innen am Vormittag nicht wie bisher in den Ländergruppen sondern für einmal mit ihren nach Stärkeklassen und Altersstufen aufgeteilten Teams, mit welchen sie auch während der Saison die Trainings bestreiten. Die B- und C-Teams wurden - aufgrund der geringeren Anzahl Teilnehmer/innen – zu einer Gruppe zusammengefasst.  Es zeigte sich, dass diese Trainingsform durchaus ihre Vorteile hat, konnte die Trainingseffizienz damit  doch gesteigert werden.

                                                          

Neben gezieltem, abwechslungsreichem Postentraining, mit Übungseinheiten für  Koordination/Geschicklichkeit, Torschuss, Passspiel (Drill) gab es auch heute – wie jeden Tag - einen Posten ``Spiel``. Heute stand unter Anderem die Disziplin Seilziehen auf dem Programm. Einige schienen mit dieser Sportart weniger vertraut zu sein, anders ist es nicht deuten, wenn ganze Teams auf dem Hosenboden sitzend über den Rasen gezogen wurden. Falls es den Jungs und Mädels darum ging, die Schuhe sauber und trocken zu halten, ist dies für die Hosen mit Garantie nicht gelungen...

Pünktlich zur Mittagspause setzte der Regen ein. Super Timing Petrus – danke! Zu den Tageshöhepunkten zählten auch heute die Essenspausen im Lagerhaus. Was Küchenchef Christian und seine „drei Damen vom Grill“ da jeweils aus den Töpfen zaubern, ist unglaublich (gut!). Die Zahlen  sprechen für sich: Wenn 120 Portionen Kartoffelstock von 63 Personen (hauptsächlich Kinder)  verschlungen werden und von den Kindern auch beim Gemüse und/oder Salat noch Nachschlag verlangt wird, sind weitere Erklärungen überflüssig. Trainer Gianpi kann’s noch immer nicht fassen, was Sohn Elia diese Woche schon alles gegessen hatte, was er ansonsten mit Händen und Füssen verweigern würde. Für die meisten Lacher und Schmunzler während des Essens sorgt beim Betreuerteam aber jeweils Alex, den man als (noc) nicht gearade hochgeschossen und kräftig gebaut bezeichnen würde (zu gut schweizerdeutsch „ä Sprisse“). Sein Rekord, mit gut gefülltem Teller von der Fassstrasse wieder an den Sitzplatz zu steuern, liegt (gemäss gut informierter Quelle) bei fünf, der Durchschnitt sicher bei drei Portionen. Die Höhenluft, die Trainingseinheiten und eben die gute Küche von Christian, scheinen bei ihm einen Riesenappetit auszulösen.                

                                       

Am Nachmittag war fertig mit trockenem Wetter. Die Regenwolken hatten nun auch das Unterwallis erreicht. Da aber ein Turniernachmittag auf dem Programm stand, liessen sich die (meisten) Kinder nicht die Laune verderben. Es galt schliesslich für die Team-Wochenrangliste zusätzliche Punkte zu sammeln. Die Spielzüge, die da zu sehen waren, können schon als Youtoube-tauglich bezeichnet werden. Die ganz ehrgeizigen liessen leider auch ab und zu auch einmal ein Bein stehen oder einen Ellenbogen ausfahren: Champions League-Ambiance auf dem idyllisch und hoch gelegenen Fussballplatz in Torgon. Die Teams und deren Betreuer, die nicht gerade im Match-Einsatz standen, hielten sich mit Torschüssen neben den Spielflächen warm. Dass bei einem Torwart schon einmal „die Glocke klingen könnnen, mussten die Trainer Gianpi und Mark gleich beide erfahren. Dass sie beim Abendessen noch immer mit flötentonhoher Engelsstimme sprachen, soll aber nur ein Gerücht sein.

Nach dem wiederum mehr als leckeren Nachtessen war ein Lotto-Abend angesagt. Gewinnen können, ohne sich (körperlich) anstrengen zu müssen, das war ein Ding für Alle. Die Kinder erschienen komplett an den Spieltischen und beinahe hätten die Karten und Deckblättchen nicht dafür ausgereicht, um Alle mitspielen zu lassen. Vielleicht lag es auch an den tollen Preisen, die pro Durchgang zu gewinnen waren (siehe Foto). Die Stimmung unter den Kindern knisterte regelrächt vor Anspannung, ob Kurt „ihre“ letzte noch offene Zahl für einen „Lotto“ Schrei ziehen würde. Abräumer des Abends war eindeutig Joel: mit einer einzigen Spielkarte heimste er in sieben gespielten Gängen gleich fünf Preise ein. Während er cool auf dem Stuhl zurückliegend seine Karte deckte, schienen andere beinahe zu verzappeln, weil sie (noch) nicht bei den Gewinnern waren.


Um 21.30 war für die Kinder Feierabend und – wie üblich – um 22.00 Uhr Lichterlöschen und Nachtruhe angesagt. Angesagt heisst nicht in jedem Fall umgesetzt, so musste Lager-CEO Andi C. Auch für diese Nacht zwei offenbar noch immer nicht müde (oder zumindest zu wenig leise) Jungs in Leiterzimmer umplatzieren. Eine Massnahme, die auch dieses Mal schnell die gewünschte Wirkung entfaltete.

Wie jeden Tag wurde auch heute die Sprechstunde von „Salben- und Pflaster-Mami“ Maria gut besucht. Sie pflegte und umsorgte die Kinder mit „Bobolis“ auch an diesem Abend gekonnt und liebevoll. Die professionelle Behandlung nutzen aber auch einige Betreuer für wohltuende Streicheleinheiten.          

Der tägliche Leiterrapport startete um 22.15 zum offiziellen Teil, zur Planung des nächsten Tages mit Verteilung der Aufgaben und Entscheidungsfindung zum Ablauf, was an diesem Abend für weniger Diskussionsstoff sorgte als tags zuvor...

Dass sich eine stattliche Anzahl Lagerleiter/innen (auf mehr oder weniger leisen Sohlen) der Kontrolle der Gänge und Zimmer um 02.30 Uhr annahm, deutet auf das grosse Pflichtbewusstein hin – oder aber,  der inoffizelle Teil des Abends hatte sich doch noch etwas in die Länge gezogen.

 

 

 

Mittwoch, 3. Oktober 2012

 

Schon früh morgens lachte uns heute die Sonne ins Haus. Einem prächtigen Trainingstag stand also nichts im Wege.

 

Wiederum ging es um 9Uhr für fast alle ab zum Fussballplatz. Das Da-Quartett Jan, Elia, Elias und Janis waren seit dem Freundschaftsspiel am Montag leicht angeschlagen. Sie konnten nicht rennen, wobei der Rundlauf am Pingpongtisch trotzdem problemlos machbar war.  Dazu kamen die beiden Mädels mit Rücken- und Beinschmerzen. Da es manchmal schwierig ist herauszufinden, wie schwerwiegend die Verletzungen wirklich sind und wir niemandem unrecht tun wollten, durften die Sechs vorerst im Hause bleiben.

Auch auf dem Trainingsplatz gab es Spezialisten, die unerklärliche starke Schmerzen bekamen, sobald sie eine anstrengende Übung oder das Koordinationstraining zu bewältigen hatten. Bei den  spielerischen Übungen verschwanden die Schmerzen genauso augenblicklich wie sie gekommen waren. Interessant war auch jener, der auf dem Platz am rechten Bein Schmerzen hatte, bis nach Hause waren die Schmerzen dann aufs linke Bein gehüpft? Vermutlich waren viele scharf auf das blaue Kinesiotape von unserer Physiotante Maria.

 

 

 

 

 

  

 

 

 

Wegen der anstehenden Freundschaftsspiele der B- und C-Teams wurde das Nachmittagsprogramm ähnlich wie am Montag in zwei Gruppen durchgeführt. Die B- und C-Teams, verstärkt mit ein paar A-Leuten blieben beim Haus und spielten Pingpong und Indiaka.

 

  

 

Die übrigen A-Leute durften auf den Sportplatz. Alle Gesunden spielten mit einigen Leitern einen Match à vier Mal 20 Minuten.  Die FCL-Sekretärin gab nach zwei Vierteln (unter dem Vorwand, sie wolle sich nicht verletzen) forfait. In Wirklichkeit wurde sie nach drei versifften Einsätzen nicht mehr angespielt (logisch, würde ich auch nicht…) und da sie das Stellungsspiel eh nicht kapierte, stiftete sie mehr Verwirrung, als ohnehin schon war. Wie erwartet, war nach Ausscheiden der Sekretärin die Stabilität der Mannschaft zurück und endlich konnten profimässige Spielzüge durchgeführt werden.

 

  

 

  

 

 

 

 

 

Für die A-Teams war am Abend ein Spielabend eingeplant.

An einem Tisch wurde Jenga gespielt. Jedes Klötzchen war mit einer Frage oder Aufgabe beschrieben. Dabei erfuhren wir allerhand:

David A. musste beantworten, welche grösste Lüge er jemals erzählt hatte… uiii da fielen dem Vater ganz viele ein. Und Marco musste mit einem Mitspieler ein Kleidungsstück tauschen. Nach langem Überlegen wollte er die Hose doch nicht mit Andi A. tauschen und die Unterhose auch nicht mit Micha, sondern entschied sich für einen T-Shirt-Tausch mit Kevin. Als einer seine erste grosse Liebe nennen musste, beantwortete sein Freund spontan: IPod Touch J.

 

  

 

Wie schon angekündigt gingen heute wieder zwei Teams ins Tal. Hier die Spielberichte der Trainer:

 

 

 

 

 

 

 

Freundschaftsspiel des Teams FC Lausen 72 E/F United gegen den FC Vionnaz (VS)

Der als Motivationskünstler bekannte Trainer der Junioren Eb, Davide C., scheute ein weiteres Mal keine Kosten und Mühen, um die Mannschaft auf das Spiel gegen die Gastgeber aus dem Rhônetal, den FC Vionnaz, einzustimmen. Am Vormittag reiste er extra ins Tal, um sich die „Lager-CD“ für die lange und kurvenreiche Busfahrt in die Tiefen des Unterwallis zu besorgen.

Bei der Ankunft am Spielort war nicht ganz klar, ob die Ohren diverser Jungkicker aufgrund des nach grosser Höhendifferenz noch nicht ganz gelungenen Druckausgleichs oder dem wummernden Bass zum Takataka-Song bei diversen Spielern noch kräftig sausten. Die Lausner Mannschaft war ein Patchwork aus Spielern der beiden Eb- und Ec-Teams, die mit drei Spielern der Ea-Truppe und zwei F-Junioren (!) ergänzt wurden.

Die Motivationskünste schienen Früchte getragen zu haben, denn das Lausner Team war gleich von Beginn weg vorne präsent und hinten aufmerksam. Die Walliser versteckten sich aber auch nicht, was bei der Grashöhe zwar durchaus denkbar gewesen wäre, sondern hielten wacker dagegen. So entwickelte sich ein munteres Spiel mit leichten Vorteilen für die Baselbieter Mannschaft. Lausen konnte die optische Überlegenheit nach einer feinen Vorlage von Janis mit anschliessend kraftvollem und gezieltem Abschluss von Alex in die verdiente Führung ummünzen. Die Patchwork-Truppe aus dem Unterland behielt auch anschliessend die Oberhand (reimt sich…), bis zur Pause fielen aber keine weiteren Tore. Der Treffer zur 2:0-Führung nach 45 Spielminuten war dann eine Co-Produktion der Ea-Spieler: Pass von Joel und Torschuss von Janis. Nur kurze Zeit darauf stellte Joel unter Beweis, dass er neben den vorzüglichen Qualitäten in der Abwehr auch in der Offensive Einiges zu bieten hat. Er verwertete die Vorlage von Alex mit sattem Schuss ins Netz der Gastgeber – es stand 3:0 für „uns“. Die Spieler/innen des FC Vionnaz liessen die Köpfe jedoch keineswegs hängen und erzielten vier Minuten vor dem Abpfiff den verdienten Ehrentreffer zum Endstand von 3:1 (bzw. eigentlich 1:3).

Die zahlreich mitgereisten Betreuer und Spieler der Db- und Dc-Teams (Letztere trugen im Anschluss an das E-Spiel eine Partie aus) sorgten schon während des Spiels nach jedem Treffer für Stimmung auf den Rängen. Nach dem Schlusspfiff bekräftigten sie ihre Freude nochmals mit kräftigem „Lärm“ auf den Zuschauerrängen. Der Sieg des FC Lausen war absolut verdient und hat den zurzeit nicht gerade erfolgsverwöhnten Spielern (des Eb-Teams) sichtbar gut getan. So war es denn auch nicht verwunderlich, dass die vom Trainer persönlich auf den Berg zurück gesteuerte fahrende Musikbox (der Kleinbus), regelrecht durch die vielen Haarnadelkurven im Rhythmus des Beats schwankte.

 

 

Der Bericht der Db/c – Junioren folgt.

 

 

Auch heute war für Leiter und Kinder ein anstrengender Tag. Bei beiden machte sich auch Müdigkeit breit und hin und wieder kam es zu kleineren und grösseren Querelen.

 

Ein bekanntes Stichwort lautet: „C’est le ton qui fait la musique.“ Wir erkannten heute aber, dass es nicht nur der Ton ist, der die Musik macht. Oft spielen Verfassung der Anwesenden, Zeitpunkt, Erlebnishintergrund, sowie unterschiedliche Wahrnehmung eine entscheidende Rolle. Wir spürten, dass "Musik" nicht nur stimmungssteigernd wirken kann (Takataaa…), sondern manchmal auch belastend, überrumpelnd oder gar verletztend ist.

 

Liebe Eltern, ihr seht, hier geht es zu wie in einer Familie… ganz nach dem Motto: Wir haben keine Meinungsverschiedenheiten nur verschiedene Meinungen (Zitat Andi C.).

 

 


 

 


 

 

 

Dienstag, 2. Oktober 2012

 

Nachtrag zur Bettruhe am Vortag:

„Als ich ins Bett ging, war es ruhig!“ (Zitat unbekannt oder Namen zu seiner eigenen Sicherheit nicht erwähnt.)

 

Heute liessen wir die Kinder eine halbe Stunde länger schlafen. Ausserdem wollten wir einen fussballfreien Tag gestalten und die Kinder geistig, koordinativ, emotional, musikalisch, kreativ... fördern.

 

Zu Tagesbeginn wurde die musikalische Ader unserer kleinen Kicker getestet. Mit tiefer Tonlage stimmte Andi C. das Geburtstagslied für Marco an. Mit noch tieferen  oder quiekenden bis hin zu heiseren Stimmen folgte der Rest der Truppe. Die musikalische Förderung konnten wir also schon abhaken.

 

 

Um 10 Uhr startete der Postenlauf rund ums Haus. Davide übernahm den Darts-Posten.

 

 

Kudi machte Gehirntraining. Bei ihm mussten sich die Kinder mehrere Gegenstände merken. Vier Meter daneben waren die gleichen Gegenstände mit wenigen Ausnahmen. Nun musste erkannt werden, welche Teile fehlten.

 

 

 

Marc wollte heute nicht viel reden und eher eine ruhige Kugel schieben (kein Kommentar!). Er übernahm das Pantomime-Spiel. Dabei mussten die Kinder ohne zu reden und Geräusche zu erzeugen Berufe vorzeigen.

 

 

Mirco becherte mit den Kindern. Damit wir uns nicht falsch verstehen,  sie stapelten Becher!

 

 

 

 

Janik spielte mit den Kids Indiaka.

 

 

Carmelo wollte Korbball spielen. Der Ball wurde schnell gefunden, jedoch kein Basketballkorb. Der Abfalleimer schien uns eine geeignete Alternative, schliesslich wurde auf der dreiseitigen Hausordnung kein Verbot in diese Richtung gesichtet.

Da der Deckel des Metallgestells jedoch immer wieder zuklappte, musste Carmelo ihn zwei Stunden  halten. Leider befand er sich nun im Gefahrenbereich und bekam immer wieder einen Ball ab. Tapfer ertrug er dies, ebenso wie das laute Knallen der Bälle an das Blech. Beim Mittagessen antwortete er zwar auf jede Frage nur noch mit "Doinggg!"

 

 

 

Dass Fussballer ja perfekt auf den Rasen spucken können, ist uns bekannt. Nun wurden sie aber bei Martin geschult, zielsicher zu spucken und zwar mit Zwetschgensteinen. Maria musste sich recht ins Zeug knien um rechtzeitig die 5kg Zwetschgen entkernt zu haben.

 

   

 

Und Andi A. liess die Kinder Länderflaggen malen.

 

 

 

Auf den Schuhschnüffelposten, bei dem es galt, den Schuh nach seinem Geruch dem Besitzter zuzuordnen, liessen wir nach langem Hin und Her weg.

 

 

Unterdessen war Bruno wieder mit seiner Maschine abgerauscht und dafür Marcos Eltern angerauscht. Mit ihnen im Kofferraum fuhr ein feines z’Vieri mit, aber mehr dazu später.

 

Das heutige Mittagessen (Trutenschnitzel mit Champignonsauce) inspirierte uns für das Nachmittagsprogramm.  Heute sollte es eine Schnitzeljagd durch den Torgoner Pilzwald geben. Jemand aus dem Leiterteam fragte am Vortag, wie denn eine Schnitzeljagd funktioniere und ob das Schweins- oder Kalbsschnitzel seien, welchen man auf dem Weg an die Bäume hänge?

Nein, gar so schlimm steht es  um uns doch (noch) nicht, auch wenn man zwischendurch an der Führungsfähigkeit und Vorbildfunktion der Leiter zweifelt. Aber das sind nur die schwachen 5 Minuten - gäll Carmelo. "Doingg!"

 

 

Wie dem auch sei, Mirco und Martin legten die Fährte und die Kinder folgten in Gruppen mit jeweils einem oder zwei Trainern. Der Weg führte vorerst auf einem Zickzackweg talwärts Richtung Vionnanz und dann aber über schmale, steile Waldwege vorbei am Fussballplatz bis hin zu einer Grillstelle oberhalb des Platzes. 

 

 

 

 

  

 

  

 

 

 

 

Erst dort durften sie das aussergewöhnliche Geburtstagsbuffet von Fam. Gari verschlingen. Da die Kinder in Gruppen ankamen, übernahm Mark die Herausgabe der Leckereien. „Nur ein Stück!“, „Nur ein Stück!“, „Nur ein Stück!“, „Nur ein Stück!“, „Nur ein Stück!“, „Nur ein Stück!“, „Nur ein Stück!“…

Hätte man die Horde einfach futtern lassen, hätte die letzte Gruppe wohl nur noch Krümel abbekommen. Nach einer kurzen Pause folgten die Kinder wieder der Fährte und suchten die restlichen Buchstaben, die sie am Ende der Jagd zu einem Lösungswort zusammenfügen mussten.

 

 

Diejenigen, die alle Buchstaben gefunden hatten, fanden auf ihrem Blatt (eventuell nicht in dieser Reihenfolge):

B  R  U   N  O      T   R   Ü   S   S   E  L

Nun mussten sie aber noch geordnet und das Lösungswort gefunden werden:

 

BRUNO RÜSSELT

UN RÜSSELBROT

TORBRÜSSEL

NOTRÜSSEL

BROTNÜSSE

TORRÜSSEL

 

Zwei Frauen vom Küchenteam wollten heute ebenfalls mit zum Picknickplatz, um ein bisschen die Sonne zu geniessen und sich zu bewegen. Mit dem Büssli und dem z’Vieri  fuhren sie hoch. Runter sollte es zu Fuss gehen. Die Wegerklärungen von Martin wurden mehr oder weniger befolgt. Irgend einmal waren sie sich allerdings nicht mehr sicher, ob sie da richtig wanderten. Mit Hilfe des IPhons wurde schnell klar (Torgon in 7,5km erreichbar), dass es eventuell später Nachtessen geben würde…

Glücklicherweise waren Maria und Christian im Haus geblieben. Sie bereiteten schon fleissig Fotzelschnitten vor.

 

Anbei übrigens die Tal- und Bergsicht, die am Sonntag etwas eintönig ausgefallen waren.

 

 

 

Die Sonne wurde natürlich ausgenutzt!

 

 

 

Noch vor dem Nachtessen fragten einige Kinder, ob sie ins nahe Lädeli dürften. Entsprechend den Plastiksäcken mit Süssigkeiten, die sie bei der Heimkehr mitbrachten, mussten wir annehmen, dass der Shopbesitzer den Umsatz seines Lebens gemacht hat.

David A. schaffte es, einen Kaugummi in sein Haar zu kleben. Naja, wir hatten nur gesagt, sie dürfen sie nicht an Stühle oder Tische kleben, auf den Boden werfen, in die Matratze drücken, die Wand verzieren… Kaugummi ins Haar kleben war also nicht verboten! Mit dem Rasiermesser war die Sache aber schnell erledigt  .

Apropos Kaugummi: Da am Abend wieder ein Kaugummi an der Wand gefunden und die Konsistenz eingehend und sachlich geprüft wurde, waren wir gezwungen, härtere Massnahmen zu ergreifen. Ab sofort sollten Kaugummis verboten werden und Süssigkeiten nur im Aufenthaltsraum gefuttert werden können.

 

Der obligatorische Fussballquiz-Test war abends angesagt. Wisst ihr, was die meiste Anzahl Roter Karten in einem Spiel gewesen ist?

Es waren 36!! Bei einer Massenschlägerei inkl. Ersatzspieler und Trainer wurde das Spiel abgebrochen und die balgende Meute mit Rot bestraft. Diese Geschichte fanden die Kids natürlich spannend. Hoffentlich haben unsere Trainer die Kinder am Mittwoch bei den Freundschaftsspielen fest im Griff .

 

Zum Abschluss des Tages gab es eine Runde „Schoggi-Spiel“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Lautstärke im Raum  schwoll massiv an. Carmelo, der ohnehin schon ein geschädigtes Gehör hatte und auf beiden Ohren ein Pfeifen vernahm, kündigte den Bedarf eines Ruhetags an.

 

Tja und nach dieser Überdosis von Zucker und der damit verbundenen Aufregung brauchte es einige Zeit bis die Kinder wieder runtergefahren waren. Dieses Ei hatten wir uns wohl selbst gelegt...

 

Aber um 22.30Uhr war es dann doch ruhig, jedenfalls in den Kinderzimmern.

 

 

 

 

Montag, 1. Oktober 2012

 

„Yes!“ jubelte Andi C., als er heute Morgen in den Aufenthaltsraum kam. „Wenn es so leise ist, dann kann man so richtig schön in die Zimmer AUFSTEHEN brüllen.“ Mit einem riesigen Grinsen und sichtlich zufrieden (um es nicht schadenfreudig zu nennen) suchte er die Kaffeemaschine auf.

 

Tatsächlich schliefen um 7.30Uhr noch alle. Und wenn man es richtig betrachtet, dann schliefen sie auch um 8Uhr noch, als sie das erste Mal Brot und Konfi holten.

Heute gefiel uns Alex. Sein Konfi-Schnittli hatte die Grösse einer Pizza. Wir waren uns nicht wirklich sicher, ob der kleine Mann dieses Ding runterkriegt. Gespannt beobachteten wir ihn. Aber... problemlos verschwand das Brot unter der Nase. Doch mit dem Brot nicht genug. Mindestens drei Mal holte er anschliessend Flakes. Na, wenn der nicht gestärkt für das Training ist!

 

Vor dem Training ging das grosse Suchen nach Stulpen, Hosen und Schuhe los. Ein Spezialist suchte verzweifelt seine Trainerjacke. Auf die Frage wo er sie das letzte Mal hingelegt hatte, antwortete er: „Das weiss ich nicht mehr, aber sie ist schwarz-gelb.“ Aha, davon gibt es nicht so viele…

Apropos Ordnung: Da hat jeder sein eigenes System:

 

Einige leben aus dem Koffer (und wieder in den Koffer hinein):

 

    

 

Einige schnappen sich einfach die Kleider, die ihnen über den Weg laufen (egal ob es eigene oder gar schon gebrauchte sind ):

 

 

Einige verstauen alles unter den Betten:

 

 

Einige verstecken die Unordnung hinter Decken:

 

 

Mit grosser Überraschung ist im Da 2000er Zimmer aber auch ein sehr vorbildliches Regal gefunden worden. Es wird allerdings gemunktelt, dass da die Mama im Spiel war...

 

 

Wie auch schon am Vortag ging es um 9Uhr Richtung Fussballplatz. Während die Kinder wieder ihre vier Trainingseinheiten absolvierten, hatten sich Gianpi, Andi A. und Leonardo „frei“ genommen. Sie wollten heute shoppen … Weiber!  .

 

Übrigens nahme Maria unterdessen ihre Physio- und Massagepraxis in Betrieb. Unglaublich schnell meldete sich Davide an. Sein Nacken sei steif wie Stein. Maria packte schnell ihre „Du-kommst-nicht –so-schnell-wieder“-Massagetechnik aus und folterte Davide aufs Gröbste. Unglaublich schnell war er geheilt und auch keine anderen Patienten hatten Verspannungen mehr.

Auch Simonetta wollte jemanden liebevoll kneten. Da hatte Christian die richtige Aufgabe für sie: Er legte ihr rund 80 Pouletschenkel hin, die es zu marinieren galt!  Beim Essen der Schenkel merkte man dann, dass sie keinerlei Verspannungen mehr hatten.

 

 

 

Am Nachmittag wurden zwei Gruppen gebildet. Da das Da und das Ea am Abend je ein Freundschaftsspiel  zu bestreiten hatten, bekamen sie am Nachmittag ein Light-Programm verordnet. Sie spielten in Zweiergruppen Pingpong.

 

 

 

  

 

 

 

Die anderen Kinder machten sich wieder auf den Fussballplatz für ein Massenspiel mit den Leitern. Während sich Joris über die übergrossen Überzieher beschwerte, empfand sie Carmelo als eher knapp… logisch bei so vielen Muskeln!

 

 

    

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

Unterdessen rauschte uns mit flitztigem Motorrad Besuch ins Haus. Der Vereinsgoalietrainer und Masseur Bruno Trüssel hatte sein Versprechen gehalten und fand über (geplante) Umwege nach Torgon.

 

Um 16Uhr reisten die A-Teams nach Aigle. An dieser Stelle die beiden Matchberichte:

 

Matchbericht zum Freundschaftsspiel der Da-Mannschaft in Aigle:

 

Am Montag, den 01.10.2012, fuhren wir mit unseren Kleinbussen nach Aigle, um gegen die D-Junioren des dortigen FC Aigle ein Freundschaftsspiel zu bestreiten. Wir waren gespannt, was uns erwarten würde, und schon als wir die ersten gegnerischen Spieler sahen, wussten wir, es würde uns ein „schwerer“ Gegner gegenüberstehen . Dass die Kinder in diesem Alter unterschiedlich gross sind, ist ja bekannt, aber dass ein 12-jähriger grösser ist, als die FC Lausen-Trainer… Unsere Jungs erstarrten vor Ehrfurcht, und wir Trainer wollten schon eine DNA-Probe in Auftrag geben .

 

 

 

Das Spiel entwickelte sich wie erwartet, der Gegner drückte von Anfang an aufs Tempo und erzielte bereits nach wenigen Minuten das Führungstor. Dieses Tor weckte in unserer Mannschaft den Kampfgeist und so wurde das Spiel ausgeglichener. Nach etlichen vergebenen Chancen konnte Marco, das Fast-Geburtstagskind, den Ausgleich erzielen. Kurz vor dem Pausenpfiff erzielte der Gegner den Führungstreffer. Trotz dem Rückstand, waren wir mit dem Gezeigten zufrieden. Wir bereiteten die Mannschaft auf die 2. Halbzeit vor. Wie befürchtet, brachte der gegnerische Trainer zur 2. Halbzeit die ganz schweren Brocken, und was für welche. Die zweiten 35 Minuten entwickelten sich zu einem Einbahnfussballspiel. Zu Groß waren die spielerischen und vor allem körperlichen Unterschiede, und der Gegner machte auch keine Anstalten, das Tempo und die Zweikampfintensität zurückzufahren. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf Micha zu, unsere Jungs wehrten sich nach Kräften, aber schlussendlich resultierte eine 1 : 8 Niederlage.

 

 

 

Fazit: wir sind stolz auf die Leistung der Mannschaft! Trotz Müdigkeit aus den Trainings und den kurzen Nächten, die physische Übermacht und das teilweise überharte Einsteigen des Gegners liessen sich die Jungs nicht entmutigen. Sie rannten, kämpften bis zum Umfallen und zeigten eine fussballerisch Reife und geschlossene Mannschaftsleistung. Die vergossenen Tränen am Schluss des Spieles zeugen davon…. Wie sich herausstellte, war unser Gegner ein U13-Team, bestehend aus den besten Spielern von verschiedenen Vereinen. Durch diese Tatsache ist die Leistung unserer Mannschaft noch höher zu bewerten.

 

Nach dem Spiel wurden wir von Herrn Chappuis noch zu einem Apéro eingeladen, das wir dankend annahmen. Wir bedanken uns beim FC Aigle für die Gastfreundschaft. Nach einer kurvenreichen Heimfahrt (22 Haarnadelkurven) durften die Jungs ihr verdientes Nachtessen (Wienerli und Härdöppfelsalat) zu sich nehmen.

 

 

Matchbericht vom Freundschaftsspiel der Ea-Mannschaft in Aigle:

 

Takata, tara tara takata! Schon aus der Ferne war die heran nahende, laute Musik zu hören. Die Ea-Mannschaft kehrte vom Freundschaftsspiel mit dem FC Aigle auf den „Berg“ zurück. Ob es am deutlichen Sieg, am ballernden Song, an der kurvenreichen Bergfahrt oder an der Vorfreude auf den herrlichen Kartoffelsalat mit Wienerli von Chefkoch Christian lag, dass die Jungs so euphorisiert aus dem Kleinbus hüpften, ist schwer zu sagen. Die Stimmung war auf jeden Fall super.

 

 

 

Das Spiel gegen die Waadtländer Gastgebender war auf 18.30 Uhr angesetzt, da der Einbruch der Dunkelheit vor Ende der Spielzeit drohte, pfiff der einheimische Schiri die Partie vernünftigerweise schon eine Viertelstunde früher an. Es schien, als ob der Mann in schwarz nach dem Anpfiff noch nicht dazu gekommen war, wieder Luft zu holen, da zappelte das erste Lausner Geschoss schon in den Maschen des FC Aigle. In Minute vier wurde dasselbe Tornetz bereits ein weiteres Mal strapaziert – schon stand es in der Partie Aigle gegen Lausen 0 : 2. Die Baselbieter legten los wie die Feuerwehr und zeigten, was sie in den Trainings zuhause sowie hier im Lager schon gelernt hatten. Sie zelebrierten schöne Spielzüge (ja auch Doppelpässe waren dabei…), nutzen den Platz in seiner ganzen Breite und schlugen dabei noch das inzwischen gewohnte Tempo der 1. Stärkeklasse an. Die Gastgeber wussten offensichtlich nicht wie ihnen geschah und fanden während der ganzen Spieldauer kein Rezept, die Lausner Angriffswelle zu stoppen. Aus Sicht der Baselbieter war besonders erfreulich, dass das Spiel auch funktionierte, wenn die Positionen unter den neun Burschen des Ea-Teams (von der Trainercrew angeordnet) fleissig getauscht wurden.

 

Hätten nicht ein paar Lausner Spieler nur die Torumrandung getroffen und wären einige vom freundlichen (aber nicht immer ganz stilsicheren Schiri) nicht „versehentlich“ aus einer (eben nicht realen) Offside-Position zurückgepfiffen worden (nach dem der Ball jeweils schon im Tor bereit für den Wiederanpfiff war…), wäre das Resultat wohl noch etwas höher ausgefallen und in der Torschützenliste wären alle Feldspieler aufgetaucht. Das Endresultat, 11 : 1 für den FC Lausen 72, stand nach „nur“ 50 Spielminuten fest – der Schiri musste die Partie wegen Dunkelheit (und fehlender Beleuchtung) frühzeitig beenden. Vielleicht wäre noch das eine oder andere Tor möglich gewesen. Und wer weiss, wenn der Penalty des Lausner Schützen, der normalerweise dieselben auf seiner Seite zu verhindern versucht, nicht übers Tor gestrichen wäre, wie die Partie dann ihren Lauf genommen hätte.

Zugegeben, der Gegner war spielerisch (noch?) nicht auf Augenhöhe, trotzdem durften die Trainer den Lausner Burschen für ihre Leistung ein ganz grosses Lob aussprechen. Jeder einzelne hatte die gute Leistung des letzten Meisterschaftsspiels absolut bestätigt. So macht’s wirklich Spass – oder Jungs?!

Die Gastgeber zeigten sich auch nach dem Spiel von ihrer grosszügigen Seite und schickten die Junioren mit Eistee, Chips und Läckerli vorgestärkt auf die Heimreise Richtung Torgon. Die Adressen wurden ausgetauscht und der Trainer des FC Aigle meldete bereits sein Interesse an einem „Rückspiel“ im Baselbiet an. Wir sagen „merci beaucoup“ den neuen Freunden aus dem Waadtland für ihre Gastfreundschaft und den grosszügigen Apéro.

Torschützen des FC Lausen Ea-Teams:

Miki (direkter Freistoss), Davide (Miki), Miki (Janis), Davide (Janis), Janis (Miki), Kevin (Ardian), Miki (Davide), Manuel, Davide (Kevin), Davide. (Richtig gezählt 10 Treffer - ein Eigentor war dabei)

 

              

 

Nachtruhe:

Naja… je nachdem….Die ersten schliefen bereits um 21.30Uhr, andere beim Ins-Bett-Gehen der Berichterstatterin immer noch nicht…

 

Sonntag, 30.9.12

 

Kurz vor sechs Uhr morgens waren im Treppenhaus und in den Zimmern bereits wieder Stimmen zu hören.  Auch dies hatten wir erwartet und wird morgen schon ganz anders aussehen… ganz sicher  !

 

Nach einem feinen Sunntigszopf-Z’Morge ging’s ab auf den Fussballplatz. Freiwillige und eher Unfreiwillige (Sanktion vom Vortag) nahmen den Weg unter die Füsse. Die, naja wie wollen wir sie nennen, „Braveren“(?) durften mit dem Mannschaftsbus fahren.

Natürlich möchten wir euch die wunderbare Berglandschaft nicht vorenthalten. Deshalb hier ein Blick ins Tal, ein Bergblick, die Aussicht auf unser Ferienhaus und auf den Sportplatz.

 

     

 

Ihr seht, wir waren immer noch benebelt… eh…vom Nebel umzingelt.

 

Nebel hin oder her: Wenn ein Ball in der Nähe ist, vergisst der Fussballer alles rund herum! Also ging’s los ans Einlaufen. Unter Anleitung unserer drei Jungtrainer wurde die ganze Meute in Bewegung gesetzt, alle Mukis und steifen Gelenke in Schwung gebracht. 

  

 

  

 

Danach trainierten die Kids in vier Gruppen. Im Verlaufe des Morgens  hatten sie vier Posten zu absolvieren.

 

Für das Torschusstraining stellten sich Kudi und Mark zur Verfügung. Martin und Carmelo spielten mit den Kids Schnappball. Leonardo und Marc übten mit ihrer Gruppe das türkische, russische, magische oder was auch immer für ein Viereck. Und nach dem gestrigen Koordinationsgedicht fühlte sich Gianpi  für diese Aufgabe förmlich berufen. Andi A. musste wohl oder übel mitmachen.

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

Der aufmerksame Leser hat bestimmt gemerkt, dass da nicht alle Trainer erwähnt sind.  Andi und Davide kämpften unterdessen mit dem Internetanschluss. Trotz genauer Instruktion und Befolgung der schriftlichen Anweisungen (Man schreibe OO nicht 00 und Punkt ist auch nicht Komma) kriegten wir das Ding nicht zum Laufen. Der Aufwand von vielen Telefonaten und (unerlaubten, eigenmächtigen) Aktionen trug dann gegen Mittag doch noch Früchte. Jetzt waren wir online!

 

 

Gerne und mit knurrenden Mägen kamen die Kids nach Hause. Das Rindsragout von Christian wurde samt Kartoffeln und Ratatouille ratzeputze weggefuttert. Selbst die Sauce auf dem Teller wurde von einigen hundemässig abgeleckt.

Und die arme Küchentruppe? Da sie immer erst nach den Kindern essen und liebevoll mütterlich den Kindern den Vorrang gaben, konnten sie nur noch die bereits leergefutterten Töpfe auskratzen.

 

Am Nachmittag war das Mini-Turnier angesagt. Acht 5er-Gruppen traten gegeneinander an. Noch immer lag der Nebel tief, weshalb es eher ein akkustisches Erlebnis-Trunier war:

 

„Hey Alte, wo isch eigentlich Goal?“ (Noch immer ungeklärt ist, wer dieser allgegenwärtige Alte ist?)

„Schiri, wie lang goht’s no… wo isch eingentlich Schiri? Hallo Schiri!“

„Spielsch du in mim Team?“

„Het öpper dr Jimmy gseh?“

„I gsehn en zwar nid, aber em Gschrei noch müsst er in dere Richtig si.“

„Wär het alli Schoggistängeli gfrässe?“ (Auch die sind verschwunden... aber wohl eher nicht im Nebel.)

 

   

 

 

 

Wir können alle Eltern beruhigen. Wir haben eine Absenzenkontrolle gemacht und alle Kinder im dichten Nebel wieder gefunden. Leider können wir aber nicht garantieren, dass nicht irgendwelche ausgesetzten Kleidungsstücke liegengeblieben sind. (Vielleicht haben einigen Kinder extra Grossmutters kratzige Thermo-Wollsocken so entsorgt?) Bei besserer Sicht werden wir alles wieder einsammeln.

 

Zu Hause wieder angekommen wurde geduscht… mit Wasser… manchmal auch ohne. Und da schlug das böse Badetuchmonster  zu: Auf unerklärliche Weise verschwanden Badetücher vor der Dusche oder wurden nässer als der Duschende selbst? Beides stellte die frisch geschruppten, nassen Kinder vor ein riesiges Problem, denn schliesslich sind die Duschen im EG und die Zimmer in den oberen Stockwerken . Carmelo erkannte, dass das Badtuchmonster überwältig werden musste und wird am nächsten Tag persönlich auf die Tücher aufpassen.

 

Nach dem Nachtessen folgten die restlichen  vier Theaterbeiträge:

 

 

Dr Trainer

 

 

 

 

Am zwei do wär Besammlig gsi.

Doch dr Philip, dä isch noni derby.

Der Trainer isch scho s‘erschtmol hässig.

Dr Philip findet‘s in sim schnälle Auto spassig.

 

Dr Trainer seit: Hey du bisch doch zschpot.

Mir sind doch alli im gliiche Boot.

Hey Philip, stiig jetzt in dini Klamottä,

dini Kollegä wartä scho wie Mottä.

 

Dr Trainer seit was sie müend machä,

doch Spieler, die tüend nur lachä.

Das Spiel, das foht jetzt endlich a,

doch d’Spieler die chömä nid vora.

 

1, 2, 3, 4, 5, 6, 7

Und bi uns isch d‘Null no bliibä!

0 : 7 das cha nid sii?

Dr Trainer wechslet ein nach em anderä ii.

 

Dr Trainer tobt, da isch ä Gruus.

Ich wächsle grad alli Spieler us!

Das Spiel goht verlore das isch klar,

dr Gegner isch hüttä eifach dr Star.

 

Alli Spieler gönd in Kabinä.

Nur dr Philip dä dörf nid inä.

Fazit vo derä Gschicht:

Lueg im Trainer ins Gsicht.

 

Er goht ganz truurig hei,

Und isst us Fruscht äs Schoggiei

 

 

Dr Bänkliwärmer

 

 

Am hütige Match gegä dr FCB

sitze 3 Lausner scho lang ufem Bänkli – mit Fudi-Weh!

Es Goal vom Gegner rüttlet sä wach.

Mir müend eus reffä mit vill Ach und Krach!

Jetzt wärde mir ändlich iigwächslet, dänke si,

doch nach am Pfiff goht’s witter – ohni si!

Die 3 uf dr Ersatzbank wärde immer ungeduldiger und nervöser

und fönge a läschtere – bös und böser!

Nach der Pause wird ändlich dr Ardi iigwächslet

und lueget nur, war er uf em Spielfeld hexet.

Er schiesst zwei fantastischi Goal für dr FC Lause.

Jetzt het au dr Lars im Kopf nur no Flause.

Er haltet es uf em Bänkli nümme us,

lauft sich i und rennt ufs Spielfeld us.

Nur dr Marco sitzt no uf dr Bank

Und sini Nervä, die liegge blank!

Wenn chumm ich ändlich dra mit spiele?

Meint dr Trainer denn ich due schiele?

Ich bi doch dr Beschti do-

Ach, wenn er mi doch nur würd spiele lo!

Aber nachdäm dr Match abpfiffe isch,

nützt nüt meh, auch kei Lischt.

Marco, dr Bänkliwärmer, wir er jetzt gnennt.

Das ghört er nid gärn, rennt wäg und flennt.

 

 

 

Dr Trainer vom FC Lause

 

 

 

Jo, das isch doch klar

unsere Trainer, dä isch e Star.

Er macht sini Sprüch „gönd go Pipi mache“,

motiviert und git Tipps zum Überwache.

Vo luter Schimpfe und Schreie

gits e rote Chopf zum  gedeie.

Sött emol öppis nid stimme,

g’heit er durre bis zum Dimme.

Freud, Party, Juble und Friere,

besufft er sich und füllt si Bire.

Mit sinere Taktik, me wird’s nid glaube,

git em Gegner kei Chance zum Verschnaube.

Trikot wäsche und Fläsche fülle,

im schlimmschte Fall Bande mit ememe Gingg enthülle.

Es isch e richtige Schmaus:

Für unsere Trainer e Applaus!

 

 

Dr Schiedsrichter

 

   

 

Dr Schidrichter isch ä komische Ma.

Ich glaub dä het z’viel Alkohol gha.

Ou läck lauft dä Schiri chrumm.

Wäge dämm gheit glaub no’s Stadion um.

 

Em Schiri vergoht jetzt  s’Lache.

Der Mittelstürmer loht grad ein krache.

Jetzt stoht är do wie ne Zebrastreife.

Chönnt dä eine vom Platz go schleiffe.

 

Endlich will er dure griffe.

Blost mit aller Gwalt in d’Pfyffe.

S’Publikum muess nümme länger warte.

Der Schiri zeigt sich sälber die roti Charte.

 

 

So, darauf habt ihr sicher schon lange gewartet: Die Bettruhe!

 

Zehn ab Neun stampfte Kudi von Zimmer zu Zimmer. Jeder musste (!) nochmals auf die Toilette gehen. Anschliessend setzte sich Andi A. in den Gang. Keine Bewegung der Türfalle entging seinem wachsamen Auge. Gianpi packte sich die nächtlichen Picknicker, zog Eistee und Sandwichs ein und schickte sie nochmals Zähne putzen.

Und nach und nach wurde es ruhiger… so ruhig, dass wir das Gefühl hatten, Andi sei im Gang ebenfalls eingeschlafen. Ca. 22Uhr schlummerten alle!

 

 

Die heutige Leitersitzung ging rasch über die Bühne und schnell kamen wir zum gemütlichen Teil, bei dem Andi A. natürlich wieder anwesend war . Da wir am Vortag keine salzigen Knabbereien eingekauft hatten, brachte Simonetta giftgrüne, gummige Apfelringe. Andi C., dem Hardcore-Hariborianer, fielen fast die Augen aus dem Kopf. Wie eine Rakete stürzte er in die Küche und holte das Konkurrenzprodukt. So futterten wir Leiter genüsslich 1,5kg Gumminuggis…

 

Samstag, 29.9.2012

 

Während die besorgten Eltern zu Hause doch noch ein paar Thermoshirts, sowie einige warme, lange Unterschläuche mehr verpackten und die chribbligen Kinder irgendwie durch den Morgen schleusten, war ein Teil des Lagerleiterteams schon längst am Wirken:

Die Kleinbusse mussten geholt werden, das Trainingsmaterial verladen, Lebensmittel eingekauft und in Torgon das Lagerhaus übernommen  werden.  Wobei es zu sagen gibt, dass die Übergabe wesentlich schneller vor sich ging als vor zwei Jahren.  Denn diesmal wusste Andi schon, dass er keine Kaugummi unter den Tisch kleben darf, die Betten nicht abschrauben soll und den Wasserhahn im zweiten Stock nur langsam öffnen und schliessen darf, um einen Rohrbruch zu verhindern.  

 

Für die Kinder war erst um 13Uhr Besammlung auf dem Stutzparkplatz. Wieder wurden Unmengen an Taschen, Koffer, Plastiksäcken und andere bunten Verpackungen herangeschleift. Viele Eltern brachten Brote, Zöpfe, Kuchen, Schoggistängeli und vieles mehr, für die wir uns an dieser Stelle recht herzlich bedanken möchten.

Nachdem die Eltern die Gepäcksstücke im Reisecar verstaut hatten, suchten viele fieberhaft nach ihren Kindern. Die hatten sich allerdings schon ein Plätzchen im Innern des Cars gesucht. Sie versuchten so, den peinlichen Umarmungen von Mami und dem Abschiedsküsschen zu entgehen, denn das ist voll uncool!

Winken hingegen war erlaubt und das wurde bei der Abfahrt auch ausgiebig gemacht. Auf ging’s ins Abenteuer Fussballlager.

 

Wie auch vor zwei Jahren kam der Bus im Nebel bei unserem Lagerhaus an. Bei dieser Sicht schien es uns zu gefährlich die geplante Schnitzeljagd durchzuführen, weshalb wir kurzfristig das Programm änderten und nach dem Einpuffen der Zimmer Staffetten auf dem Aussenplatz durchführten. Unter fachkundiger Anweisung von Janik und Mirco spulten die Kinder mit Frisbee, Bällen und Unihockeyschlägern ihre Längen ab.

 

 

So wurde die angestaute Energie ein wenig rausgelassen und wir konnten mit ruhigem Gewissen sagen: Jetzt haben wir die Kids im Sack… jedenfalls vorläufig.

    

 

  

 

Die anschliessend aufgetischten Spaghetti Bolognese wurden genüsslich gegessen oder eben geräuschvoll geschlürft. Da das Schlürfen allerdings nicht alle Kids in gleichem Masse im Griff hatten, ging die Sauce oft eigene Wege vorbei am Loch unter der Nase.

 

 

 

Auf dem Abendprogramm stand heute: Trainer, Schiris und andere komische Gestalten. Zur Einstimmung wurde vom Leiterteam der FC Lausen – Spieler vorgestellt.

 

 

Dr Spieler vom FC Lause

 

 

 

Dä jungi Ma, das isch doch klar

Isch euse riesig grosse Star!

Sit em Chindsgi isch er derbi,

Das muess en ächte Lausner si!

Er cha schutte mit rechts und links

Und wenn er d’Schue abzieht denn stinkt‘s!

Drum ziehn mer se ganz schnäll wieder ah

Und luege, was er süscht no cha:

Im Koordi-Training macht er flissig mit

Si Beweglichkeit das isch der Hit.

D’Körperteil stönd denn zwar oft im Schilf,

oh hä Lätz, jetzt bruucht er Hilf

Er dribblet jede Gegner um

Und erntet Lob vom Publikum.

Gföhrlich sind au d‘Chopfballtor

Und hin und wieder chunt es Handspiel vor.

Au Lops und Freistöss sin für ihn nid schwer

Und meischtens verhaltet er sich fair.

Sogar de Fallrückzieher het er im Agebot,

au wenn drbi ä Furz abgoht.

E Penalty schiesst er ischalt

Wo? Ins untre Eggli halt

Oder mängisch au is Lattechrütz

Leider git’s drfür bi eus kei Stütz.

Uf em Bänkli duet er nid gärn sitze,

vill lieber will er bim Schutte schwitze.

E grosses Bravo für dä chli Ma,

wo bim FC Lause spiele cha.

 

Nun wurden die Kinder in ihre Mannschaften unterteilt und durften  Lose ziehen. Darauf war ebenfalls eine Person notiert, die es in gleicher Weise vorzustellen galt. Schon schnell verschwanden die Kinder in irgendwelchen Räumen und dichteten mit Hilfe eines oder zwei Leitern Verse und Reime.

 

 

Dr Masseur (Bruno)

 

 

Wenn’s im Fuessball au mol knallt,

und ein im hoche Boge falt,

denn duet’s au schrecklich weh,

das cha euse Bruno gar nid gseh.

Er het fürs jede s’richtig Mittel:

Gurke-Quark und andri Wichtel.

Chnäte, biege und aus strecke,

so duet er jede Tote zum Läbe erwecke.

Wenn er nid ufem Fussballplatz isch,

so rast er mit em Töff dur d’Schwiiz.

Villicht chunt er eus  no cho bsueche,

denn chönne mir ihn als Golie-Trainer bruche.

 

 

Dr Koordinationstrainer

 

    

 

Dr Koordinationstrainer, de harti Typ,

kennt im Training eifach nüt.

Denn Koordination isch mega wichtig.

Keine glaubt’s, doch es isch richtig.

Er lernt uns viel - mit Qualität

denn das isch sini Spezialität.

D’Fehler wärde hart bestroft,

damit im Training keine schloft.

Mir mache es scho ziemlich guet,

und immer no chocht er vor Wuet,

well mir d’Zeche nid ganz strecke,

sondern vill lieber dr Ball verstecke.

Eigentlich isch er e guete Maa,

doch s’Koordinationstraining schisst uns eifach ah!

 

   

 

Dr Goalie

 

 

 

Portugal het Muet,

für dass si e junge Goali hän, sind sie guet.

Er fangt dr Ball an jeder Ecke.

und isch dusig mol schnäller wie nä Schnecke.

Ab und zue lot er e Finte ine,

aber süscht isch er e Maschine.

S’schöne isch, er isch e Lausner Junior

und sorgt drum für Furor.

Het er dr Ball mit sine lange Hoor,

wo usgsen wie ganz fill Moor.

 

  

Dr Vereinspräsident

 

  

  

Ich bi dr Vereinspräsiden vom FC King.

Ich heiss Murinio.

Ich will, dass min FC King Klub cha jongliere,

wie dr Maradona und nie muess verliere.

Mini Mannschafte spiele fair

und schiesse nie mit em Gwehr.

Kei Spieler söll e Ego spiele

und au nid mit de Auge schiele.

Mi Club sölls bis in Champions League bringe,

damit mir nit fürs Gäld müend go singe.

Dr Trainer söll nid ummemotze

und au nid uf e Rase chotze.

Konstruktivi Kritik isch gfrogt,

denn wird nid jede Match zum Flop.

 

 

Tja, nun kommen wir zum Kapitel Bettruhe.

Vom letzten Lager waren wir ja gewarnt, dass es am ersten Abend ein bisschen länger dauern würde, bis alle friedlich schlummern.

Wenn es in den oberen Geschossen zu laut wurde, musste halt die Leitersitzung kurz unterbrochen werden und einer vom Team ging wieder für Ruhe sorgen. Selbstverständlich hatte jeder Leiter dazu eine eigene Methode.  Von der Appellation an die Vernunft, über die Androhung zwei Tage WC-Putzdienst zu machen bis hin zum Mitternachtsjogging kam alles vor.

Da das Ea dummerweise das Zimmer über dem Leiterraum hat, konnten wir immer schön mithören, wenn sich jemand im Bett drehte oder dieses gar als Trampolin verwendete. Das zweite wurde ja stets bestritten. Auffällig schienen uns auch die Massenwanderungen in den Gängen. Alle zehn Minuten suchten die Kinder im Rudel die Toiletten auf? Und die Kreativität der Kinder bezüglich Ausreden ist sensationell. Im Db/Dc-Zimmer beispielsweise schien einer zu viel Luft im Bauch zu haben, weshalb das Zimmer alle drei Minuten von allen verlassen werden musste…

Aber einige äussert brave Engel waren natürlich schon längst am Schlummern. So auch des Ea-Trainers Sohn (so jedenfalls glaubte er). Bei einem weiteren Kontrollgang wurde allerdings auch dieser ertappt… von seinem Vater J. „Wollt ihr eigentlich joggen gehen?“ fragte er provokativ und rechnete nicht mit der Antwort: „Ou jä!“ So musste er wohl oder übel die fünf Itinger Bengel und den Lausner Engel auf einen Mitternachtslauf begleiten. Der Kommentar dazu kam von Kevin: „Das isch eifach dr geilschti Dag in mim Läbe!“

 


Diese Konsequenz brachte also keine hörbare, sichtbare oder überhaupt eine Verbesserung der Lage.

Erst als um 1Uhr die Rote Karte gezogen werden musste und ein Platz- bzw. ein Zimmerverweis folgte, kehrte Ruhe ein. Schliesslich wollte niemand mehr bei einem Leiter im Zimmer schlafen…

 

        



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