+++ 13° 39’ 50. 76“ E +++ +++ 52° 24’ 31. 50" N +++ +++ 13° 39’ 50. 76“ E +++ +++ 52° 24’ 31. 50" N +++ +++ 13° 39’ 50. 76“ E +++ +++ 52° 24’ 31. 50" N +++

 































 

 

        

Aus der Chronik des SC Aegir

Nach dem ersten Weltkrieg schlossen sich segelbegeisterte Arbeiter, Handwerker und kleine Gewerbetreibende in Müggelheim zusammen und hatten ihre Heimstatt zunächst in Lauben am Ausgang der Großen Krampe, die vom Restaurant „Krampenburg“ gemietet wurden. Im Winter wurden die Boote der Mitglieder des "Aegir" im Tanzsaal dieser Gaststätte gelagert.
Im Jahre 1927 wurde das jetzige Gelände am Krampenburger Weg erworben. 1928 erhielten wir die Genehmigung zum Bau einer Bootshalle. Finanziert wurde dieser Bau, durch die Parzellierung der Hälfte des Grundstücks und Verkauf dieser Parzellen an die damaligen Mitglieder. Die Sportkameraden hatten sich von Anfang an das Fahrtensegeln auf ihre Fahne geschrieben, wenn auch bei Regatten unseres Segelreviers eine gute Figur gemacht wurde.


 

Bevor man zu „Weltumsegelungen“ aufbrechen konnte, stürzten Gleichschaltung des Vereins durch die Nationalsozialisten und der zweite Weltkrieg über uns herein. Eine Luftmine hat zu guter Letzt fast alle im Hafen liegenden Schiffe zerstört.
Unmittelbar nach dem Zusammenbruch, begann das Sportleben im „Aegir“ wieder und wurde später in der „SG Grünau Gruppe III“ fortgesetzt.
Neben mancher schönen Fahrt, die nach Brandenburg und Mecklenburg sowie an die inneren Küstengewässer der Ostsee führten, gewannen die Kameraden manchen Preis auf der Regattabahn. Hervorgehoben seien unter anderen der Sportkamerad Karl-Heinz Wegener als Mitglied der Olympiamannschaft 1956 in der Finn-Dinghi-Klasse, die Brüder Augustinski als DDR-Vizemeister in der Piratenklasse und die Brüder Leuenberg als letzter Meister der DDR in der Z-Jollenklasse.
Seit 1990 trägt der Verein wieder seinen ursprünglichen Namen und beantragte die Rückgabe seiner enteigneten Sportanlage, die seit dem Jahre 2000 nach vielen Bemühungen rückübertragen wurden und wieder in unserem Besitz ist.
Viele Arbeitsstunden wurden seither zur Verschönerung unseres Vereins geleistet, unter anderem entstand ein komfortabler Sanitärraum. Seit dem Neubau des Unterwasserslips können wir jetzt Boote bis 1,60 m Tiefgang und bis 10 m Länge ein/aus dem Wasser slippen. Zu Beginn der Saison 2009 wird unsere neue Hafenanlage in Betrieb genommen. Das mühsame Rammen, der durch das Eis im Winter gelockerten Pfähle, wird dann der Vergangenheit angehören.
Unser reizvoller ruhiger Hafen, unser landschaftlich schönes Sportgelände mit Anbindung an den städtischen Nahverkehr mit guten Einkaufsmöglichkeiten und naher Tankstelle lädt auch in Zukunft alle ein, die mit uns den herrlichen Segelsport betreiben wollen.

 

Text von Jochen Baudisch, Bild von Willy Nötzel 1931

 

TOP

 


 

 

 

 

 

 

Letztes Update 11.10.2017  3334 Besucher     Bildschirm 1024x768 Internet Explorer 7 optimiert erstellt über repage